In der 1. Klasse West musste sich ASK SAR Hausmening am Sonntag mit einem 1:1 gegen SV Union Raika Blindenmarkt begnügen. Nach dem frühen Rückstand durch Gabriel Hornyák glich Timo Wilfort erst in der 87. Minute aus. Trainer Cosmin Calin sah seine Mannschaft über weite Strecken am Drücker, machte nach dem Schlusspfiff aber vor allem die fehlende Konsequenz vor dem Tor für die liegen gebliebenen Punkte verantwortlich.

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Für Calin war der Spielverlauf schnell umrissen. „Wir haben das Spiel 90 Minuten komplett kontrolliert“, sagte der Hausmeninger Trainer, der seine Mannschaft fast ausschließlich in der gegnerischen Hälfte sah. Blindenmarkt stand nach seiner Einschätzung tief, suchte nur selten den Weg nach vorne und kam aus dem kompakten Verteidigen kaum heraus. Trotzdem lagen die Gastgeber schon nach zwölf Minuten zurück, weil Gabriel Hornyák das 0:1 erzielte. Calin führte den Rückstand auf „eine schlechte Entscheidung von uns“ zurück und schilderte, dass daraus der entscheidende Moment vor dem Gegentor entstanden sei. Damit musste Hausmening einem Spiel nachlaufen, das man aus Sicht des Trainers eigentlich im Griff hatte.
Gerade deshalb ärgerte den Coach weniger die Spielanlage als das, was seine Mannschaft aus ihrem Übergewicht machte. In der ersten Halbzeit sah er zwar Feldvorteile, aber noch keine Szene, „die unbedingt ein Tor sein muss“. Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild laut Calin dann deutlich. „In der zweiten Halbzeit hatten wir drei Riesenchancen, sogar mit leerem Tor“, sagte er, und genau an diesem Punkt setzte auch seine schärfste Analyse an. Hausmening blieb am Drücker, belohnte sich aber viel zu spät. Erst in der 87. Minute traf Timo Wilfort zum 1:1. Weil der Ausgleich so spät fiel, reichte es trotz Dauerdrucks nicht mehr zum erhofften Heimsieg.
Dass Blindenmarkt den Punkt mitnahm, erklärte Calin vor allem mit der klaren Rollenverteilung. „Sie sind dicht hinten gestanden und haben auf uns gewartet“, sagte er über die Gäste. Viel Raum sei dadurch im letzten Drittel nicht aufgegangen, Hausmening habe sich dennoch Möglichkeiten erarbeitet. Deutlich verärgert war der Trainer zusätzlich über eine Szene vor der Pause, in der er für seine Mannschaft einen Strafstoß forderte. „In der ersten Halbzeit haben wir einen klaren Elfmeter nicht bekommen“, meinte Calin. Seine Kritik an den Entscheidungen des Schiedsrichters formulierte er klar, gleichzeitig kam er in seiner Schlussfolgerung aber immer wieder zum selben Punkt zurück: „Wenn man keine Tore schießt, kann man nicht gewinnen.“
Unter dem Strich blieb bei den Hausmeningern deshalb mehr Frust als Erleichterung über den späten Punkt. Der Treffer von Wilfort rettete zwar zumindest ein Remis, doch Calin machte nach dem Schlusspfiff keinen Hehl daraus, dass er mehr erwartet hatte. Seine kürzeste Antwort auf die Frage, was gefehlt habe, lautete schlicht: „Tore.“ In der Tabelle steht Hausmening nach acht Runden mit zwölf Punkten auf Platz acht, Blindenmarkt hält bei sieben Zählern auf Rang zwölf. Für Hausmening geht es nun vor allem darum, den Aufwand im letzten Drittel besser in Zählbares umzusetzen. Oder, wie es der Trainer nüchtern zusammenfasste: „Wir können nur weitermachen.“