Im Spitzenspiel der 2. Landesliga Ost hat sich SC Katzelsdorf gegen SV Wienerwald mit 3:1 durchgesetzt und damit in Runde sechs ein klares Zeichen im oberen Tabellendrittel gesetzt. Patrick Kadletz sprach von einem Spiel auf hohem Niveau und sah den Führungstreffer kurz vor der Pause als Schlüsselmoment, weil Katzelsdorf danach die Räume besser nutzen und die Partie in die richtige Richtung lenken konnte.

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Dass diese Partie den Charakter eines Spitzenspiels hatte, stellte Kadletz schon in seiner ersten Einordnung klar heraus. "Es war ein sehr gutes Spiel, ein Spitzenspiel, in dem zwei sehr gute Teams aufeinandergetroffen sind", sagte der Sportliche Leiter. Dazu passte auch das Spiel auf dem Platz: hohes Tempo, viel Körperlichkeit und über weite Strecken ein offener Schlagabtausch. In der ersten Hälfte war das Match laut Kadletz "sehr ausgeglichen", wobei Wienerwald die besseren Möglichkeiten auf die frühe Führung hatte. Zweimal musste Katzelsdorfs Tormann eingreifen und hielt seine Mannschaft damit im Spiel. Gerade deshalb maß Kadletz dem 1:0 in der 43. Minute so großes Gewicht bei. Nach einem Corner konnte Wienerwald den Ball nicht sauber klären, Dominik Bartos blieb zur Stelle und brachte die Gastgeber kurz vor der Pause in Führung. "Wenn wir zu Beginn in Rückstand geraten, wird es ganz schwierig", sagte Kadletz. Umso wichtiger sei dieser Treffer gewesen: "Das 1:0 war schon ein sehr entscheidender Faktor."
Mit der Führung im Rücken kam Katzelsdorf auch nach dem Seitenwechsel gut aus der Kabine. In der 53. Minute legten die Gastgeber nach, und auch dieses Tor beschrieb Kadletz sehr konkret. Dabei zog Davor Tadijanovic über die linke Seite nach innen und schloss aus rund 18 Metern ins lange Eck ab. Für Katzelsdorf war das mehr als nur ein schöner Treffer, es war auch ein kleines Polster in einem Spiel, das bis dahin jederzeit in beide Richtungen kippen konnte. Kadletz machte aber ebenso klar, dass mit dem 2:0 noch nichts erledigt war. Wienerwald blieb im Spiel, suchte weiter den Weg nach vorne und verkürzte in der 79. Minute durch Patrick Westermayer nach einer Standardsituation auf 2:1. Damit war die Spannung sofort wieder voll da. Erst in der Nachspielzeit fiel die endgültige Entscheidung, als Katzelsdorf einen Konter setzen konnte, der Ball nach einer Abwehraktion bei Dominik Bartos landete und dieser in der 92. Minute zum 3:1 traf. "Dann war’s noch einmal spannend", sagte Kadletz über die Phase nach dem Anschlusstreffer. Mit dem späten dritten Tor war die Partie dann endgültig zugemacht.
Für Kadletz lag der Grund für den Heimsieg nicht nur in den drei Treffern, sondern vor allem in der Arbeit gegen den Ball. "Wir waren gegen den Ball extrem kompakt", sagte er, und genau das zog sich durch seine gesamte Analyse. Wienerwald sei wie erwartet ein sehr guter Gegner gewesen, körperlich stark und mit viel Zug nach vorne. Katzelsdorf habe das aber "wirklich gut verteidigt" und in den entscheidenden Phasen wenig zugelassen. Dazu kam aus seiner Sicht, dass die Umschaltmomente gut genutzt wurden. Das zeigte sich besonders beim dritten Treffer, als Wienerwald auf den Ausgleich drängte und Katzelsdorf den freien Raum hinter der gegnerischen Linie noch einmal nutzte. Kadletz sprach deshalb auch von einem Sieg, der nicht glücklich zustande gekommen sei. "Wir haben dann einfach auch unsere Umschaltmomente gut nutzen können", sagte er. Und weil die Gastgeber in den wichtigen Momenten sowohl hinten stabil als auch vorne konsequent waren, lautete sein Fazit folgerichtig: "Am Ende gehen wir als Sieger vom Platz, und das ist auch nicht unverdient."
Dass dieser Erfolg für Katzelsdorf mehr ist als nur ein gewöhnlicher Heimsieg, zeigt auch ein Blick auf die Tabelle. Nach sechs Runden hält der SC nun bei 15 Punkten und bleibt damit erster Verfolger von Spitzenreiter FC Tulln. Wienerwald bleibt trotz der Niederlage mit elf Zählern im vorderen Feld, was die Bedeutung dieses direkten Duells zusätzlich unterstreicht. Kadletz ordnete die Partie deshalb auch nicht als reinen Arbeitssieg ein, sondern als Vergleich zweier Mannschaften, die in dieser Liga zurecht oben mitmischen. "Für die 2. Landesliga war das von beiden Teams ein sehr gutes Niveau", sagte er. Gerade deshalb fällt sein Urteil umso klarer aus: Katzelsdorf hat sich in einem intensiven, lange offenen Spiel durchgesetzt, weil die Mannschaft in den entscheidenden Momenten wacher war, ihre Chancen besser nutzte und sich vom Anschlusstreffer nicht mehr aus der Ruhe bringen ließ. Für die Gastgeber war das ein Sieg, der in der Frühphase der Saison Gewicht hat.