Spielberichte

Ebreichsdorf entscheidet das nächste Schützenfest für sich!

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Freitagabend empfing der ASK Ebreichsdorf den SC Retz. Die Freunde des runden Leders durften sich auf ein echtes Gipfeltreffen freuen. Der Erstgenannte hatte sich letzte Woche trotz Überzahl mit einem Remis in Wr. Neustadt zufriedengeben müssen. Nun ergab sich die Chance für ihn, mit einem vollen Erfolg am Gegner vorbeizuziehen und sich zumindest vorläufig auf die Topposition zu setzen. Die Gäste andererseits waren in der vergangenen Runde zu einem Sieg über die St. Pölten Amateure gekommen. Dieses Mal traten sie ohne Punkte vom Rasen ab. Die Heimischen zündeten ein weiteres Offensivfeuerwerk und behielten klar die Oberhand.

Fünf Bälle in Gelb/Violett auf Rasen

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Hausherren biegen auf Gewinnerstraße ab

Etwas mehr als 340 Zuschauer verfolgten den Schlager vor Ort. Die ortsansässigen Anhänger bekommen im eigenen Wohnzimmer regelmäßig eine tolle Unterhaltung geboten. Nach dem jüngsten 7:5 Triumph im Duell mit dem lokalen Kontrahenten aus der Südstadt fand sich der Support optimistisch ein. Er spekulierte auf einen erneuten vollen Erfolg. Optimalerweise wieder in Kombination mit einer aufregenden Show. In Wahrheit ging es ihnen primär aber klarerweise darum, ihre Burschen siegen zu sehn. Die Jungs wurden den Erwartungen von Beginn weg gerecht. Marco Kadlec finalisierte eine schöne Kombination durch die Mittel und stellte die Führung her. Das Auswärtsteam zeigte jedoch, dass es nicht so leicht zu biegen ist. Es lieferte die richtige Antwort, als die Matchuhr eine Viertelstunde auswies. Christian Karwas versenkte einen Freistoß. Kurioserweise schwächte genau der Schütze des Ausgleichs gleich darauf seinen Verein erheblich. Mitte der Hälfte fing er sich eine Rote ein. Von da an musste die angereiste Truppe in Unterzahl bestehen. Da lediglich Momente später Dominik Eichinger einen Elfer im Kasten versenkte, endete der Durchgang mit einem Rückstand für die Weinstädter.

Heimische legen nach

Die Retzer nahmen in der Pause eine Analyse der bisherigen Leistung vor und legten sich dann einen Fahrplan für die kommende Halbzeit zurecht. Mit dem numerischen Nachteil kann man sich natürlich leicht ausrechnen, wie die Taktik lautete. Hinten sicher stehen, irgendwie die Sturmläufe des ASK unterbinden und dann schnell umschalten. Klingt ja in der Theorie recht einfach, in Wahrheit wartete da nun eine Herkulesaufgabe. Das Auswärtsteam brachte mit Mathias Spath einen frischen Verteidiger. Er kam, um die Schotten ja dicht zu machen. Die Hausherren hatten erst letzten Samstag einen Ausschluss des Kontrahenten nicht nutzen können. Dieses Mal wollten sie es unbedingt besser machen. Entsprechend bissig setzen sie nach. Ognjen Sipka erhöhte 15 Minuten nach dem Seitenwechsel. In weiterer Folge machten es die Gastgeber sehr geschickt. Sie hielten die Wuchtel in den eigenen Reihen und bauten ihre Angriffe sehr kontrolliert auf. Im Finish trug sich Jan Mülner in die Schützenliste ein. Die Tribüne bebte. Der Käse war endgültig gegessen. Für den Schlusspunkt sorgte zwar Georgi Marincheshki, der noch einmal mit einem Penalty verkürzte, mehr als Ergebniskosmetik sollte das jedoch klarerweise nicht sein. Bald darauf pfiff der Referee ab. Ebreichsdorf entschied das nächste Spektakel für sich. Zur Belohnung schaute zumindest vorläufig der Sprung an die Tabellenspitze raus.

Stimme zum Spiel

Zeljko Ristic (Trainer ASK Ebreichsdorf):

„Schön, vor den eigenen Fans den nächsten Sieg eingefahren zu haben. Gegentreffer kassieren wir zu viele, das gefällt mir nicht. Wir sind nun seit sechs Partien ungeschlagen, holten in der Zeit 14 Punkte. Das klingt schon gut. Nächste Woche reisen wir zu St. Peter. Dort konnte man aktuell den Trainereffekt beobachten. Wir müssen die Partie absolut fokussiert in Angriff nehmen.“

Der Beste: Marco Kadlec (Mittelfeld ASK Ebreichsdorf)