Spielberichte

„Von Anfang bis zum Ende überragend“ – Tulln mit einer der besten Leistungen der letzten zwei Jahre

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FC Tulln
SC Brunn/Geb.

In der 2. Landesliga Ost hat FC Tulln mit einem 7:1 gegen SC Brunn/Geb. ein deutliches Ausrufezeichen gesetzt. Trainer Kristian Fitzbauer sprach danach von einer „überragenden“ Vorstellung und ordnete den Auftritt als eine der besten Leistungen seiner Mannschaft in dieser Saison, vielleicht sogar der vergangenen zwei Jahre ein. Vor allem das geschlossene Auftreten und die Konsequenz über die gesamten 90 Minuten blieben ihm dabei besonders hängen.

Weitwinkelaufnahme eines Fußballspiels mit Flutlicht

Foto von Abigail Keenan auf Unsplash

Frühe Führung legt die Richtung fest

Die Tullner waren von Beginn an voll da und setzten gleich früh jene Akzente, die dem Spiel schnell eine klare Richtung gaben. Schon in der 5. Minute brachte Robin Josefik die Gastgeber mit 1:0 in Führung. Nur sechs Minuten später stand es bereits 2:0, nachdem Manuel Szupper den Ball ins eigene Tor gelenkt hatte. Ganz erledigt war die Sache damit aber noch nicht, denn Brunn kam in der 15. Minute durch Maximilian Kerschner auf 2:1 heran. Gerade in dieser Phase zeigte sich dann, warum Fitzbauer seiner Mannschaft ein so großes Kompliment machte. Tulln ließ sich von diesem Gegentor nicht aus der Bahn bringen, blieb aktiv und stellte noch vor der Pause wieder auf zwei Tore Abstand. In der 25. Minute traf Ossi Refai zum 3:1, ein Tor, das der Trainer nach dem Spiel besonders hervorhob. „Das dritte Tor war natürlich rausgespielt, dann eine überragende Einzelaktion mit einem unglaublich schönen Weitschuss“, sagte Fitzbauer. Es war für ihn eines von mehreren schönen Toren dieses Nachmittags, aber eben eines, das auch sinnbildlich für die Spielfreude seiner Mannschaft stand.

Tulln bleibt nach der Pause am Drücker

Mit dem 3:1 zur Halbzeit hatte Tulln bereits eine starke Ausgangslage, doch die Gastgeber beließen es nicht dabei. Statt das Ergebnis zu verwalten, legte die Mannschaft nach dem Seitenwechsel sofort wieder nach. Justin Mwatero erhöhte in der 51. Minute auf 4:1 und machte damit deutlich, dass Tulln das Spiel weiter kontrollieren wollte. Genau diese Linie meinte Fitzbauer, als er von einer Leistung sprach, die „von Anfang bis zum Ende überragend“ gewesen sei. Einen einzelnen Wendepunkt wollte er gar nicht ausmachen. Für ihn war nicht eine Szene ausschlaggebend, sondern die Art und Weise, wie seine Mannschaft das gesamte Spiel anging. „Man hat von der ersten Minute an gesehen, dass wir das Spiel unbedingt gewinnen wollen und dominant sein wollen, positiv auftreten, eine gute Energie haben“, sagte der Tulln-Trainer. Diese Energie blieb auch nach dem vierten Treffer sichtbar. Mwatero schnürte in der 63. Minute mit dem 5:1 seinen Doppelpack, Christoph Knasmüllner stellte fünf Minuten später auf 6:1, ehe Mwatero in der 78. Minute auch noch sein drittes Tor nachlegte und den 7:1-Endstand fixierte. Dass Tulln nach dem Anschlusstreffer des Gegners nicht nachließ, sondern weiter klar im Vorwärtsgang blieb, war aus Sicht des Trainers der eigentliche Kern dieser starken Vorstellung.

„Die Jungs freuen sich miteinander“

Mindestens so wichtig wie das Ergebnis selbst war Fitzbauer nach dem Schlusspfiff das Auftreten seiner Mannschaft als Einheit. Er sprach nicht zuerst über Tabellenstand oder Torverhältnis, sondern über das, was sich aus seiner Sicht in den vergangenen Jahren entwickelt hat. „Was mich wirklich stolz macht, ist dieses unglaubliche gemeinsame Auftreten. Da ist es egal, ob einer von der Bank kommt oder ob er von Anfang an spielt“, sagte er. Gerade bei einem so klaren Sieg sei das für ihn entscheidend, weil es zeige, dass der Kader nicht nur sportlich funktioniere, sondern auch als Gruppe. „Die Jungs freuen sich miteinander, die Jungs geben gemeinsam Gas. Um dieses Mannschaftsgefüge geht’s einfach.“ Fitzbauer führte weiter aus, dass sich ein gutes Umfeld nun bezahlt mache: „Da sieht man, dass wir in den letzten Jahren ein richtig gutes Umfeld geschaffen haben, was sich jetzt natürlich doppelt, dreifach auszahlt.“ Diese Aussagen passten gut zu einem Spiel, in dem Tulln nicht nachließ und in dem mehrere Spieler ihren Beitrag leisteten. Der Trainer stellte dabei bewusst das Kollektiv vor jede Einzelleistung, auch wenn einzelne Tore wie jenes von Refai oder der Dreierpack von Mwatero besonders auffielen.

Großer Respekt vor Brunn und ein runder Tag für Tulln

Trotz des klaren 7:1 vermied Fitzbauer jede überzogene Einordnung auf Kosten des Gegners. Im Gegenteil: Er betonte ausdrücklich, dass Brunn für ihn weiterhin eine Spitzenmannschaft sei. „Brunn ist eine richtige Spitzenmannschaft, die in den letzten Jahren gezeigt hat, was sie können“, sagte er und erinnerte daran, dass der Gegner im Vorjahr zu Recht Meister geworden sei und auch heuer seiner Meinung nach eine gute Hinrunde spiele. Der Trainer ordnete das Resultat deshalb sehr bewusst ein und meinte, Brunn sei „vielleicht auch ein bisschen unter Wert geschlagen worden“. Damit schlug er einen Ton an, der zu seinem gesamten Auftritt nach dem Spiel passte: viel Zufriedenheit mit der eigenen Mannschaft, aber zugleich Respekt vor dem Gegner. Auch den Auftritt des Schiedsrichters beurteilte er nüchtern. „Im Großen und Ganzen hat er es gut geleitet, das war schon in Ordnung.“ Für Tulln war es damit ein rundum gelungener Nachmittag, der auch in der Tabelle Wirkung zeigt: Nach sieben Runden hält Tulln bei 21 Punkten und damit weiter an der Spitze. Zum Schluss wurde Fitzbauer noch persönlich. Er bedankte sich ausdrücklich „bei der Mannschaft für die Glückwünsche zum Geburtstag und auch für die Leistung“ und richtete zudem einen Dank an die zahlreichen Besucher sowie an den Verein. Nach einem 7:1, das er selbst als eine der besten Leistungen der letzten Jahre einstufte, passte dieser Schlusspunkt zu einem Tag, an dem für Tulln fast alles zusammenlief.

2. Landesliga Ost: FC Tulln : Brunn/Geb. - 7:1 (3:1)

  • 78
    Justin Mwatero 7:1
  • 68
    Christoph Knasmüllner 6:1
  • 63
    Justin Mwatero 5:1
  • 51
    Justin Mwatero 4:1
  • 25
    Ossi Refai 3:1
  • 15
    Maximilian Kerschner 2:1
  • 11
    Eigentor durch Manuel Szupper 2:0
  • 5
    Robin Josefik 1:0