Nach einem intensiven Auswärtsspiel in Hofstetten zog Stefan Kogler eine nüchterne Bilanz für seinen USC Mank. Der Coach sprach von einem verdienten 2:0 bei Sportunion Hofstetten-Grünau in der 1. Klasse West-Mitte, ohne die eigene Leistung zu verklären: „Insgesamt war es ein verdienter Sieg für uns, wobei man sagen muss, dass wir in der zweiten Halbzeit nicht mehr so konsequent und gut gespielt haben wie in der ersten. Deswegen konnten wir das Spiel nicht vorzeitig entscheiden.“ Gleichzeitig würdigte er den Widerstand des Gegners und die Intensität der Partie, die schließlich auch personelle Folgen hatte.

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„Wir sind sehr gut in die Partie gestartet. Sie war am Anfang sehr intensiv, aber wir haben gleich unsere erste Chance genutzt. Das hatten wir uns vorgenommen und die Jungs haben das sehr gut umgesetzt – deshalb können wir mit dem Spiel sehr zufrieden sein.“ Früh stellte Mank die Weichen: In der 10. Minute traf Christopher Kerschner zum 1:0, in der 18. Minute erhöhte Andreas Zimola auf 2:0. Zur Pause stand es 2:0; da nach dem Seitenwechsel die Konsequenz nachließ, blieb es beim Ergebnis aus der Anfangsphase, das den starken Start der Gäste in Hofstetten unterstrich.
Kogler zeichnete ein klares Bild der Kräfteverhältnisse: „In der ersten Halbzeit hatten wir mehr Kontrolle. In der zweiten Halbzeit war das Spiel ziemlich ausgeglichen.“ Trotz dieses Schwenks betonte er die Überlegenheit im Chancenbild: „Das Chancenplus lag klar auf unserer Seite, aber Hofstetten hat nie aufgegeben und immer wieder versucht, zurückzukommen.“ Genau dieser Mix aus eigener Dominanz und gegnerischer Beharrlichkeit erklärt, warum die Manker Führung nicht weiter ausgebaut wurde – „deswegen konnten wir das Spiel nicht vorzeitig entscheiden“, wie er einordnete.
Gefährliche Momente nach ruhenden Bällen blieben rar: „Es gab auf beiden Seiten wenig Standardsituationen und wenn, dann wurden die nicht wirklich gefährlich. Ich glaube, Hofstetten hatte einmal nach einem Corner eine halbe Chance, aber sonst waren die Standardsituationen nicht entscheidend.“ Stattdessen prägten intensive Zweikämpfe das Bild – mit Folgen: „Es war ein sehr intensives Spiel. Unser Spieler Samuel Schätz hat sich in der letzten Aktion die Nase gebrochen und wird vielleicht etwas ausfallen. Aber das ist zu erwarten, wenn Hofstetten gegen den Abstieg spielt: Dann ist das Spiel generell sehr intensiv.“
Der Tenor nach dem zweiten Erfolg in Serie bleibt positiv, aber nicht selbstzufrieden: „Natürlich sind wir mit den zwei Siegen zum Start grundsätzlich sehr zufrieden. Allerdings gibt es noch immer Dinge, die wir verbessern wollen – daran werden wir in den nächsten Spielen arbeiten.“ Aus der Mischung aus effizientem Beginn, stabiler Chancenbilanz und der Erfahrung eines fordernden, körperlichen Auswärtsspiels leitet Kogler klare Ansatzpunkte für die kommenden Wochen ab – mit dem beruhigenden Gefühl, dass die Richtung stimmt, aber die Details weiter geschärft werden sollen.