In der 2. Landesliga Ost hat sich SC Hirschwang lange erfolgreich gewehrt, am Ende setzte sich FC Tulln aber mit 2:0 durch. Trainer Kristian Fitzbauer sprach von einem Spiel gegen einen „ganz tief stehenden Block“, den seine Mannschaft über 90 Minuten bearbeiten musste. Dass die Entscheidung erst spät fiel, störte ihn dabei wenig: Für ihn war der Auswärtssieg unterm Strich „voll in Ordnung“.

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Aus Sicht von Fitzbauer zeigte sich die Richtung der Partie schon sehr früh. „In den ersten Minuten waren wir klar überlegen“, sagte der Tulln-Trainer und erinnerte dabei auch an die erste große Möglichkeit. Bereits nach zwei Minuten landete ein Ball an der Stange, und genau diese Szene blieb für ihn hängen. „Ich denke, es wäre viel leichter geworden, wenn der Ball reingegangen wäre. Ist halt nicht so gewesen“, meinte er. Weil Hirschwang tief stand und wenig Räume anbot, musste Tulln geduldig bleiben. Zur Pause stand es noch 0:0, obwohl die Gäste laut ihrem Trainer weiter „alles probiert“ hatten. Die Erlösung kam dann erst in der 81. Minute, als Christoph Knasmüllner das 0:1 machte. Als Hirschwang in der Schlussphase etwas mehr riskieren musste, legte Denis Jetishi in der 89. Minute das 0:2 nach und machte den Auswärtssieg endgültig fix.
Fitzbauer hob nach dem Spiel ausdrücklich hervor, wie unangenehm die Aufgabe in Hirschwang war. „Der Gegner war in der Defensive richtig gut“, sagte er und erklärte auch, worauf sich seine Mannschaft einstellen musste. Hirschwang habe mit einem klaren Plan gespielt, tief verteidigt, auf Umschalten gesetzt und vor allem versucht, zunächst kein Gegentor zu bekommen. Genau das habe die Partie über weite Strecken zäh gemacht. Trotzdem gefiel dem Tulln-Coach, wie kontrolliert seine Mannschaft blieb. „Wir waren trotzdem bis zum 1:0 sehr geduldig, haben alles probiert“, sagte er. Entscheidend war für ihn auch, dass sein Team kaum etwas zuließ. Tulln wusste laut Fitzbauer: „Wenn wir das Erste machen, wird’s wahrscheinlich reichen.“ Dieses Gefühl bestätigte sich, weil die Gäste defensiv kaum etwas anbrennen ließen und nach der Führung nicht mehr viel zuließen.
Auch nach dem sechsten Sieg im sechsten Spiel hatte Fitzbauer keinen Grund, sich zurückzulehnen. Er lobte zwar den gesamten Auftritt seiner Mannschaft und stellte die Saisonleistung bisher klar heraus, sprach aber ebenso offen über die nächsten Schritte. „Wir können uns überall verbessern. Wir müssen im Passspiel genauer werden“, sagte der Trainer. Dazu komme, dass Tulln die vorhandenen Chancen früher nutzen müsse, damit sich solche Spiele nicht bis in die Schlussphase ziehen. Gerade deshalb hatte der Sieg für ihn auch Gewicht: Seine Mannschaft blieb ruhig, hielt das Tempo hoch und verlor gegen einen kompakten Gegner nicht die Geduld. Besonders stolz war Fitzbauer wieder auf die Abwehrarbeit. „Wir haben in sechs Spielen kein Gegentor bekommen. Das ist einfach dieses große Stück, was wir richtig gut machen“, sagte er. Mit dem 2:0 in Hirschwang hält Tulln damit nicht nur die Null, sondern auch die volle Ausbeute von 18 Punkten. Oder, wie es der Trainer selbst knapp zusammenfasste: „Mehr als drei Punkte können wir nicht machen.“