In der 1. Klasse West-Mitte hat TSU Förthof Hafnerbach am Donnerstagabend ein wichtiges 3:1 gegen ASV Ofenbinder Spratzern geholt. Nach frühem Übergewicht, einem Rückstand und dem Ausgleich kurz vor der Pause legten die Gastgeber nach dem Seitenwechsel nach. Trainer Marian Kocis sah vor allem Geduld, Spielkontrolle und die Qualität seiner Offensivspieler als Gründe dafür, dass Hafnerbach dieses enge Spiel noch auf seine Seite zog.

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Hafnerbach war vom Anpfiff weg das aktivere Team. Kocis sagte: "Am Anfang war die Spielkontrolle schon auf unserer Seite." Seine Mannschaft hatte mehr Ballbesitz, musste aber gegen tief stehende Gäste viel Geduld aufbringen. Spratzern stand kompakt in der eigenen Hälfte, machte die Räume vor dem Sechzehner eng und lauerte auf Umschaltmomente. Trotzdem kamen die Gastgeber schon in der Anfangsphase zu zwei ganz großen Möglichkeiten. Zuerst traf Martin Slabjar nach einer Einzelaktion nur die Stange, wenige Minuten später setzte auch David Gedl den Ball an den Pfosten. "Wir haben versucht, eine Lösung zu finden und eine Lücke zu finden", beschrieb Kocis diese Phase, in der Hafnerbach viel investierte, sich aber zunächst noch nicht belohnte.
Dass es trotzdem zuerst gegen Hafnerbach lief, passte aus Sicht des Trainers nicht ganz zum bisherigen Bild. Nach einem Ballverlust vor dem eigenen Strafraum wurde es erstmals richtig brenzlig, dazu rettete nach Angaben von Kocis auch Jakub Nemec einmal auf der Linie. Kurz darauf ging Spratzern dann doch in Führung: Nach 42 Minuten traf Filip Adamovic zum 0:1. Kocis sprach von einer unglücklichen Szene nach einem Eckball und einem Abpraller, ließ aber gleichzeitig keinen Zweifel daran, dass seine Mannschaft die Ruhe behielt. "Wir haben nicht aufgehört", sagte der Trainer. Genau das zeigte sich noch vor dem Seitenwechsel, als der Ausgleich in der 44. Minute fiel. Offiziell wurde das 1:1 als Eigentor von Moritz Kaindl gewertet, für Hafnerbach war es vor allem ein psychologisch wichtiger Treffer. "Das war kurz vor der Pause ein sehr wichtiges Tor für uns", betonte Kocis.
Nach dem Wechsel blieb das Spiel laut Kocis im Grunde gleich. Hafnerbach machte weiter das Spiel, Spratzern verteidigte kompakt und suchte seine Möglichkeiten im Konter. Für den Trainer war deshalb klar, worauf es ankam: "Wichtig war, geduldig zu bleiben. Wenn du gegen eine kompakte Mannschaft spielst, musst du die Lücken und Räume finden." Der entscheidende Moment kam in der 58. Minute. David Frühauf setzte sich auf der linken Seite durch, ließ zwei Gegenspieler stehen und legte den Ball in die Mitte, wo Agon Demiri zum 2:1 einschob. Genau diese Aktion hob Kocis nach dem Schlusspfiff besonders hervor. "Das war ein sehr wichtiger Moment für uns", sagte er über den Treffer zur Führung. Weil Spratzern danach mehr riskieren musste, bekam Hafnerbach auch die Räume, die vorher lange gefehlt hatten. Einen dieser Momente nutzte Frühauf in der 75. Minute selbst und stellte mit dem 3:1 die Weichen endgültig auf Heimsieg.
Am Ende stand für Hafnerbach ein Erfolg, den Kocis mehrfach als "sehr wichtig" bezeichnete, und die Erklärung dafür lieferte der Trainer gleich mit. Neben der Geduld lobte er die Spielkontrolle, das Verlagern auf die Seiten und die Qualität seiner Offensivspieler. Gleichzeitig sprach er respektvoll über den Gegner. Spratzern sei eine "junge, laufstarke und gut ausgebildete Mannschaft", sagte Kocis, dazu habe sein Team "in jeder Aktion hundertprozentig konzentriert bleiben" müssen, weil die Gäste nach Ballgewinnen immer wieder gefährlich werden konnten. Auch mit der Leistung des Schiedsrichtergespanns war er einverstanden: "Beide haben das wirklich gut gemacht." So blieb unter dem Strich ein Abend, an dem Hafnerbach ein zähes Spiel erst an sich reißen und dann mit Geduld und Qualität entscheiden konnte.