Spielberichte

„Ab Minute 15 hatten wir das Heft in der Hand“ – Wilhelmsburg antwortet mit 4:0 auf den Rückschlag

SV Altlengbach
ASK Wilhelmsburg

In der 2. Klasse Traisental hat SV Altlengbach-Laabental gegen ASK Wilhelmsburg mit 0:4 verloren. Die Gäste brauchten nach der vorigen Niederlage zwar ein paar Minuten, fanden dann aber klar in die Spur. Sportlicher Leiter Kevin Bachler sprach von einer kontrollierten Vorstellung, in der Wilhelmsburg aus dem Spiel heraus kaum etwas zuließ und den Auswärtssieg Schritt für Schritt sauber aufbaute.

Mehrere Spieler bilden eine Mauer

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Nach der Anfangsphase kam Wilhelmsburg ins Rollen

Für Bachler begann die Partie nicht ganz ohne Ballast. Leider musste ASK Spielertrainer Daniel Sudar an diesem Tag kurzfristig beim Spiel passen und konnte daher nicht vor Ort dabei sein. Vertreten wurde er an diesem Tag durch Routinier Jovan Murisan in Kombination mit Obmann Jürgen Pinczker sowie dem Sportlichen Leiter selbst. Ein großes Lob gilt dabei insbesondere Jovan Murisan, der die Mannschaft hervorragend einstellte und bestens auf die Partie vorbereitete. Nach der Niederlage gegen St. Pölten habe man die Wirkung dieses Rückschlags anfangs schon gespürt. „Nach der Niederlage gegen St. Pölten hat man die ersten zehn Minuten eine leichte Verunsicherung in der Mannschaft gemerkt. Aber ab Minute 15 haben wir das Heft in die Hand genommen und die Partie kontrolliert“, sagte der Sportliche Leiter. Genau in dieser Entwicklung sah er auch den Kern des Spiels. Wilhelmsburg kam immer besser hinein, wurde über weite Strecken das aktivere Team und belohnte sich dann vor der Pause auch auf der Anzeigetafel. In der 26. Minute brachte Jemin Krasniqi die Gäste mit 1:0 in Führung, nur sieben Minuten später legte Peter Tiffi das 2:0 nach. Mit diesem Vorsprung ging es schließlich auch in die Kabinen.

Altlengbach blieb vor allem bei Standards ein Thema

Dass Wilhelmsburg das Spiel trotz des klaren Ergebnisses nicht auf die leichte Schulter nahm, wurde in Bachlers Aussagen ebenfalls deutlich. Er betonte, dass er nie das Gefühl gehabt habe, die Partie könnte kippen, weil Altlengbach nach vorne zu wenig aus dem Spiel heraus entwickeln konnte. „Ich habe nie die Angst gehabt, dass wir das Spiel nicht gewinnen, weil der Gegner eigentlich nur über Standards gefährlich wurde. Aus dem Spiel heraus hatten sie kaum Torchancen, darum war das Spiel eigentlich nie in Gefahr“, sagte Bachler. Das war eine klare Einordnung. Die Gastgeber waren laut seiner Sicht in der Zentrale zwar bissig und suchten immer wieder den Weg nach vorne, doch wirklich zwingend wurde es nur dann, wenn ruhende Bälle für Gefahr sorgen konnten. Im offenen Spiel ließ Wilhelmsburg hinten wenig zu und hielt die Kontrolle, von der Bachler schon für die Phase ab Minute 15 gesprochen hatte.

Mit dem 3:0 war die Sache entschieden

Die endgültige Entscheidung fiel dann erst im letzten Viertel der Partie, aus Sicht der Gäste aber folgerichtig. In der 75. Minute erhöhte Patrick Schroffenauer auf 3:0, und genau diesen Treffer bezeichnete Bachler als den klaren Wendepunkt im Ergebnis. „Der Knackpunkt war das 3:0. Zu diesem Zeitpunkt war das Spiel dann entschieden“, sagte er. Dass Wilhelmsburg danach nicht nachließ, passte zum Auftritt der gesamten Mannschaft. In der 86. Minute setzte Jemin Krasniqi mit seinem zweiten Tor an diesem Abend den Schlusspunkt zum 4:0. Damit standen am Ende nicht nur vier Auswärtstore, sondern auch drei verschiedene Torschützen im Berichtsbogen. Für Wilhelmsburg war das ein Zeichen dafür, dass sich die Spielkontrolle nicht nur in Ballbesitz, sondern auch im Ergebnis deutlich niedergeschlagen hat.

„Jeder ist für jeden gelaufen“

Besonders wichtig war Bachler nach dem Spiel, den Erfolg nicht nur an den Torschützen festzumachen. Für ihn lag die größte Stärke seiner Mannschaft in der Geschlossenheit. „Wir sind als Einheit aufgetreten, jeder ist für jeden gelaufen und wir haben das Herz am Platz gelassen. Jeder Spieler hat hundert Prozent gegeben, keiner ein Prozent weniger. Auch die Einwechselspieler waren sofort präsent, haben sich nahtlos in die Mannschaft eingefügt und ihre Aufgaben voll umgesetzt. Darum war das eine kollektive, sehr gute Mannschaftsleistung.“, sagte er. Ganz ohne Hinweis auf mögliche Verbesserungen wollte er den klaren Sieg aber auch nicht stehen lassen. „Verbesserungspotenzial gibt es immer. Die Chancenauswertung war vielleicht nicht die beste, da müssen wir in Zukunft noch klarer in den Abschlüssen werden, aber das ist zweifellos Kritik auf sehr hohem Niveau bei einem 4:0 Auswärtssieg“, meinte Bachler. Auch den Schiedsrichter bewertete er nüchtern: Es habe keine spielentscheidende Szene gegeben, die Leistung des Unparteiischen sei in Ordnung gewesen. Und noch einen Punkt wollte er ausdrücklich hervorheben: Neben der Kampfmannschaft habe auch die U23 eine starke Vorstellung geboten und sich den dritten Sieg im dritten Spiel sicherte. So war es für Wilhelmsburg unterm Strich ein Abend, der nach dem Rückschlag der Vorwoche genau zur richtigen Zeit kam.

2. Klasse Traisental: Altlengbach : Wilh.burg - 0:4 (0:2)

  • 86
    Jemin Krasniqi 0:4
  • 75
    Patrick Schroffenauer 0:3
  • 33
    Peter Tiffi 0:2
  • 26
    Jemin Krasniqi 0:1