Spielberichte

„Wir sind nie so richtig ins Spiel gekommen“ – Frankenfels kassiert ein klares 0:3

SG Hohenberg/St.Aegyd
FCU Frankenfels

In der 2. Klasse Traisental setzte sich SG Hohenberg/St.Aegyd am Freitagabend gegen FCU Frankenfels/Schwarzenbach mit 3:0 durch. Aus Sicht der Gäste lag der Hauptgrund in den eigenen Fehlern. Trainer Christian Heiberger sagte nach dem Spiel offen, seine Mannschaft habe zu viele Fehlpässe gemacht, kaum nach vorne gefunden und gegen einen aggressiven Gegner nie richtig in die Partie gefunden.

Fünf Bälle in Gelb/Violett auf Rasen

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Frankenfels kommt nicht ins Spiel

Christian Heiberger hatte schon vor dem Anpfiff mit einer unangenehmen Aufgabe gerechnet. „Wir haben genau gewusst, dass es in Hohenberg eine schwierige Partie wird“, sagte der Trainer der Gäste. Ganz schlecht begann seine Mannschaft aus seiner Sicht zwar nicht. „Wir haben zwar eigentlich ganz gut in die Partie hineingefunden, aber wir haben an diesem Tag viel mit unseren eigenen Fehlern zu tun gehabt“, so Heiberger. Trotzdem geriet Frankenfels schon in der 10. Minute in Rückstand, als Klaus Ofner das 1:0 für die Gastgeber erzielte. Danach fand der FCU laut seinem Trainer nie zu jener Sicherheit, die es in so einem Auswärtsspiel gebraucht hätte. Heiberger sprach davon, dass sich seine Mannschaft vorne zu wenig für Bälle angeboten habe und mit den vielen ungenauen Pässen Hohenberg immer wieder in gute Umschaltmomente gebracht habe. Kurz vor der Pause legte Michael Grasl dann noch das 2:0 nach, mit dem es auch in die Kabinen ging.

Das 0:2 vor der Pause schmerzt besonders

Vor allem die erste Halbzeit blieb Heiberger hängen, weil sein Team dort aus seiner Sicht zu weit weg von der eigenen Normalform war. „Wir waren immer einen Schritt zu langsam, zumindest in der ersten Halbzeit. Hohenberg war viel aggressiver, extrem gut auf uns eingestellt, und wir sind nie so richtig ins Spiel gekommen“, sagte er. Auch den Unterschied zwischen beiden Mannschaften benannte er klar. Die Gastgeber hielten die Mitte dicht, zwangen Frankenfels öfter nach außen und ließen den Gästen nur wenig Raum für saubere Lösungen. Beim ersten Treffer erinnerte Heiberger an ein Freistoßtor, das an der Mauer vorbei ins Eck gegangen sei. Noch schwerer wog für ihn aber die Szene vor dem 2:0. „Das 2:0 vor der Pause hat richtig wehgetan“, sagte er. Vorausgegangen sei ein Fehlpass in die Mitte, Hohenberg habe schnell nach vorne gespielt und den Angriff konsequent zu Ende gebracht. Insgesamt sei in der Offensive zu wenig zusammengegangen. „Man hat nie das Gefühl gehabt, dass nach vorne wirklich etwas funktioniert. Auch in der Offensive haben uns die Ideen gefehlt, dass wir zu einem richtig guten Abschluss kommen.“

Rote Karte, drittes Tor und der Blick aufs Derby

Nach dem Seitenwechsel wurde die Aufgabe für Frankenfels noch schwerer. In der 66. Minute sah Andrej Majstinik die Rote Karte, nur zwei Minuten später stellte Pascal Enne auf 3:0. Heiberger machte aus seiner Sicht kein großes Nebenthema aus dem Ausschluss. „Die rote Karte war blöd, sicher nicht optimal von meinem Spieler. Er hat sich danach auch bei der Mannschaft entschuldigt. So etwas passiert, das sind Emotionen im Spiel“, sagte der Trainer. Auch über den Schiedsrichter wollte er das Ergebnis nicht erklären. „Über die Schiedsrichterleistung kann man immer diskutieren, aber das war nicht das Entscheidende an diesem Tag.“ Den dritten Treffer bezeichnete er sogar als „schönes Tor“ und räumte am Ende ein, dass der Sieg der Gastgeber verdient war. „Wenn wir die Fehler nicht machen, passieren nicht so viele Tore. Trotzdem muss man sagen, dass Hohenberg hinten raus verdient gewonnen hat.“ Viel Zeit zum Hadern will man in Frankenfels aber nicht verlieren. „Jetzt heißt es wieder gut trainieren und uns auf das Derby gegen Türnitz zu Hause vorbereiten. Da wollen wir natürlich wieder Punkte mitnehmen, aber dafür müssen wir wieder gut Fußball spielen und eine gute Leistung zeigen.“

2. Klasse Traisental: Hohenberg/St.Aegyd : FCU Frankenfels - 3:0 (2:0)

  • 68
    Pascal Enne 3:0
  • 44
    Michael Grasl 2:0
  • 10
    Klaus Ofner 1:0