In der 2. Landesliga West hat SK Eggenburg am Freitag gegen SG Waidhofen/Ybbs mit 0:4 verloren. Trainer Niko Saric führte den klaren Auswärtssieg vor allem auf konzentriertes Verteidigen und starke Umschaltmomente zurück. Nach einer druckvollen Anfangsphase der Gastgeber übernahmen die Gäste das Kommando und stellten mit drei Treffern noch vor der Pause die Weichen früh auf Sieg.

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Saric sprach nach dem Spiel von "einer sehr guten Partie in der 2. Landesliga" und machte gleich deutlich, dass der Beginn alles andere als einfach war. "Die ersten zehn, 15 Minuten war Eggenburg richtig aggressiv, giftig und wollte schnell eine Entscheidung herbeiführen", sagte der Waidhofen-Trainer. Gerade diese Phase gefiel ihm aus Sicht seiner Mannschaft aber besonders gut, weil sie dem Druck standhielt. "Da haben wir sehr gut konzentriert, konsequent verteidigt und sehr diszipliniert Fußball gespielt", erklärte Saric. Nach diesen ersten Minuten kippte das Spiel laut seiner Einschätzung in Richtung der Gäste. Waidhofen übernahm das Kommando und belohnte sich in der 20. Minute mit dem 1:0 durch Niklas Schweighuber. Nur sechs Minuten später legte Dominik Kammerhofer das 2:0 nach, ehe Schweighuber in der Nachspielzeit der ersten Hälfte noch auf 3:0 stellte. Aus dem offenen Beginn war damit bis zur Pause ein klarer Zwischenstand geworden.
Für Saric war das Ergebnis nicht bloß eine Frage der Effizienz, sondern vor allem eine Folge dessen, was seine Mannschaft gegen den Ball und nach Ballgewinnen auf den Platz brachte. "Das konzentrierte, konsequente Verteidigen beziehungsweise Umschalten" nannte er als entscheidenden Unterschied. Genau darin sah er auch den roten Faden bei allen Treffern. Den ersten Angriff schilderte er mit sichtbarer Zufriedenheit: "Mit dem ersten super Umschaltmoment ist Hinterberger über rechts gegangen, dann kam ein guter Chipball auf Niklas und er macht per Kopf das 1:0." Auch das 2:0 war für ihn ein Beispiel dafür, wie er sich seine Offensive vorstellt. Gabriel Hinterberger behauptete den Ball, steckte durch, Kammerhofer ging durch und schloss zum 2:0 ab. Das 3:0 kurz vor der Pause bezeichnete Saric ebenfalls als "Topaktion", weil Schweighuber nach Zuspiel von Hinterberger entschlossen abschloss. Und auch das 4:0 in der 70. Minute passte für ihn ins Bild: Nach einem weiteren Umschaltmoment gab es den Strafstoß, den Gabriel Hinterberger zum 4:0 verwertete. "Es waren alle vier Tore top", sagte Saric, der seine Mannschaft für die Umsetzung ausdrücklich lobte: "Das war genau das, was ich von meiner Offensivabteilung einfordere."
Trotz des klaren Ergebnisses wollte Saric den Gegner nicht kleinreden. Eggenburg habe, so der Trainer, "drei richtig gute Unterschiedsspieler und viele gute junge Spieler". Genau deshalb stufte er die Leistung seiner Mannschaft umso höher ein, weil sie diese Qualitäten über weite Strecken gut neutralisierte. "Wir haben das sehr, sehr gut neutralisiert", sagte er, schob aber auch nach, dass man so etwas "nicht über 90 Minuten verteidigen" könne. Gleichzeitig beließ es der Waidhofen-Coach nicht beim Lob. Verbesserungspotenzial sieht er weiterhin darin, dem Gegner "so wenig wie möglich Zugriff auf unser Spiel" zu geben. Ganz zufrieden klang er trotz des 4:0 also nicht. "Jetzt war es die zweite Reaktion, aber das ist noch immer zu wenig. Wir wollen noch drei, vier Reaktionen von ihnen sehen. Dann sind wir zufrieden mit unserer Mannschaft", stellte Saric klar. Einer seiner Sätze blieb dabei besonders hängen, weil er die Sicht des Trainers auf diesen Abend knapp zusammenfasst: "Vielleicht wollten wir den Sieg mehr als Eggenburg." Mit dem Erfolg hält Waidhofen nach fünf Runden bei zehn Punkten und hat den Anschluss an die Spitzengruppe gefestigt.