In der 2. Landesliga Ost hat SV Stockerau am Freitagabend gegen den FC Klosterneuburg einen klaren 5:2-Heimsieg gefeiert. Die Gastgeber gingen früh in Führung, ließen sich vom Anschlusstreffer vor der Pause nicht aus der Ruhe bringen und legten nach dem Seitenwechsel sofort nach. Für den sportlichen Leiter Patrick Jenisch war vor allem das rasche 3:1 entscheidend, zudem sah er den größten Unterschied in der starken Offensivreihe.

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Schon die Anfangsphase lief ganz nach dem Geschmack der Stockerauer. Jenisch sagte: "Wir waren von Beginn an dominant." Diese Überlegenheit stand auch schnell auf der Anzeigetafel. In der 12. Minute fiel das 1:0 durch Niklas Radwanovsky. Nur fünf Minuten später legte derselbe Spieler nach und erhöhte auf 2:0. Stockerau hatte das Spiel damit früh in der Hand, doch ganz entspannt wurde der Abend noch nicht. In der 27. Minute verkürzte Sebastian Spiess auf 2:1, und genau dieser Gegentreffer ärgerte Jenisch trotz des später deutlichen Erfolgs. "Da waren wir mit dem Kopf nicht bei der Sache", sagte er und erinnerte daran, dass seine Mannschaft nach Führungen zuletzt schon öfter zu schnell wieder etwas hergegeben hatte. Mit diesem 2:1 ging es schließlich auch in die Pause.
Was nach dem Seitenwechsel passierte, war für Jenisch der eigentliche Schlüssel zu diesem Heimsieg. "Das Wichtigste war nur Augenblicke nach der Pause das 3:1", betonte der sportliche Leiter. Daniel Griessler traf in der 49. Minute zum 3:1. Für Jenisch war das nicht nur ein wichtiger Treffer, sondern auch "gleichzeitig das schönste Tor des Spiels". Mit diesem Tor bekam Stockerau die Partie wieder klar auf seine Seite. Danach blieben die Gastgeber am Drücker und kamen, wie Jenisch es formulierte, zu "Chancen am fließenden Band". In der 63. Minute fiel das 4:1 als Eigentor von Elias Zessner-Spitzenberg. Zwar brachte Sebastian Spiess Klosterneuburg in der 70. Minute noch einmal auf 2:4 heran, doch in der Nachspielzeit setzte Florian Frithum mit dem 5:2 den Schlusspunkt.
Warum das Spiel trotz der beiden Gegentreffer nie wirklich zu kippen drohte, erklärte Jenisch vor allem mit der Qualität seiner vorderen Reihe. "Die größte Stärke war an diesem Tag einfach die individuelle Klasse", sagte er. Besonders hob er Oliver Ifkovits, Doppelpacker Radwanovsky und Griessler hervor. Diese Spieler sorgten immer wieder dafür, dass Stockerau nach vorne gefährlich blieb und aus guten Phasen auch Zählbares machte. Den Gästen stellte Jenisch dabei kein schlechtes Zeugnis aus. Er sprach von einer "bissigen" Mannschaft, die von Beginn an versucht habe, Fußball zu spielen. Den Unterschied sah er aber darin, dass Stockerau jene Spieler in seinen Reihen hatte, die auf diesem Niveau eben den Ausschlag geben. So war für ihn auch nach dem 2:1 vor der Pause und dem späteren 4:2 nie das Gefühl da, dass das Spiel noch ernsthaft wegkippen könnte.
Ganz ohne Kritik wollte Jenisch den Abend dennoch nicht stehen lassen. Ihn störte vor allem, dass seine Mannschaft nach einer 2:0-Führung wieder zu schnell einen Gegentreffer hinnehmen musste. "Das sollten wir abstellen", sagte er und sprach dabei von zu lockeren Aktionen, die seiner Mannschaft in solchen Phasen noch immer passieren. Gleichzeitig blieb seine Gesamteinordnung eindeutig. "Es war jetzt nie eine richtige Gefahr von Klosterneuburg da", sagte Jenisch, der den Sieg über die gesamte Spielzeit als absolut verdient einstufte. Mit dem 5:2 hält Stockerau nun bei zehn Punkten und nimmt aus diesem Abend vor allem mit, dass die Offensive Spiele klar in die richtige Richtung ziehen kann, wenn die Konzentration bis zum Schluss hoch bleibt.