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USV Eichgraben, Trainer Novak Vucic: „Sehr zufrieden“ – Auswärtssieg in Karlstetten untermauert Aufsteiger-Kurs

USV Eichgraben

In der 1. Klasse West-Mitte mischt Novak Vucic mit seinem Team vom USV Eichgraben weiterhin in der oberen Tabellenregion mit. Nach dem Auswärtssieg gegen den SV Karlstetten festigte der Aufsteiger den vierten Platz und liegt nur sechs Punkte hinter Tabellenführer 1. SV Maria Anzbach. Trainer Vucic zieht im Gespräch eine realistische, aber positive Zwischenbilanz: Der Aufsteiger hat sich in der Liga etabliert, setzt auf Kontinuität und profitiert von verbesserten Trainingsbedingungen sowie einer stabilen Teamstruktur. Die jüngsten Ergebnisse untermauern diese Entwicklung – Eichgraben präsentierte sich kompakt, effizient und weiterhin hungrig auf Punkte.

Nahaufnahme der Beine eines Spielers mit blauen Fußballschuhen

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Aufsteiger mit stabilem Kurs und starkem Kollektiv

„Mit der Saison als Aufsteiger sind wir sehr zufrieden“, fasst Vucic seine Zwischenbilanz zusammen. Nach 13 Runden steht das Team mit 25 Punkten auf Platz vier, ein beachtlicher Wert gemessen an der Konkurrenz in der 1. Klasse West-Mitte.

Das Erfolgsrezept sieht der Coach im geschlossenen Auftreten seines Kaders: „Alle Spieler ziehen voll mit, sie haben verstanden, worum es geht, und wir wollen nur als Kollektiv auftreten.“ Diese Geschlossenheit spiegelt sich auch in den Ergebnissen wider. Auf einen klaren Auswärtssieg beim FC Kapelln folgte zwar eine kurze Delle mit Niederlagen gegen die SPU Hofstetten-G. und Tabellenführer 1. SV Maria Anzbach, doch Eichgraben meldete sich mit einem knappen Erfolg über die USG Alpenvorland und zuletzt einem deutlichen Auswärtssieg beim SV Karlstetten eindrucksvoll zurück.

Neue Trainingsbedingungen als Schubfaktor

Ein wichtiges Thema für den Trainer ist die Infrastruktur. „Die Atmosphäre ist sehr gut, dadurch, dass wir Kunstrasen bekommen haben“, betont Vucic. Der neue Platz, im vergangenen Winter fertiggestellt, hat die Trainingsbedingungen entscheidend verbessert: „Letzte Saison hatten wir im Winter riesige Probleme, jetzt können wir jederzeit trainieren.“

Das wirkt sich merklich auf Fitness, Präzision und taktische Umsetzung aus. Verletzungsprobleme kennt die Mannschaft aktuell keine – laut Vucic sind alle Spieler im Training, kleine Blessuren werden höchstens mit Kühlung behandelt. Auch der Kader blieb nahezu unverändert: Zwei Neuzugänge erweiterten die Breite, darunter ein Rückkehrer und ein junger Spieler mit Perspektive. „Sonst nichts – wir wollten einfach den Kader breiter aufstellen.“

Bodenständige Zielsetzung und Respekt vor der Konkurrenz

Tabellarisch ist der Blick nach oben nicht weit: Drei Punkte trennen Eichgraben vom zweiten und sechs Punkte vom ersten Platz. Doch Vucic bleibt besonnen. „Besondere Ziele gibt’s keine. Wir wollten nichts mit dem Abstieg zu tun haben – jetzt sind wir Vierter, da wollen wir bleiben.“ Der Trainer will die Erwartungen nicht überziehen, sondern betont die Nachhaltigkeit des Projekts. „Unter den ersten Acht, wenn wir dort bis Saisonende bleiben, sind wir sehr zufrieden.“

Auf die Konkurrenz angesprochen, lobt Vucic besonders den FC Ober-Grafendorf als „stärkste Mannschaft der Liga“ und hebt zudem den SV Ratzersdorf für dessen Teamgeist und taktische Disziplin hervor. Diese Einschätzung zeigt, dass der Coach den sportlichen Wettbewerb mit Respekt, aber auch mit Vertrauen in die eigene Mannschaft angeht.

Zusammenhalt und Fans als Schlüssel fürs Saisonfinale

Auch außerhalb des Platzes setzt Eichgraben auf Stabilität. „Alles beim Alten. Wir sind sehr zufrieden mit unserem Kader und mit allen Funktionären im Verein“, sagt Vucic. Der eingeschlagene Weg steht für Beständigkeit und Zusammenhalt, Faktoren, die besonders in Engphasen gefragt sein werden. Für die kommenden Wochen wünscht sich der Trainer vor allem mehr Unterstützung von den Zuschauerrängen: „Wir sollten zulegen, also mehr Fans im Stadion – obwohl es schon mehr geworden sind als letzte Saison.“ Der Aufsteiger aus Eichgraben hat sich Respekt erarbeitet, sportlich überzeugt und will auch im Saisonendspurt weiter überraschen – aber stets mit Bodenhaftung und einem klaren Blick auf das große Ganze.