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„Uns hat in der Offensive die Kreativität gefehlt“ – Allhartsberg unterliegt im Derby 0:1

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SU Aschbach
Sportunion Allhartsberg

Im Derby der 1. Klasse West hat SU Weise Raika Aschbach am Samstag vor toller Kulisse mit 1:0 gegen Sportunion Leitner Allhartsberg gewonnen. Aus Sicht von Allhartsberg-Trainer Reinhard Mayr lag der Knackpunkt vor allem in der Offensive: „Uns hat in der Offensive die Kreativität gefehlt.“ Seine Mannschaft kam nach einer schwierigen Anfangsphase besser ins Spiel, fand über 90 Minuten aber zu selten den Weg zu klaren Abschlüssen.

Weiß-Blauer Ball auf Rasen

Foto von Mick Haupt auf Unsplash

Aschbach kommt besser hinein und trifft vor der Pause

Mayr erlebte ein Derby, das er trotz der Niederlage als „sehr intensiv, aber sehr fair“ beschrieb. Vor einer starken Kulisse, bei herrlichem Wetter, erwischten aus seiner Sicht allerdings die Gastgeber den besseren Beginn. „Die Heimmannschaft ist von Beginn an besser in das Spiel gekommen“, sagte der Trainer, der erst im Laufe der ersten Halbzeit mehr Zugriff seiner Elf sah. Genau in dieser Phase wurde die Partie enger, und Allhartsberg fand etwas besser hinein. Mayr verwies auch auf eine Szene, in der seine Mannschaft aus ihrer Sicht getroffen hatte, der Treffer aber nicht anerkannt wurde. Entscheidend wurde dann aber die 36. Minute: Beim 1:0 von Roland Caprnka kam der Ball laut Mayr über die Seite in den Rückraum, der Abschluss wurde noch abgefälscht und fand so den Weg ins Tor. Mit diesem Treffer ging Aschbach auch mit einer 1:0-Führung in die Pause.

Im letzten Drittel fehlte Allhartsberg der Zugriff

Dass es am Ende bei diesem einen Tor blieb, führte der Allhartsberger Trainer in erster Linie auf die Probleme seiner Mannschaft nach vorne zurück. „Wir haben nicht wirklich Zugriff in der Offensive gehabt“, sagte Mayr sehr klar. Vor allem im und rund um den Strafraum habe seine Elf zu wenig Lösungen gefunden. „Wir waren nicht in der Lage, gute Chancen innerhalb des Sechzehners zu kreieren“, so seine Analyse. Zwar habe es „die eine oder andere sehr, sehr gute Chance“ gegeben, in Summe sei das aber zu wenig gewesen, um ein Derby auswärts noch zu drehen. Gleichzeitig sprach Mayr dem Gegner ein deutliches Lob aus. Aschbach sei „von den Individualisten her eine sehr spielstarke Mannschaft“, bringe viel Erfahrung, Kreativität und Tempo mit und habe das an mehreren Stellen „richtig gut gespielt“. Genau diese Mischung machte es Allhartsberg schwer, das Spiel in jene Zonen zu verlagern, in denen es wirklich gefährlich geworden wäre.

Bessere Phasen waren da, der Ertrag blieb aber aus

Ganz ohne gute Momente sah Mayr seine Mannschaft dennoch nicht. Er sprach von einer besseren Phase noch in der ersten Halbzeit, als Allhartsberg „gut im Spiel war“, und auch von der Schlussphase, in der sein Team noch einmal alles versuchte. „Zum Schluss haben wir die Möglichkeiten gehabt. Wir haben am Ende noch alles probiert“, sagte er. Der ganz große Druck, der für einen Ausgleich nötig gewesen wäre, entstand daraus aber nicht mehr. Gerade das störte den Trainer im Rückblick am meisten, weil seine Mannschaft nicht von Beginn an auf jenes Niveau kam, das sie sich vorgenommen hatte. „In Summe haben wir das heute nicht so hinbekommen, wie wir uns das von Beginn an vorgestellt haben“, brachte es Mayr auf den Punkt. So blieb Allhartsberg trotz einzelner besserer Abschnitte über die gesamte Spielzeit hinweg zu selten zwingend.

Faire 90 Minuten und ein enges Rennen an der Spitze

Bemerkenswert war aus Sicht des Allhartsberger Trainers auch, dass das Derby trotz aller Intensität in einem sehr sauberen Rahmen blieb. Den Unparteiischen nahm Mayr ausdrücklich aus jeder Diskussion heraus. „Der Schiedsrichter hat das über 90 Minuten sehr, sehr gut gemacht“, sagte er und ordnete auch jene Szene, die seine Mannschaft anders gesehen hatte, ohne großen Nebenton ein. Rund um das Spiel habe „alles gut funktioniert, alles gut gepasst“, meinte der Trainer, nur das Ergebnis eben nicht. In der Tabelle bleibt es nach sieben Runden trotzdem eng: Aschbach liegt mit 14 Punkten ganz vorne, Allhartsberg ist mit ebenfalls 14 Zählern Dritter. Für Mayr ist nach diesem 0:1 damit klar, woran seine Mannschaft arbeiten muss. Vor allem im Offensivspiel brauche es wieder mehr Ideen, mehr Präsenz im Strafraum und insgesamt mehr Durchschlagskraft, damit enge Spiele wie dieses beim nächsten Mal anders ausgehen.

1. Klasse West: Aschbach : Sportunion Allhartsberg - 1:0 (1:0)

  • 36
    Roland Caprnka 1:0