Spielberichte

„Das 2:0 hat uns noch mehr Sicherheit gegeben“ – Winklarn belohnt sich nach starkem ersten Durchgang

Ligaportal als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen
FCU Winklarn
ASK Hausmening

In der 1. Klasse West hat sich FCU SOP Winklarn am Freitagabend mit 3:0 gegen ASK SAR Hausmening durchgesetzt. Für Trainer Stefan Nestl war der Heimsieg vor allem deshalb verdient, weil seine Mannschaft schon vor der Pause mehr vom Spiel hatte und sich nach dem Seitenwechsel im richtigen Moment belohnte. Vor allem das 2:0 bezeichnete der Winklarn-Coach als wichtigen Schub für sein Team.

Duell zweier Spieler in grünen und weißen Trikots

Foto von Ian Taylor auf Unsplash

Winklarn drückt früh, Hausmening hält dagegen

Der Grundstein für den Erfolg wurde aus Sicht von Nestl schon in der ersten Halbzeit gelegt. „Die erste Halbzeit war ganz klar ein Chancenplus auf unserer Seite“, sagte der Trainer nach dem Schlusspfiff und beschrieb damit eine Phase, in der seine Mannschaft den Ton angab. Winklarn setzte den Gegner laut seinem Coach „permanent unter Druck“, war nach vorne immer wieder gefährlich und ließ gleichzeitig hinten nur wenig zu. Auf der Anzeigetafel stand zur Pause aber trotzdem nur ein knappes 1:0, weil die Gastgeber ihre Möglichkeiten zunächst nicht in dem Ausmaß nutzten, wie es sich der Trainer gewünscht hätte. Erst kurz vor dem Halbzeitpfiff sorgte Stefan Kupresak in Minute 40 für die Führung, die den Spielverlauf bis dahin zwar widerspiegelte, den Abstand aber noch offenließ.

Das 2:0 kippt die Partie endgültig auf die Seite der Gastgeber

Nach dem Wechsel wurde die Partie laut Nestl ausgeglichener. „In der zweiten Hälfte war das Spiel ausgeglichener, Chancen auf beiden Seiten“, meinte der Winklarn-Coach, der also keineswegs von einem einseitigen zweiten Durchgang sprach. Gerade deshalb maß er dem zweiten Treffer hohe Bedeutung bei. Als Zoran Milutinovic in der 75. Minute auf 2:0 stellte, war das für Nestl der Moment, der seiner Mannschaft zusätzliche Ruhe gab. „Natürlich das 2:0. Das hat uns dann noch mehr Sicherheit gegeben und das Spiel auf unsere Seite gekippt“, sagte er. Winklarn blieb damit in einer Phase stabil, in der Hausmening stärker aufkam, und setzte spät noch nach: Simon Stachura machte mit dem 3:0 in der 88. Minute alles klar. Nestl fasste es passend zusammen: „Wir haben in der zweiten Halbzeit die Tore zum richtigen Zeitpunkt gemacht, die wir in der ersten Halbzeit verabsäumt haben.“

„Eine gute Mischung aus Aggressivität und Offensivpower“

Der Trainer hob nach dem Spiel vor allem die Art und Weise hervor, wie seine Mannschaft aufgetreten ist. „Wir haben eine gute Mischung aus Aggressivität gegen den Ball und Offensivpower gefunden“, sagte Nestl. Gerade dieser Punkt zog sich aus seiner Sicht durch den ganzen Abend. Vor der Pause sei Winklarn sehr griffig gewesen, habe den Gegner beschäftigt und zugleich defensiv kaum etwas hergegeben. Nach der Pause habe Hausmening zwar mehr Zugriff bekommen, insgesamt habe seine Elf die Partie aber „ganz gut verteidigt“ und die Aktionen nach vorne gut genutzt. Dass der Gegner trotz der klaren Niederlage Anerkennung bekam, passt ebenfalls zum Bild, das Nestl von diesem Abend zeichnete. Hausmening habe „einen gepflegten Fußball gespielt“, es sei „ein Spiel auf sehr, sehr hohem Niveau“ gewesen, mit „sehr, sehr hohem Tempo“ und Qualität auf beiden Seiten.

Ein Sieg, der in Winklarn für Zufriedenheit sorgt

Am Ende blieb beim Winklarn-Coach deshalb ein rundum positives Fazit stehen. „In Summe sicherlich ein verdienter Sieg“, sagte Nestl, der keinen Bereich nannte, in dem er nach diesem 3:0 unmittelbar großen Verbesserungsbedarf sah. Vielmehr sprach er von „Werbung für den Fußball“ und von „purem Entertainment“ für die Zuschauer, weil sich beide Mannschaften nichts schenkten und das Niveau über weite Strecken hoch war. Auch mit der Spielleitung zeigte er sich einverstanden: Der Schiedsrichter habe die Partie „souverän geleitet, ohne im Mittelpunkt zu stehen“. Für Winklarn ist dieses 3:0 damit nicht nur ein klares Ergebnis, sondern auch ein Abend, an dem die eigene Linie des Trainers deutlich erkennbar war: Druck machen, wenig zulassen und dann im entscheidenden Moment zuschlagen.

1. Klasse West: Winklarn : Hausmening - 3:0 (1:0)

  • 88
    Simon Stachura 3:0
  • 75
    Zoran Milutinovic 2:0
  • 40
    Stefan Kupresak 1:0