Viel Tempo, viele Abschlüsse: So ordnet der sportliche Leiter Markus Hörndler den Auswärtsauftritt der Sportunion Leitner Allhartsberg beim SCU Günther St.Georgen/Y in der 1. Klasse West ein. Sein Team setzte früh Akzente, ließ in der ersten Halbzeit viele Chancen liegen und haderte zunächst mit einem aberkannten Treffer. Gleichzeitig unterstreicht Hörndler die breite Brust nach dem gelungenen Saisonstart: „Zwei Spiele, zwei Siege.“ Die Balance zwischen offensiver Zielstrebigkeit und Stabilität war ihm wichtig – und die positive Dynamik im Teamgefüge, die spürbar ist.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Allhartsberg kam wuchtig aus der Kabine und diktierte rasch das Geschehen. Hörndler beschreibt die erste Hälfte so: „Wir sind sehr gut ins Spiel gekommen, in der 10. Minute hatten wir ein Tor, das wegen Abseits aberkannt wurde. In der ersten Halbzeit hatten wir sehr viele Chancen; eigentlich müssen wir mit 2:0 oder 3:0 in die Pause gehen. Kurz vor dem Seitenwechsel machen wir dann das 1:0.“ Der verdiente Lohn folgte tatsächlich kurz vor dem Seitenwechsel: In der 44. Minute fiel das 1:0 für Allhartsberg durch Marjan Gamsjäger. Mit der Pausenführung im Rücken passte auch das Gefühl für das Spiel: viel Ballbesitz, permanentes Anlaufen der Lücken – genau das, was sich der Betreuerstab vorgenommen hatte.
Nach Wiederbeginn kam St. Georgen wacher aus der Kabine und stellte in Minute 55 auf 1:1 durch Lukas Wutzl. Hörndler gefiel, wie sein Team reagierte: „Grundsätzlich sind wir über 90 Minuten verdient als Sieger vom Platz gegangen, weil wir sehr viele Chancen hatten – vor allem in der ersten Hälfte. Nach dem 1:1 haben wir rasch den Turnaround geschafft.“ Die Führung kam postwendend: Armin Hilbinger stellte in der 57. Minute auf 2:1. „Wir hatten einige Standardsituationen. Das 2:1 fiel nach einem schnell ausgeführten Eckball. Es brauchte dreimal den Abschluss, bis der Ball drin war, aber das hat gepasst.“
Auch der Matchplan sah sich bestätigt: viele Offensivaktionen, hohes Tempo, zielstrebiges Spiel in die Tiefe. Chancen auf das 3:1 waren da, am Ende brachte Allhartsberg die Führung über die Zeit.
Diskussionen blieben selten, obwohl gerade zu Beginn Brisanz drin war. „Wir haben gleich zu Beginn ein Abseitstor geschossen – das war schwer zu sehen. Insgesamt waren wir mit dem Schiedsrichter zufrieden, er hatte alles unter Kontrolle. Es gab eine relativ lange Nachspielzeit, aber es war ein sehr faires Spiel.“ Inhaltlich war auch die Breite im Kader ein Faktor: Die Mannschaft trat geschlossen auf – inklusive der Spieler, die von der Bank kamen. Der Blick nach vorne ist entsprechend positiv: „Zwei Spiele, zwei Siege – wir sind sehr gut in die Saison gestartet und haben in beiden Spielen nur ein Tor bekommen. Defensiv standen wir stabil, jetzt wollen wir die Offensive verschärfen. Die Stimmung ist hervorragend – das spürt man.“
In der Tabelle spiegelt sich die Momentaufnahme wider: Allhartsberg steht mit 31 Punkten auf Rang 2, der SCU Günther St.Georgen/Y hält bei 17 Zählern im Tabellenmittelfeld.