In der 1. Klasse West hat ASK SAR Hausmening das Heimspiel gegen SV Volksbank Haubi's Petzenkirchen-Bergland mit 4:2 gewonnen und dabei lange alles im Griff gehabt. Trainer Cosmin Calin sah den Schlüssel in einem starken Start mit frühem Elfmeter, einer klaren taktischen Linie und viel Kontrolle bis weit in die zweite Hälfte. Erst in den letzten Minuten bekam der Heimsieg noch einen kleinen Kratzer.

Bild von jcomp auf Freepik
Der Ton war früh gesetzt. Schon in der 4. Minute brachte Steliano Filip die Hausherren vom Punkt in Führung, nachdem Hausmening laut Calin stark über die rechte Seite gekommen war und es im Strafraum ein Foul gegeben hatte. "Wir haben sehr gut begonnen und gleich durch einen Elfmeter das Tor gemacht", sagte der Trainer. Für ihn war genau das der erste große Unterschied zu vielen anderen Partien. "Normalerweise ist es bei uns oft passiert, dass wir mit einem 0:1 beginnen. Gegen Petzenkirchen war es wirklich ein guter Start von uns." Hausmening blieb in dieser Phase das aktivere Team, legte in der 27. Minute durch Attila Vida mit einem Distanzschuss nach und erhöhte noch vor der Pause auf 3:0, als Andreas Haider in Minute 36 traf.
Mit dem frühen Vorsprung im Rücken bekam das Spiel jene Richtung, die sich Calin gewünscht hatte. Der Coach sprach von einer Partie, die "von Beginn bis zur 85. Minute komplett unter Kontrolle" gewesen sei, und begründete das nicht nur mit den Toren. "Das System, die Positionierung und die taktischen Bewegungen haben wirklich gut funktioniert", sagte er. Gerade gegen einen Gegner wie Petzenkirchen sei das wichtig gewesen. Calin hatte die Gäste als robuste, stabile und kopfballstarke Mannschaft erwartet, dazu mit viel Bewegung zwischen den Linien und immer gefährlich über lange Bälle oder Standards. "Wir haben die Stärke von Petzenkirchen zugemacht", meinte er. Dass Hausmening nach dem 3:0 nicht nachließ, zeigte dann auch das 4:0 in der 74. Minute, als Jakub Goga per Kopf traf.
Gerade deshalb blieb die Schlussphase für den Hausmeninger Trainer der einzige Punkt, an dem er sich nicht einfach zufrieden zurücklehnen wollte. David Schroll verkürzte in der 86. Minute auf 1:4, nur zwei Minuten später stellte Andrei-Florin Dronca auf 2:4. Für Calin war das kein Zufall, sondern die Folge einer nachlassenden Spannung. "Beim 4:0 sind wir schon zu locker geworden", sagte er offen. Schon rund um die 80. Minute habe er gemerkt, dass seine Mannschaft nachließ. "Das hat mir auf alle Fälle nicht gefallen. Wir müssen 90 Minuten lang das gleiche Spiel spielen, unabhängig vom Ergebnis." Am klaren Gesamteindruck änderte das aus seiner Sicht aber wenig, denn den Unterschied machte für ihn Hausmenings Mischung aus taktischer Disziplin, guter Kommunikation und "individueller Qualität von Mittelfeld nach vorne". Mit dem Heimsieg hält Hausmening nach zehn Runden bei 18 Punkten und bleibt damit Zweiter, während Petzenkirchen bei sechs Zählern auf Rang 15 liegt.