Im Derby zwischen dem SCU St. Georgen/Y. und dem FCU SOP Winklarn in der 1. Klasse West kontrollierten die Gäste weite Strecken, verpassten aber die nötige Durchschlagskraft – am Ende stand eine 0:3-Niederlage. Trainer Rudolf Vogel ordnete die Lage nüchtern ein: viel Ballbesitz, viele Szenen im letzten Drittel, doch zu wenig Zählbares. Seine Bilanz nach dem Abpfiff kreist um Effizienz, Umschaltmomente des Gegners und einen insgesamt intensiven, fair geführten Nachmittag.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Der Auftakt setzte früh den Ton: Lukas Heigl traf in der 3. Minute zum 0:1 und erhöhte in der 50. Minute auf 0:2, ehe Martin Klabnik in der 90. Minute per Elfmeter den 0:3-Endstand fixierte. Die Deutung des Spiels fiel für Winklarn dennoch eindeutig aus. „Wir hatten rund 70 Prozent Ballbesitz, waren spielerisch klar überlegen. Aber das entscheidet ein Fußballspiel nicht: Am Ende zählen die Tore. Oft gewinnen Mannschaften mit weniger Ballbesitz, weil sie auf Umschaltmomente und Konter warten – das ist oft der leichtere und erfolgreichere Fußball. Wir als spielbestimmende Mannschaft konnten unsere Überlegenheit nicht in Tore ummünzen.“ Den Strafstoß zum dritten Treffer wertete Vogel nur noch als Schlusspunkt: „Das war ein Elfmeter, aber da war schon entschieden.“
Winklarn haderte weniger mit der Anzahl der Gelegenheiten als mit deren Verwertung. „Wir hatten mindestens fünf Großchancen, der Gegner einige Konter – und die haben sie eiskalt genutzt. Die klaren Chancen hatten dennoch wir, nur waren wir nicht in der Lage, sie zu verwerten.“ Bei ruhenden Bällen blieb der Ertrag aus, wie Vogel schilderte: „Es gab insgesamt wenige Standards. Wir hatten klar mehr Eckbälle, konnten unsere vier, fünf, sechs Ecken aber nicht in Tore ummünzen. Einen schönen Freistoß hatte noch Simon Ebner, den der Tormann bravourös gehalten hat.“ Für ihn bleibt der Kern unverändert: die Lücke zwischen spielerischer Überlegenheit und dem finalen Abschluss im Strafraum.
An der physischen Gangart störte sich in Winklarn niemand nachhaltig. Vogel fasste die Atmosphäre so zusammen: „Es war ein intensives Derby, aber im Großen und Ganzen ein faires Derby.“ Aufregung um Entscheidungen blieb aus.
Der Blick nach vorne fiel unmissverständlich aus: „Zu Hause müssen wir unbedingt einen Dreier holen – das ist Pflicht.“