1. NÖN-Landesliga

SCU-GLD Kilb: Die Ikone zwischen den Pfosten soll nun wieder die Null festhalten!

SCU-GLD Kilb marschierte in der vergangenen Saison nur auf der 13. Position über die Ziellinie. Bis zum abschließenden Spieltag musste der Verein um den Klassenerhalt zittern. Ein starkes Finish hintenraus stellte final doch noch sicher, dass die Mannschaft nicht abstieg. Die beiden Erfolge über zwei Top Five Teams am Ende lieferten einen ganz wesentlichen Beitrag dazu. Daran gilt es anzuknüpfen. Die Übertrittszeit nutzten die Verantwortlichen, um im Kader an wichtigen Stellschrauben zu drehen. So dürfen sich die Fans jetzt wieder auf einen absoluten Publikumsliebling im Kasten freuen. Ligaportal unterhielt sich mit Matthias Trattner, dem Vorstand Sport.

Wie blickt man auf die letzten Monate zurück?

Matthias Trattner: „Natürlich sind wir mit der Platzierung in der Meisterschaft nicht zufrieden. Von Beginn weg wollte es nicht so richtig laufen. Diese Situation erhöht dann natürlich den Druck. Genau in den Momenten zeichnet uns zum Glück aus, dass im Umfeld alle ruhig bleiben und an einem Strang ziehen. Die Jungs arbeiteten konsequent weiter. Mitte April läuteten wir tatsächlich den Turnaround ein. In der Folge schauten etwa Siege über Zwettl, Ybbs, Korneuburg, die Admira Amateure sowie Langenrohr aus. Mit dem Schlusssprint glückte echt noch der Ligaverbleib. Wir konnten durchatmen. Kompliment an die Burschen, wie sie in der schwierigen Phase konzentriert ihr Ding durchzogen und sich auf das Wesentliche fokussierten.“

Wie agierte der Club nun am Transfermarkt?

Matthias Trattner: „Es tat sich einiges. Zahlreiche Akteure verließen uns. Florian Kraft, Julian Stöckl, Moritz Herbst, Henning Stein, Lukas Hörlendsberger, Jonas Rrudhani, David Sauer, Elias Burger sowie Felix Bass veränderten sich. Für den Letztgenannten ergab sich die Möglichkeit, zum Champion aus Scheiblingkirchen zu wechseln. Auf Seiten der Neuverpflichtungen sind Hasan Ramadan, Veli Wang, Marco Hoppi und Pascal Höfler zu nennen. Sie kommen von Slovan HAC, der U18 von St. Pölten, Melk beziehungsweise Ybbs. Für den Angriff zogen wir mit Gerald Bauer einen Routinier an Land. Er werkte zuletzt in Loosdorf. Im Tor stellen wir uns komplett neu auf. Mit Moritz Rath von Pöttsching zogen wir ein junges Talent an Land. Ganz besonders freue ich mich, dass uns im Kasten Simon Neudhart verstärkt. Das Urgestein gehörte SKU Amstetten. Dort kam er immerhin auf ein paar Einsätze in der zweithöchsten Klasse Österreichs. Er verfügt nicht nur über herausragende Fähigkeiten, sondern geht mit seiner Persönlichkeit eben auch gerne voran. Diese Mentalität wird uns sicher guttun.“

Wer schwingt das Zepter auf der Trainerbank?

Matthias Trattner: „Wir haben hier einen Tausch vorgenommen. Nach der finalen Runde gab es ein Gespräch mit Ex-Coach Paul Scharner. Dabei wurde eine Analyse vorgenommen. Final kamen wir zu dem Ergebnis, dass sich die Wege trennen. Jetzt füllt Alexander Marchat die Funktion aus. Ich denke echt, dass wir mit ihm einen absoluten Fachmann holen konnten. Er arbeitete unter anderem als Videoanalyst für Liefering und später als Co bei Hartberg oder LASK. Bei diesen Stationen sammelte er sicher umfangreiche Erfahrungen. Mit seinen 33 Jahren gehört er zur jungen Garde, ich erwarte mir daher moderne Trainingsmethoden. Pressing ist wohl ein wichtiger Aspekt des intensiven Fußballs, mit dem ich rechne. Schnelles Umschalten gehört ebenfalls dazu.“

Welche Ziele setzt sich der Verein?

Matthias Trattner: „Gerade nach der vergangenen Saison geht es darum, ja nicht wieder ganz unten hineinzurutschen. Von dem her wäre ein guter Auftakt natürlich sehr willkommen, damit man von Beginn weg Selbstvertrauen sammelt. Gleichzeitig möchten wir natürlich schon langfristig auch wieder etwas aufzubauen. Mit dem neu geholten Mann auf der Kommandobrücke halte ich das für möglich. Jedenfalls freuen sich schon alle im Club extrem auf den Start. In den beiden Tests gegen die SG Annaberg/Lilienfeld sowie den 1. Simmeringer SC möchten wir in den nächsten Tagen noch mehr zusammenwachsen. Dann sollten wir bereit sein.“