Spielberichte

Ardagger trumpft im Derby ganz groß auf!

Ligaportal als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen

Freitagabend traf die SG Ardagger/Neustadtl auf den SC Raika TTI Group Wieselburg. Der Erstgenannte hatte in der vergangenen Woche eine bärenstarke Performance in der Abwehr abgeliefert und dadurch sogar ein Unentschieden von den so heimstarken Zwettlern entführt. Die Gäste andererseits waren jüngst vor den eigenen Fans zu den beiden Erfolgen über die Amstetten Amateure sowie Langenrohr gekommen. An diese Leistungen konnten sie nun ganz klar nicht anknüpfen. Sie fingen sich eine deftige Abfuhr ein. Der Kontrahent zündete ein Offensivfeuerwerk und setzte sich eindeutig durch.

Weiß-Roter Fußball auf Rasen

Foto von //unsplash.com/de/@martzzl?utm_source=unsplash&utm_medium=referral&;utm_content=creditCopyText">Marcel Strauß auf Unsplash

Auswärtsteam gerät in Rückstand

Rund 550 Zuschauer fieberten dem Nachbarschaftsduell entgegen. Die Fans des Hausherrn wussten, dass da eine hohe Hürde wartete. Gleichzeitig kannten sie die Formkurve ihrer Burschen ganz genau und die zeigte nach einem holprigen Saisonstart nach oben. Tatsächlich fanden die Jungs von Trainer Michael Unterberger von Beginn weg top in die Partie hinein. Bereits in der 13. Minute schaute die Führung heraus. Ferdinand Unterbuchschachner brachte seine Farben mit dem Spitz in Front. Lautstarker Jubel brandete auf der Tribüne auf. Frenetisch bejubelte der Support das Zwischenresultat. Der Treffer tat der Mannschaft naturgemäß besonders gut und sie dominierte in weiterer Folge das Geschehen. Es dauerte nicht lange, bis der knappe Vorsprung ausgebaut wurde. Rund eine halbe Stunde stand auf der Matchuhr, als der Referee auf Strafstoß entschied. Fabian Palzer schnappte sich die Wuchtel und verwertete humorlos. Das lief ja fast zu einfach. Die ortsansässigen Anhänger trauten ihren Augen kaum. Mit dem Ergebnis von 2:0 beendete der Schiedsrichter den Durchgang.

Braustädter saufen ab

Die Wieselburger durften soweit sicher nicht zufrieden sein. In der Pause nahmen sie einen Doppeltausch vor. Marcel Zeilinger und Dominik Latschbacher zogen sich das Trikot über. Die Heimischen kehrten mit der Startelf auf den Rasen zurück. Es existierte ja kein Grund, auch nur irgendetwas zu ändern. Die Zeit verstrich. Mitte der Hälfte warfen dann auch sie frische Kräfte ins Rennen. So verabschiedete sich etwa der Striker, der den ersten Treffer beigesteuert hatte. Sollte die Durchschlagskraft leiden? Mitnichten. Eine der Einwechslungen betraf nämlich Florian Binder. Der Mittelfeldakteur erwischte einen Toptag und drückte dem Hit seinen Stempel auf. Ihm war es zunächst vergönnt, in der 77. Minute den Deckel draufzumachen. Der Lärmpegel am Sportplatz erreichte ohrenbetäubende Sphären. Er flaute auch nicht mehr ab. Der Torschütze von soeben legte einmal nach und schließlich setzte er sogar noch den Schlusspunkt aus einem Konter in den allerletzten Sekunden. Mit dem Hattrick avancierte er diskussionslos zum Spieler der Partie. Momente später stand der Triumph fest. Ardagger bewies, dass sie nicht nur fighten, sondern sogar glänzen können. Dabei passt auch die Punkteausbeute, wie acht Zähler aus den vier jüngsten Matches eindrucksvoll belegen.

Stimme zum Spiel

Dieter Dirnberger (Sportliche Leitung SG Ardagger/Neustadtl):

„Super, im Derby so einen Erfolg einzufahren. Die Tendenz zeigt in die richtige Richtung. Bis zum 3:0 hätte ein Anschlusstreffer schon nochmals die Spannung zurückgebracht. Hintenraus gefiel das dann aber richtig gut. Da glückten uns echt tolle Angriffe!“

Der Beste: Florian Binder (Sturm SG Ardagger/Neustadtl)