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„Das war eine Machtdemonstration“ – Weißenkirchen bleibt nach 3:1 in Melk makellos

SC Melk
SC Weißenkirchen

In der 2. Landesliga West hat SC Weißenkirchen am Freitagabend bei SC Rathauskeller Melk mit 3:1 gewonnen und damit den fünften Sieg im fünften Spiel eingefahren. Trainer Genadi Petrov sprach nach dem Auswärtserfolg von einer „Machtdemonstration“ und begründete das nicht nur mit dem Ergebnis. Vor allem die konsequente Umsetzung des Matchplans, zwei vorentscheidende Standards und die klare Kontrolle über weite Strecken gaben für ihn den Ausschlag.

Fußball auf Stadionrasen

Bild von Michal Jarmoluk auf Pixabay

Frühe Führung und ein Plan, der sofort aufging

Aus Sicht der Gäste nahm die Partie genau den Verlauf, den sich Petrov vorgestellt hatte. Schon in der 8. Minute brachte Theodor Glaser Weißenkirchen mit 1:0 in Führung, zur Pause stand es 0:1, und der Trainer sah sein Team von Beginn an in der Spur. „Von der ersten bis zur letzten Minute haben wir das Spiel komplett kontrolliert, bis auf zehn Minuten zwischen der 60. und 70. Minute“, sagte Petrov. Besonders wichtig war für ihn, dass seine Mannschaft nicht nur aktiv war, sondern in beiden Richtungen sauber arbeitete. „Wir waren in beiden Phasen sehr aggressiv. Die Burschen haben den Matchplan nahe an der Perfektion umgesetzt“, meinte der Coach. Dass die ersten beiden Treffer aus Standards entstanden, passte für ihn ebenfalls ins Bild. „Wir sind da brandgefährlich, wir trainieren das, das ist kein Zufall“, sagte Petrov. Das 0:1 sei nach einem Eckball gefallen, das 0:2 durch Ondrej Chveja in der 59. Minute nach einem seitlichen Freistoß. Nur zwei Minuten später legte Chveja mit seinem zweiten Treffer des Abends auch noch das 0:3 nach.

Melk kam nur kurz auf, danach hatte Weißenkirchen wieder alles im Griff

Mit dem Doppelschlag kurz nach der Pause war die Partie praktisch entschieden, auch wenn Melk in der Folge seine beste Phase hatte. Petrov sprach selbst davon, dass seine Mannschaft nach dem 3:0 „automatisch ein paar Prozente nachgelassen“ habe. Genau in diese Phase fiel auch der Anschlusstreffer durch Bilal Dzhabrailov zum 1:3 in der 73. Minute. Viel mehr ließ Weißenkirchen nach Darstellung seines Trainers aber nicht zu. „Hinten waren wir sehr diszipliniert, wir haben den kontinuierlichen Spielaufbau durch das Zentrum nicht zugelassen“, erklärte Petrov. Dazu sei seine Mannschaft im Zentrum „extrem bissig, aggressiv und vertikal nach vorne orientiert“ gewesen und habe Melk auch über die Flügel viele Probleme bereitet. Den Gegner wollte der Trainer trotz allem nicht kleinreden. Melk sei „eine gute Mannschaft mit einem jungen Kader“, sagte er, fügte aber auch an: „Wir haben ihnen fast keine Chance gegeben, viel zu zeigen.“ Nach dem 1:3 habe sich seine Elf wieder stabilisiert und die Begegnung ohne größere Unruhe fertiggespielt.

Tabellenführer mit fünf Siegen – und ein besonderer Abend für Petrov

Nach dem Schlusspfiff ordnete Petrov den Auswärtssieg nicht als gewöhnlichen Erfolg ein, sondern als nächsten Beleg für einen starken Start in die Saison. „Wir waren entschlossener und haben viel mehr Qualität gezeigt als Melk“, sagte der Trainer. Für ihn steht fest, dass die Tabellenführung kein Zufall ist: „Diese fünf Spiele in Folge, diese fünf Siege, das ist alles andere als Zufall.“ Entsprechend groß war das Lob an seine Mannschaft, das sich wie ein roter Faden durch seine Analyse zog. „Das war Werbung für die 2. Landesliga West“, sagte Petrov, der auch die Leistung des Schiedsrichters kurz und klar beurteilte: „Die Schiedsrichterleistung war top.“ Besonders war der Abend für ihn zudem persönlich, weil es eine Rückkehr zu seinem Ex-Verein war. Gerade deshalb fiel sein Schlusswort sehr deutlich aus: „Ich ziehe meinen Hut vor meiner Mannschaft. Das war eine Top-Performance, und ich bin der glücklichste Trainer der Welt im Amateurbereich.“ Mit 15 Punkten aus fünf Spielen bleibt Weißenkirchen damit an der Spitze und sendet früh in der Saison eine klare Botschaft an die Konkurrenz.

2. Landesliga West: SC Melk : Weißenkirchen - 1:3 (0:1)

  • 73
    Bilal Dzhabrailov 1:3
  • 61
    Ondrej Chveja 0:3
  • 59
    Ondrej Chveja 0:2
  • 8
    Theodor Glaser 0:1