In der 2. Klasse Traisental hat SKVg Pottenbrunn gegen SV Altlengbach-Laabental einen frühen Rückstand noch in einen 3:1-Heimsieg gedreht. Nach dem 0:1 durch Onur Kayikci antwortete Lukas Schimany schnell, ehe die Gastgeber nach der Pause immer mehr Druck machten. Für den Sportlichen Leiter Sebastian Vojta lag der Knackpunkt klar im 2:1: „Mit dem 2:1 ist der Knoten geplatzt.“

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Für Pottenbrunn begann die Partie alles andere als ideal. Sebastian Vojta sprach von einem „richtigen Eigenfehler“, der gleich in den ersten Minuten bestraft wurde. In der 3. Minute brachte Onur Kayikci die Gäste mit 1:0 in Führung, und damit war Altlengbach sofort im Spiel. Entscheidend aus Sicht der Gastgeber war aber, dass die Antwort nicht lange auf sich warten ließ. Schon in der 8. Minute stellte Lukas Schimany auf 1:1, und damit war der frühe Rückstand rasch korrigiert. Vojta ordnete die erste Hälfte insgesamt als offen ein. „In der ersten Halbzeit war es eine ausgeglichene Partie“, sagte der sportliche Leiter. Dazu passte auch, dass Altlengbach vor der Pause noch einmal gefährlich wurde. So ging es mit einem 1:1 in die Kabinen, und für Pottenbrunn war zu diesem Zeitpunkt noch alles offen.
Was Vojta an diesem Abend besonders herausstrich, war die Entwicklung nach dem Seitenwechsel. Aus seiner Sicht kam Pottenbrunn „immer besser ins Spiel“ und hatte in dieser Phase „viel mehr Torchancen“. Die Gastgeber schoben das Spiel nun stärker in die Hälfte der Gäste, während Altlengbach laut Vojta defensiv „sehr kompakt“ stand und es Pottenbrunn keineswegs leicht machte. Gerade deshalb war die zweite Halbzeit keine Angelegenheit, die sich mit ein paar schnellen Angriffen erledigen ließ. Pottenbrunn musste geduldig bleiben und immer wieder anlaufen. Dass die Belohnung in dieser Phase zunächst ausblieb, machte die Aufgabe nicht einfacher. Trotzdem kippte die Partie aus Sicht von Vojta schon in dieser Phase langsam in Richtung seiner Mannschaft. „Man hat gesehen, dass wir immer mehr Druck aufgebaut haben. Dadurch ist es für Altlengbach schwieriger geworden, aus der eigenen Hälfte rauszukommen“, erklärte er. Genau dieser anhaltende Druck war für ihn der Unterschied zwischen den beiden Teams.
Das Tor, das Vojta als Wendepunkt bezeichnete, fiel in der 71. Minute. Enes Dursun traf zum 2:1, und auch die Entstehung blieb dem Pottenbrunner Funktionär in Erinnerung. „Wir haben sehr gut von hinten nach vorne kombiniert, sind über den Flügel nach vorne gekommen und Enes Dursun hat sich aus ungefähr 20 Metern ein Herz genommen“, schilderte Vojta die Szene. Der Schuss wurde noch leicht abgefälscht, der Torwart war erwischt und Pottenbrunn war erstmals an diesem Abend vorne. Für Vojta war damit die Richtung vorgegeben. „Mit dem 2:1 war der Knackpunkt erreicht. Ich glaube, dass Altlengbach danach nicht mehr zurückkommen konnte.“ Genau so entwickelte sich die Partie dann auch weiter. Pottenbrunn blieb am Drücker, und in der 82. Minute sorgte erneut Lukas Schimany mit seinem zweiten Treffer des Abends für das 3:1. Vojta fand sogar, dass das Ergebnis am Ende noch deutlicher hätte ausfallen können. „Es hätte auch 4:1 oder 5:1 enden können, wenn wir die Situationen besser ausgespielt hätten“, meinte er.
Auch nach dem Sieg überwog bei Vojta nicht bloß die Freude über die drei Punkte, sondern auch der Blick auf das, was seine Mannschaft noch verbessern kann. Positiv hob er hervor, dass Pottenbrunn „kompakt im Mittelfeld“ gewesen sei und dass man von Woche zu Woche Fortschritte sehe. Gleichzeitig sprach er aber auch klar an, wo noch etwas fehlt. „Was uns noch ein bisschen fehlt, sind die schnelleren Umschaltmomente und vor allem im letzten Drittel diese Kaltschnäuzigkeit“, sagte Vojta. Gemeint war damit nicht nur der Abschluss selbst, sondern auch die Entscheidung im richtigen Moment, ob geschossen, quergelegt oder abgespielt werden soll. Respekt fand der sportliche Leiter außerdem für den Gegner. Altlengbach habe nach der frühen Führung gut Druck gemacht und sich danach sehr kompakt hinten hineingestellt. „Da muss man erst einmal durchkommen“, meinte Vojta und ergänzte, dass Altlengbach mit zurückkehrenden verletzten Spielern „sicher noch einige Punkte holen“ werde. Auch die Leistung des Unparteiischen fiel in seinem Resümee positiv aus: „Der Schiedsrichter war sehr, sehr gut.“ Für Pottenbrunn stehen damit nach dem 3:1-Sieg nach drei Runden fünf Punkte und das Gefühl, dass die Entwicklung in die richtige Richtung geht.