In der 1. Klasse West-Mitte setzte sich der 1. SV Maria Anzbach zuhause mit 3:0 gegen die SKVg Pottenbrunn durch. Nach einer anfänglichen Anlaufphase trafen Yannick Soura, Tilman Schober und Thomas Helly für die Gastgeber. Für Trainer Rafael Pollack war der gehaltene Elfmeter kurz nach der Pause der Wendepunkt: "Wir haben die Druckphase überstanden und danach das Spiel auf unsere Seite geholt." Sein Team blieb geduldig und nutzte die Chancen in den entscheidenden Momenten.

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Maria Anzbach brauchte ein paar Minuten, um in die Partie zu kommen. Das bestätigte auch Trainer Rafael Pollack offen: "Am Anfang hatten wir ein bisschen Zeit nötig, weil es der Gegner gut gemacht hat." Mit zunehmender Dauer gewann seine Mannschaft aber die Kontrolle, kam zu Möglichkeiten und legte viel Ruhe in die eigenen Aktionen.
In der 24. Minute fiel dann das verdiente 1:0: Yannick Soura drückte den Ball zur Führung über die Linie. Pollack ordnete diese Phase so ein: "Mit Fortlauf der ersten Halbzeit haben wir es besser unter Kontrolle bekommen, hatten einige Chancen und sind meiner Meinung nach verdient in Führung gegangen." Bis zur Pause blieben die Hausherren das aktivere Team, ohne die knappe Führung noch weiter auszubauen.
Nach dem Seitenwechsel drückte Pottenbrunn, und Anzbach musste eine heikle Phase überstehen. Der zentrale Moment: ein Strafstoß gegen die Hausherren, den der Anzbach-Keeper parierte. "Wir haben diese Druckphase in der zweiten Halbzeit überstanden, auch weil wir den Elfmeter halten konnten, und im Anschluss relativ bald das 2:0 gemacht. Das war die entscheidende Phase", betonte Pollack.
Das 2:0 fiel in der 76. Minute – passend zur Analyse des Trainers über eine sauber gespielte Umschaltaktion. "Wir erobern an der Mittellinie den Ball, spielen es endlich mal gut aus und kommen über die linke Seite über Schober zum Tor", schilderte er. Tilman Schober vollendete eiskalt. Spätestens mit dem 3:0 durch Thomas Helly in der 84. Minute war alles klar. Pollack brachte es trocken auf den Punkt: "Eigentlich war’s mit dem 2:0 erledigt, das 3:0 war nur eine Draufgabe."
In seiner Analyse hob Pollack besonders die Arbeit im Zentrum hervor. "Richtig gut funktionieren momentan die zwei im Zentrum, die extrem stark gegen den Ball arbeiten und uns Stabilität geben. Für den Gegner ist das extrem unangenehm", sagte der Coach. Auch die Defensive fand aus seiner Sicht zu mehr Sicherheit und ließ nach der Pause – abgesehen von der Elfer-Szene – wenig zu. Verbesserungspotenzial sah er dennoch: "Wir müssen in der Effektivität besser werden, beim letzten und vorletzten Pass, wenn’s Richtung Tor geht."
Den Gegner beurteilte Pollack respektvoll: "Pottenbrunn ist eine Mannschaft, die versucht Fußball zu spielen, die hin und wieder gut ins Zentrum gefunden hat. In der letzten Linie hat dann etwas die Effektivität gefehlt." Ein Wort fand er auch für den Referee: "Die Schiedsrichterleistung war über weite Strecken in Ordnung, in Summe sehr gut. Der Elfer war klar." Mit dem 3:0-Sieg und dem nächsten Dreier bleibt Anzbach im Spitzenfeld (41 Punkte) auf Kurs – und Pollack gab die Marschroute aus: Stabilität halten, Effizienz schärfen und bis Saisonende „noch das ein oder andere Spiel erfolgreich bestreiten“.