Spielberichte

SV Ebenthal: „Wir möchten vorne mitspielen“

SV Ebenthal

In der Bezirksklasse Weinviertel will der SV Ebenthal nach Platz sechs nicht im Mittelfeld stehen bleiben. Im Gespräch mit Ligaportal ordnet Martin Weick, Co-Trainer des SV Ebenthal, die vergangene Saison als ordentlich ein, stellt mit Jungmann Kauf den neuen Trainer vor und formuliert für die kommende Spielzeit ein klares, aber bewusst maßvolles Ziel. Große Töne schlägt der Verein nicht an, die Richtung ist dennoch eindeutig: Das obere Drittel soll her.

Mann hält Anzeigetafel, die eine Nachspielzeit von sieben Minuten anzeigt

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Eine Saison ohne große Ausschläge

Die Bilanz in Ebenthal fällt nüchtern aus. „Es hat Höhen und Tiefen gegeben, aber grundsätzlich war es okay“, sagt Weick über die abgelaufene Runde. Viel weiter ausführen wollte der Co-Trainer die Saison nicht, doch schon dieser Satz beschreibt die Lage recht treffend. Der SV Ebenthal landete am Ende auf Rang sechs und damit in jenem Bereich der Tabelle, der weder Euphorie auslöst noch Unruhe erzeugt.

Auch der Schlussspurt passte zu dieser Einordnung. Aus den letzten fünf Meisterschaftsspielen holte die Mannschaft nur einen Sieg, dazu kamen vier Niederlagen. Eine Saison, die intern als „okay“ verbucht wird, hatte also durchaus schwankende Phasen. Genau darin liegt der Kern der bisherigen Bewertung: Für einen größeren Wurf reichte es nicht, von einer Enttäuschung will in Ebenthal aber ebenfalls niemand sprechen.

Frischer Impuls auf der Trainerbank

Die deutlichste Veränderung vor der neuen Saison gibt es an der Seitenlinie. „Wir haben einen neuen Trainer, Jungmann Kauf“, berichtet Weick. Viel mehr verriet der Co-Trainer dazu noch nicht, dennoch ist klar, dass der Verein sportlich einen neuen Impuls setzt. Aussagen zu inhaltlichen Schwerpunkten in der Vorbereitung oder zu konkreten Baustellen auf dem Platz blieben diesmal aus.

Ähnlich zurückhaltend fiel der Blick auf den Kader aus. Weick bestätigte nur, dass es bereits Neuzugänge und Abgänge gebe. Zumindest in einem Punkt ist die Lage übersichtlich: Verletzte, Rückkehrer oder längere Ausfälle sind aktuell kein Thema. Der Verein startet also ohne bekannte personelle Sorgen in die Sommerphase, auch wenn das Gesamtbild des Kaders noch nicht vollständig sichtbar ist.

Das obere Drittel als klare Marke

Bei der Zielsetzung wurde Weick dann deutlich konkreter. „Wir möchten vorne mitspielen. Nicht zwingend Meister, aber ins obere Drittel wollen wir kommen.“ Nach einem sechsten Platz ist das ein nachvollziehbarer Anspruch. Der SV Ebenthal kündigt keinen Angriff mit aller Gewalt an, will sich aber auch nicht noch einmal mit einer Saison im breiten Mittelfeld zufriedengeben.

Die Richtung ist damit klar. Der neue Trainer soll neue Energie hineinbringen, dazu kommen weitere Spieler, auch wenn ihre Namen noch offen sind. Aus einer Mannschaft, die zuletzt zwischen guten Phasen und Rückschlägen pendelte, soll nun ein Team werden, das sich weiter oben festsetzt. Vom Titel spricht in Ebenthal deshalb noch niemand, der Anspruch geht aber klar über einen Platz im Mittelfeld hinaus.