Spielberichte

Marcel Zuser (Trainer SV Karlstetten/Neidling): „Überzeugung hat heute den Unterschied gemacht“

SV Karlstetten
FCU Gerersdorf/E.

In der 1. Klasse West-Mitte feierte der SV Karlstetten/Neidling gegen den FCU Gerersdorf/E. einen 3:1-Heimsieg. Die Gastgeber legten früh den Grundstein, blieben hinten stabil und nutzten vorne ihre Chancen konsequent. Trainer Marcel Zuser formulierte es klar: „Ich hatte von der ersten bis zur letzten Minute das Gefühl, dass wir heute als Sieger vom Platz gehen.“ Seine Elf zeigte jene Durchschlagskraft, die zuletzt fehlte – und belohnte sich mit drei Treffern durch Thomas Marchart und den doppelt erfolgreichen Roman Sabler.

Fußballspieler ganz in Grün gekleidet

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Karlstetten legt früh vor und behält die Kontrolle

Der Plan der Hausherren trug schnell Früchte: Nach 20 Minuten stellte Thomas Marchart auf 1:0, nur zwei Minuten später erhöhte Roman Sabler auf 2:0. Mit dieser klaren Führung im Rücken ging es in die Pause, das 2:0 zur Halbzeit gab Karlstetten Sicherheit. Zuser beschrieb sein Grundgefühl so: „Wir waren überzeugt, das heute heimzuspielen.“ Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Heimteam das aktivere Team und ließ wenig zu. Als Sabler in Minute 77 auf 3:0 stellte, war die Entscheidung praktisch gefallen. Der schnelle Anschlusstreffer von Lirak Krasniqi zum 3:1 (78.) änderte daran nichts mehr. Insgesamt hatte Karlstetten über weite Strecken mehr vom Spiel, kontrollierte die Partie klug und brachte den verdienten Heimsieg ruhig ins Ziel.

Effizienz im letzten Drittel – Sabler doppelt, Marchart eröffnet

In den Wochen zuvor haperte es oft am letzten Ball – diesmal machte Karlstetten genau dort den Unterschied. „Der entscheidende Punkt war die Überzeugung, unsere Chancen fertigzuspielen und daraus Tore zu machen. Das ist uns heute mit drei Treffern gelungen“, erklärte Zuser. Zum 1:0 meinte er: „Ich bin stolz, dass Thomas das 1:0 mit Überzeugung abgeschlossen hat.“ Und über Doppeltorschütze Sabler sagte der Coach: „Roman hat sich heute belohnt. Einmal hat er zwei Spieler stehen gelassen und den Ball eiskalt eingeschoben, und nach einer Ecke ist er in den Raum gegangen und hat eingeköpft.“ Mehr brauchte es nicht, denn die Gastgeber nutzten ihre Momente eiskalt und machten sich das Leben mit den schnellen Toren leichter.

Stabile Absicherung, fairer Auftritt – und ein Trainer, der Verantwortung übernimmt

Neben der Effizienz lobte Zuser vor allem die Ordnung ohne Ball: „Unsere Absicherung defensiv war stark: Geht einer raus, lassen drei reinfallen, und der Nächste ist sofort da.“ Auf den Gegner waren die Karlstettner vorbereitet: „Bei Gerersdorf weiß man, dass man auf ihren Stürmer und die schnellen Flügel aufpassen muss. Wir haben top gemeinsam verteidigt und sie aus dem Spiel genommen.“ Auch zum Thema Schiedsrichter fand er klare Worte: „Es gab keine strittigen Szenen, das Spiel war fair – Top-Leistung vom Referee.“ Und Zuser übernahm Verantwortung für den Gegentreffer: „Das Tor nehme ich auf meine Kappe – im Aufbauspiel war es mein Fehlpass zum Gegner.“ Sein Fazit fiel dennoch positiv aus: „Glück bekommt man nicht, man erarbeitet es sich. Nach drei Unentschieden endlich der erste Sieg – jetzt wollen wir anschließen und weiterarbeiten.“

1. Klasse West-Mitte: Karlstetten : Gerersdorf - 3:1 (2:0)

  • 78
    Lirak Krasniqi 3:1
  • 77
    Roman Sabler 3:0
  • 22
    Roman Sabler 2:0
  • 20
    Thomas Marchart 1:0