In der 1. Klasse West hat der SV Volksbank Haubi's Petzenkirchen-Bergland gegen den SV Raika Essmeister Neumarkt mit 1:3 verloren. Die Gäste stellten mit einer starken ersten Halbzeit früh die Weichen auf den Auswärtssieg. Trainer Patrick Gruber sah vor allem die aggressive Arbeit gegen den Ball und die sauber ausgespielten Umschaltmomente als Schlüssel, während Petzenkirchen nach der Pause zwar besser ins Spiel kam, den Rückstand aber nicht mehr aufholen konnte.

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Gruber war mit dem Beginn seiner Mannschaft entsprechend zufrieden, und seine Analyse fiel klar aus: „Wir haben das Spiel sehr aktiv begonnen. Wir wollten gleich von Anfang an zeigen, dass wir um jeden Preis gewinnen wollten.“ Genau so lief die Partie dann auch an. Bereits in der 3. Minute brachte Jakub Mikula die Gäste mit 1:0 in Führung, nur fünf Minuten später legte Dominik Schachner das 2:0 nach. Damit war früh zu sehen, in welche Richtung sich dieses Spiel entwickeln würde. Neumarkt blieb in der ersten Halbzeit die klar aktivere Mannschaft und setzte in der 36. Minute noch das 3:0 drauf, wieder durch Mikula. Für Gruber entsprach das auch dem Bild auf dem Platz: „Wir waren in der kompletten ersten Halbzeit spielüberlegen, hatten sehr viele große Torchancen und sind meiner Meinung nach völlig verdient 3:0 in Führung gewesen.“ Er ging sogar noch einen Schritt weiter und meinte, dass der Vorsprung bis zur Pause auch noch deutlicher hätte ausfallen können.
Besonders wichtig war für den Neumarkt-Trainer, dass die Treffer nicht irgendwie fielen, sondern genau aus dem Plan heraus entstanden. „Die Tore waren genauso, wie wir sie vor dem Spiel besprochen haben und wie wir sie auch haben wollten“, sagte Gruber. Beim ersten und beim dritten Treffer erkannte er fast das gleiche Muster. Seine Mannschaft setzte Petzenkirchen im Aufbau früh unter Druck, kam zu hohen Ballgewinnen und schaltete dann sofort um. „Wir sind extrem aggressiv draufgegangen und haben dann sofort über unseren ballfernen Stürmer umgeschaltet“, erklärte er. Das zweite Tor lief etwas anders ab, passte aber ebenfalls ins Bild eines klar vorgetragenen Angriffs. Nach einer Flanke von der Seite rückte Schachner aus dem Zentrum nach, besetzte den Strafraum und verwertete. Gruber hob dabei auch die Stärken seines Torschützen hervor: „Dominik Schachner ist extrem kopfballstark, hat sofort die Box besetzt und das Tor gemacht.“ Gleichzeitig sah er beim Gegner vor allem vor der Pause Probleme in der Defensive. Petzenkirchen habe mit einer eher neu zusammengestellten Viererkette gespielt, bei der die Abstimmung nicht richtig gepasst habe, und genau das habe Neumarkt in die Karten gespielt.
Mit dem klaren 3:0 im Rücken änderte sich die Partie nach dem Seitenwechsel spürbar. Neumarkt zog sich etwas weiter zurück, wurde laut Gruber „ein bisschen passiver“ und wollte das Ergebnis in erster Linie verteidigen. Dadurch kam Petzenkirchen besser hinein, was sich auch im Spielstand niederschlug. In der 64. Minute verkürzte David Schroll auf 1:3. Eine echte Wende sah Gruber trotzdem nicht. „Wir haben aus dem Spiel heraus eigentlich fast keine großen Torchancen für den Gegner zugelassen“, sagte der Trainer, der seine Mannschaft trotz der ruhigeren zweiten Hälfte weiterhin in Kontrolle sah. Er erklärte den veränderten Verlauf auch mit einer Anpassung des Gegners. Petzenkirchen habe umgestellt und dadurch mehr Stabilität bekommen, „da waren sie dann deutlich besser im Spiel“. Auf Neumarkter Seite half in dieser Phase auch der breitere Kader. Gruber betonte, dass seine Mannschaft diesmal personell fast voll besetzt gewesen sei und von der Bank „super nachlegen“ konnte. So sei es gelungen, Qualität und Laufbereitschaft über die gesamte Spielzeit hochzuhalten.
Ganz ohne Diskussionen ging die Partie dennoch nicht zu Ende. Gruber sprach von „sehr vielen extrem knappen Entscheidungen“, vor allem bei Abseitssituationen. Er wollte daraus aber kein großes Thema machen, weil sich diese Szenen aus seiner Sicht auf beide Seiten verteilt hätten. „Unterm Strich hat sich das extrem ausgeglichen“, meinte der Neumarkt-Coach. Auch die Rote Karte in der 90. Minute gegen Markus Rottenschlager ordnete er nüchtern ein. „Die kann man geben, muss man aber nicht geben. Die war schon sehr hart“, sagte Gruber und legte nach, dass seiner Meinung nach auch Gelb gereicht hätte. Am Gesamtbild änderte das für ihn nichts mehr. Entscheidend blieb für den Trainer die starke erste Halbzeit, in der seine Mannschaft mit Intensität, klarer taktischer Umsetzung und effizientem Umschalten das Spiel früh auf ihre Seite zog. Deshalb fiel sein Fazit auch eindeutig aus: „Unterm Strich haben wir hochverdient gewonnen.“