1. NÖN-Landesliga

SV Langenrohr: Neustart auf einem tollen Fundament

Der SV Langenrohr beendete die letzte Saison auf dem bärenstarken vierten Rang. Den riesigen Erfolg verantwortete Trainerdino August Baumühlner auf der Betreuerbank. Mit der abschließenden Runde verabschiedete er sich in die Fußballpension, nachdem er in dieser Verantwortung etwas mehr als 16 Jahre durchgehend für seinen Herzensclub tätig war. Insofern hinterlässt er seinem Nachfolger eine hervorragende Basis für die Zukunft. Obmann Anton Resch gab Ligaportal ein ausführliches Interview darüber, wie er die abgelaufene Spielzeit bewertet und was er sich von der kommenden Spielzeit erwartet.

Wie blickt man auf die vergangene Meisterschaft zurück?

Anton Resch: „Diese gestaltete sich für uns sensationell. Der Kader verfügte über eine gute Struktur und das Kollektiv stand im Vordergrund. Bei Einwechslungen wurden wir nicht schwächer. Über die Runden hinweg festigte sich das ganze Gebilde immer mehr. Speziell im Herbst punkteten wir extremst fleißig. Man muss wohl sagen, dass wir zu dem Zeitpunkt teilweise vielleicht sogar über unseren Verhältnissen agierten. Zu Beginn des Frühjahrs sah sich das Team mit einer heiklen Phase konfrontiert. Selbst da gelang es aber, wieder in die Spur zu kommen. So war die äußerst erfreuliche Platzierung möglich.“

Transfertechnisch passierte etwas?

Anton Resch: „Angreifer Cedric Dalmeida verließ uns in Richtung Großebersdorf. Mit Nikola Ivic verabschiedete sich ein weiterer Offensiver. Er schloss sich ASV Hohenau an. Wir reagierten darauf mit der Verpflichtung von Valentin Dies. Das Talent kommt von den SKN St. Pölten Amateuren. Er ist uns also bestens von den direkten Duellen bekannt. Mit seinen 19 Jahren verfolgt er noch das Ziel einer Profikarriere. Ich erwarte also einen topmotivierten Stürmer, der mit seinen Leistungen auf sich aufmerksam machen möchte. Für das Mittelfeld zogen wir Jonas Fürst an Land. Er trug jüngst das Trikot vom SK Treibach und fühlt sich als Sechser wohl. Eine Linie weiter vorne verfügt Marcel Stöhr, eine weitere Verpflichtung, über seine Stärken. Er durchlief den Nachwuchs von Rapid. Für ihn stand ein Ende seiner Karriere im Raum. Bei uns dürfte er jetzt aber wieder so richtig die Lust am Kicken finden. Der Techniker fühlt sich wohl. Ich hoffe, dass er sein Potential bei uns auf den Rasen bringt.“

Wer sitzt nun auf der Trainerbank?

Anton Resch: „Nachdem feststand, dass August Baumühlner echt nicht mehr weitermacht, beschäftigten wir uns intensiv mit der Nachfolgersuche. Bereits im März trafen wir eine Entscheidung. Die Wahl fiel auf Nikolaus Schilhan, der in der Vergangenheit auch schon bei Siegendorf in der Funktion werkte. Ich würde ihn als modernen Coach beschreiben. Meiner Meinung nach legt er sehr auf spielerische Lösungen wert. Gleichzeitig wissen wir natürlich alle, dass man gerade in der Liga nur mit der richtigen kämpferischen Mentalität bestehen kann. Das ist auch ihm bewusst.“

Wie lautet die Zielsetzung?

Anton Resch: „Jetzt geht es zunächst darum, dass der Trainer und die Mannschaft so schnell wie möglich zusammenwachsen. Dabei helfen natürlich auch ganz wesentlich die Testmatches. Zum Start bogen wir Eggenburg 5:2. Gegen Red Star Penzing sowie TWL Elektra kassierten wir eine Niederlage. Das macht mich nicht nervös. Im Duell mit dem Letztgenannten trafen wir etwa in der ersten halben Stunde doppelt. Zum Ende hin drehte der Kontrahent das Ergebnis. Der Umstand war sicher auch eine Folge der vielen Wechsel. Nächsten Freitag steigt die Generalprobe. Da wartet Würmla auf uns. Und dann freuen wir uns unmittelbar auf einen richtigen Kracher in der Auftaktrunde. Wir empfangen Wr. Neustadt. Das wird also gleich ein richtiger Gradmesser. Insgesamt, so denke ich, sollte eine Platzierung zwischen dem dritten und siebenten Rang möglich sein.“