Spielberichte

„Der Unterschied war: Wir machen die Tore“ – Lilienfeld feiert ersten Heimsieg

SG Annaberg/Lilienfeld
USV Langenlois

In der 2. Landesliga West hat SG Annaberg/SC PREFA Lilienfeld mit dem 5:1 gegen den USV Langenlois ein deutliches Ausrufezeichen gesetzt. Vor allem die starke erste Halbzeit mit dem 3:0 zur Pause war aus Sicht von Obmann Gernot Edy der Schlüssel. „Der Unterschied war: Wir machen die Tore“, sagte er nach dem ersten Heimsieg der Saison und stellte einmal mehr die geschlossene Mannschaftsleistung in den Vordergrund.

Fußballspieler holt zum Schuss aus

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Früher Standard, viel Druck und drei Tore bis zur Pause

Für Edy begann der Abend genau so, wie sich Lilienfeld das vorgestellt hatte. „Es gibt keine Einzelpersonen, die Mannschaft steht im Vordergrund“, sagte der Obmann, und genau dieses Kollektiv habe vom Anpfiff weg den Ton angegeben. Die Gastgeber entwickelten laut seiner Einschätzung „von der ersten Minute an Druck auf das Tor von Langenlois“ und belohnten sich diesmal auch früh dafür. In der 12. Minute brachte Islam Hikal seine Mannschaft 1:0 in Führung, noch dazu nach einer Standardsituation, die laut Edy immer wieder trainiert wird und deshalb „ganz, ganz wichtig“ gewesen sei. Lilienfeld blieb danach am Drücker, legte in der 21. Minute durch Engincan Gündogdu das 2:0 nach und zwang den Gegner weiterhin zu Fehlern. Das 3:0 kurz vor der Pause fiel als Eigentor von Ufuk-Cem Ucar, für Edy aber ebenfalls als Folge des hohen Drucks, den seine Mannschaft aufgebaut hatte. „Chance um Chance“ habe sich Lilienfeld in dieser Phase erspielt, meinte er, und ergänzte sogar: „Es hätte zur Halbzeit auch 5:0 stehen können.“

Nach dem 3:1 blieb es kurz offen, dann zog Lilienfeld wieder weg

Ganz erledigt war die Partie trotz der klaren Pausenführung noch nicht. Edy schilderte, dass Langenlois zu Beginn der zweiten Hälfte das System umstellte und seine Mannschaft dadurch „etwas mehr Platz gelassen“ habe, gleichzeitig aber selbst besser ins Spiel gekommen sei. In dieser Phase verkürzte Florian Bauer in der 63. Minute auf 3:1, und damit war für einige Minuten zumindest wieder ein anderer Spielverlauf möglich. „Wenn man in dieser Phase das 3:2 bekommt, wäre es vielleicht noch eng geworden“, sagte Edy offen. Gerade deshalb maß er der Reaktion seiner Mannschaft viel Bedeutung bei. Lilienfeld ließ in dieser Phase zwar einige Möglichkeiten liegen, blieb aber in den Umschaltmomenten gefährlich und arbeitete sich laut Edy weiterhin viele Chancen heraus. Die Entscheidung fiel dann in der 76. Minute, als Mohamed Gad El Rab El Sayed einen Elfmeter zum 4:1 verwertete. Spätestens damit war der Widerstand der Gäste gebrochen. In der Nachspielzeit setzte Piotr Pawlowski mit dem 5:1 den Schlusspunkt. Für Edy passte dieses Ergebnis zur gesamten Vorstellung: „Lilienfeld macht die Tore, Langenlois hätte natürlich auch Möglichkeiten gehabt und macht die Tore nicht. Fußball ist ein Ergebnissport.“

Lob für den Gegner, korrekte Entscheidung und der Blick nach vorne

Trotz des klaren Resultats sprach Edy sehr respektvoll über den Gegner. Langenlois sei „eine extrem gute Mannschaft“, robust, läuferisch stark, kämpferisch stark und auch spielerisch gut, sagte er. Dass die Gäste vor dieser Runde noch ungeschlagen gewesen waren, komme nicht von ungefähr, und Edy ist überzeugt, dass sie in dieser Saison noch viele Punkte holen werden. Erwähnenswert war für ihn auch eine Szene gegen Ende der Partie, als ein weiterer Lilienfelder Treffer wegen Abseits aberkannt wurde. Von außen sei das schwer zu sehen gewesen, erklärte er, letztlich sei die Abseitsentscheidung aber wohl richtig gewesen. Für Lilienfeld bleibt unter dem Strich ein „super erster Heimsieg“ und laut Edy vor allem die Bestätigung, dass die Mannschaft schon in den Wochen davor viel richtig gemacht habe, nur vor dem Tor nicht konsequent genug gewesen sei. Nun gehe es darum, „Mund abputzen und nächste Woche sehr gut trainieren“, denn auswärts wartet mit Tabellenführer SC Weißenkirchen laut Edy ein „extrem, extrem schweres“ Spiel.

2. Landesliga West: Annaberg/Lilienfeld : Langenlois - 5:1 (3:0)

  • 93
    Piotr Pawlowski 5:1
  • 76
    Mohamed Gad El Rab El Sayed 4:1
  • 63
    Florian Bauer 3:1
  • 35
    Eigentor durch Ufuk-Cem Ucar 3:0
  • 21
    Engincan Gündogdu 2:0
  • 12
    Islam Hikal 1:0