Spielberichte

Matthias Berger (TSU Förthof Hafnerbach): „Wir wollen so schnell wie möglich die 30-Punkte-Marke knacken“

TSU Hafnerbach

In der 1. Klasse West-Mitte hat Matthias Berger, Sportlicher Leiter von TSU Förthof Hafnerbach, ein klares Ziel vor Augen. Nach einer durchwachsenen, aber insgesamt positiven Herbstsaison präsentierte sich seine Mannschaft kämpferisch und punktestark – trotz zahlreicher Verletzungsprobleme. Nach den jüngsten Erfolgen gegen SKVg Pottenbrunn, USC Mank und FCU Gerersdorf/E. steht Hafnerbach mit 20 Punkten stabil im Tabellenmittelfeld. Lediglich die Niederlage gegen FC Kapelln und das abschließende 2:2-Unentschieden bei SPU Hofstetten-G. verhinderten eine makellose Serie. Berger blickt dennoch optimistisch nach vorne und sieht sein Team gut gerüstet für das Frühjahr.

Fußball auf Rasen neben gelber Markierungslinie

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Herbstbilanz und Kaderstruktur

„Wir haben aufgrund der vielen Verletzungen, die wir hatten, eine gute Punkteausbeute gesammelt“, sagt Berger rückblickend. Der Trainerstab konnte sich über Stabilität in der Mannschaft freuen, denn trotz Ausfällen blieb die Leistungskurve weitgehend konstant.

Besonders positiv bewertet Berger die Breite des Kaders, die es ermöglichte, personelle Engpässe erfolgreich aufzufangen. In der Rangliste zeigt sich Hafnerbachs Linie deutlich: Nach zwischenzeitlichen Schwankungen kletterte man zuletzt konstant in den Bereich der Top sechs.

Umbruch im Winter – Neuzugänge mit Qualität

Im Winter stand dennoch ein kleiner Umbruch an. Jozef Tirer, langjähriges Vereinsgesicht, verließ nach neun Jahren den Klub. „Wir haben uns entschieden, aufgrund des Alters auch auf die Zukunft zu schauen“, erklärt Berger. Ebenso schmerzte der Abgang von Hakki Yilmaz, der zu einem anderen Verein wechselte.

Die entstandenen Lücken wurden frühzeitig geschlossen: Zwei Winter-Neuzugänge stießen laut Berger als „absolute Qualitätsspieler“ dazu und gelten als echte Verstärkungen. Die neue Mischung aus erfahrenen Kräften und jungen Spielern scheint zu funktionieren – das Mannschaftsgefüge präsentiert sich laut Berger harmonisch und ehrgeizig.

Zuversicht für das Frühjahr

Auch die personelle Lage hat sich entspannt. Nach längeren Ausfällen sind Philip Nusterer sowie Sebastian Pusker und Johannes Pusker wieder einsatzbereit. Berger freut sich, dass nun „bis auf kleinere Verletzungen alle fit“ sind. Damit sieht er die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Frühjahrsphase gegeben. Die Stimmung im Verein beschreibt er als „sehr positiv“, das Umfeld als stabil und engagiert.

Ein besonderes Augenmerk legt er künftig auf die Entwicklung der jungen Spieler: Nach dem Abgang von Tirer sollen sie mehr Verantwortung übernehmen und das Mannschaftsgefüge prägen. Als spielstärksten Gegner der bisherigen Saison benennt Berger Maria Anzbach, das laut ihm „die ganze Liga überrascht“ habe und auch an der Tabellenspitze steht. Für Hafnerbach steht nun klar das Ziel im Vordergrund, die 30-Punkte-Marke möglichst früh zu erreichen, um mit dem Abstiegskampf nichts zu tun zu haben und gleichzeitig die nächste Generation an Leistungsträgern aufzubauen. Seine abschließenden Worte klingen wie ein Versprechen: „Wir wollen so schnell wie möglich die 30-Punkte-Marke knacken – und das mit einer Mannschaft, die gemeinsam weiter wächst.“