In der 2. Landesliga West ist der SC Gmünd am Samstagabend gegen den SK Eggenburg mit 1:7 unter die Räder gekommen. Nach einem 0:6 zur Pause war die Partie früh entschieden, auch wenn Gmünd nach dem Seitenwechsel zumindest den Ehrentreffer durch Martin Held erzielte. Wolfgang Dürnitzhofer machte vor allem die Anfangsphase und die fehlende Zweikampfhärte als Hauptgründe für die klare Niederlage aus.

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Schon in den ersten Minuten lief die Partie den Gmündern komplett davon. In der 7. Minute brachte Mario Rekirsch die Gäste in Führung, nur eine Minute später erhöhte Thomas Reichenvater bereits auf 0:2. Für Wolfgang Dürnitzhofer war damit der Ton dieses Abends früh gesetzt. "Durch die schnellen Gegentore in den Anfangsminuten war die Niederlage sehr klar und eindeutig", sagte der Obmann-Stellvertreter. Gmünd habe danach nicht die richtige Antwort gefunden. "Wir haben geglaubt, wir gewinnen das Spiel im Stehen und nicht im Kampf, mit Wille und Ehrgeiz", erklärte Dürnitzhofer. Eggenburg blieb dagegen kaltschnäuzig, legte durch Philip Hogl in der 23. Minute und Tobias Walla nur zwei Minuten später nach, ehe Rekirsch mit seinem zweiten Treffer in Minute 34 und Reichenvater in Minute 38 schon vor dem Pausenpfiff auf 0:6 stellten.
Dass die Gastgeber trotz des klaren Rückstands weiter nach vorne spielten, wertete Dürnitzhofer im Rückblick sogar als Teil des Problems in dieser einseitigen ersten Hälfte. "Nach jedem erhaltenen Tor haben wir weiter offensiv agiert, sodass sie wieder ein Tor nach dem anderen erzielt haben", sagte er. Einzelne Gegentreffer wären aus seiner Sicht vermeidbar gewesen, beim 0:3 erinnerte er sich aber ausdrücklich an "eine schön herausgespielte Aktion von Eggenburg". Nach dem Seitenwechsel zeigte Gmünd zumindest eine Reaktion und verkürzte in der 48. Minute durch Martin Held auf 1:6. Dürnitzhofer meinte, seine Mannschaft habe danach versucht, "das Spiel in die Hand zu nehmen", und Eggenburg sei in dieser Phase deutlich weniger präsent gewesen. Ein weiterer Treffer gelang den Hausherren aber nicht mehr. Den Schlusspunkt setzte stattdessen Rekirsch, der in der 87. Minute seinen dritten Treffer zum 1:7-Endstand erzielte.
Der Unterschied zwischen den beiden Teams lag für den Gmünder Funktionär weniger in einzelnen Momenten als in der gesamten Herangehensweise. "Der Gegner war am heutigen Tag aggressiver. Der Siegeswille war bei Eggenburg da und wir waren zu passiv unterwegs", brachte es Dürnitzhofer auf den Punkt. Besonders das schnelle und direkte Spiel der Gäste habe Probleme bereitet. Mit wenigen Pässen sei Eggenburg immer wieder in den Strafraum gekommen und habe von Beginn an Druck gemacht. Gmünd dagegen habe "keine Zweikämpfe gewonnen" und zu sehr darauf vertraut, dass normales Passspiel reichen würde. Bei aller Enttäuschung betonte Dürnitzhofer aber auch, dass die Partie auf beiden Seiten fair geblieben sei. Diskussionen habe es keine gegeben, und dem Schiedsrichter bescheinigte er eine "ausgezeichnete Leistung".
Damit blieb für Gmünd am Ende eine Niederlage, die nicht nur wegen des Ergebnisses, sondern vor allem wegen des Verlaufs schwer wiegt. "Man muss die Niederlage in dieser Höhe hinnehmen. Vielleicht ist sie etwas zu hoch ausgefallen, aber für die Zuschauer ist das natürlich enttäuschend", sagte Dürnitzhofer. Dass die Partie schon zur Pause praktisch entschieden war, machte den Abend für die Gastgeber besonders bitter. Dennoch wollte der Vereinsvertreter den Blick nicht nur auf dieses 1:7 richten. "Es gibt noch acht Spiele, in denen man punkten kann. Wir müssen schauen, dass wir in den nächsten Spielen besser agieren als hier zu Hause gegen Eggenburg", sagte er. Nach diesem klaren Rückschlag wird es für Gmünd nun vor allem darum gehen, wieder mit mehr Kampfgeist und Präsenz aufzutreten.