Spielberichte

"Wenn man das 2:0 nicht erzielt, bleibt der Gegner immer im Spiel" – Ferschnitz macht es unnötig spannend bis zum Schluss!

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USV Ferschnitz
Ardagger/Neustadtl II

In der 1. Klasse West hat USV Intersport Winninger Ferschnitz das Heimspiel gegen SG Ardagger/Neustadtl II mit 1:0 gewonnen. Nach dem 0:0 zur Pause traf Vladyslav Marchuk in der 76. Minute zum entscheidenden Tor. Trainer Marco Talir sprach von einem verdienten Heimsieg, weil seine Elf die klareren Möglichkeiten hatte. Weil Ferschnitz aber viel liegen ließ, blieb es bis zur Glanzparade des eigenen Torhüters in der 92. Minute spannend.

Zweikampf zwischen zwei Fußballspielern in Schwarz und Grün

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Geduldig geblieben und dann schnell zugeschlagen

Für Talir begann die Erklärung des knappen 1:0 nicht erst mit dem Treffer, sondern mit der gesamten Anlage des Spiels. "Über 90 Minuten war es ein verdienter Sieg von uns", sagte der Ferschnitz-Trainer, weil seine Mannschaft aus seiner Sicht die besseren Chancen und die klareren Tormöglichkeiten hatte. Zur Pause stand es zwar noch 0:0, doch in der Kabine ging es laut Talir nicht um Hektik, sondern um Ruhe. "Wir haben in der Halbzeit besprochen, dass wir geduldig bleiben müssen und unsere Möglichkeiten bekommen." Genau so entwickelte sich die Partie dann auch. In der 76. Minute schaltete Bernhard Zehetner nach einem Foul schnell, spielte Vladyslav Marchuk in den Lauf und der Angreifer machte die Szene laut Talir "souverän", als er im Eins-gegen-eins am Torhüter vorbeiging und ins leere Tor einschob.

Warum es trotz Überlegenheit bis zum Schluss eng blieb

Dass Ferschnitz am Ende dennoch nur mit einem Tor Unterschied gewann, lag für den Coach nicht daran, dass seine Mannschaft nach dem 1:0 den Faden verlor. Vielmehr sah er das Problem in der Chancenverwertung. Talir sprach von weiteren Möglichkeiten, nannte einmal Stange, einmal Latte und dazu noch zwei oder drei Angriffe, die nicht sauber zu Ende gespielt wurden. "Wenn man nicht auf das 2:0 geht und die Chancen nicht macht, bleibt der Gegner immer im Spiel", brachte er es auf den Punkt. Genau das zeigte sich in der 92. Minute noch einmal. Nach einem abgefälschten Freistoß brauchte es eine "Glanzparade" des Ferschnitzer Torhüters, wie Talir sagte. "Die Schlüsselaktion war, dass unser Torhüter diesen Ball sensationell hält", meinte der Trainer, der darin die einzige richtig große Möglichkeit der Gäste sah.

Stabil hinten, fair im Urteil und mit Sorgen um Angeschlagene

Neben dem Siegtor und der späten Rettung hob Talir vor allem die Arbeit gegen den Ball hervor. "Wir waren defensiv wieder sehr stabil", sagte er und knüpfte damit direkt an die Vorwoche an. Seine Mannschaft habe dem Gegner "in der letzten Linie kaum Möglichkeiten gegeben" und zugleich nach vorne eine Steigerung gezeigt, weil diesmal auch aus dem Spiel gute Chancen herausgespielt wurden. Insgesamt sprach er von einer "sehr taktischen und disziplinierten Leistung". Den Gegner beurteilte der Ferschnitz-Coach trotz der Niederlage respektvoll. Ardagger/Neustadtl II habe wegen roter Karten und Verletzungen im Kader zwar zu kämpfen, sei mit seiner Qualität aber immer ein unangenehmer Gegner. Auch bei zwei möglichen Elfmeterszenen bei 0:0 blieb Talir sachlich, weil er je einmal auf beiden Seiten eine entsprechende Situation gesehen hatte. Dazu kam noch, dass Ferschnitz laut Trainer schon nach 30 Sekunden wechseln musste und nach dem Spiel zwei oder drei angeschlagene Spieler zu beklagen hatte. Mit dem Heimsieg bleibt Ferschnitz im oberen Drittel dabei, Talir stellte nach dem Abpfiff aber zuerst die Gesundheit über alles und wünschte den angeschlagenen Spielern auf beiden Seiten eine rasche Rückkehr.

1. Klasse West: USV Ferschnitz : Ardagger/Neustadtl II - 1:0 (0:0)

  • 76
    Vladyslav Marchuk 1:0