In der 1. Klasse West musste sich SV Raika Essmeister Neumarkt am Sonntag gegen USV Intersport Winninger Ferschnitz mit 0:1 geschlagen geben. Trainer Patrick Gruber sprach nach dem Spiel von einer über weite Strecken ausgeglichenen Partie auf schwierigem Boden, in der sein Team defensiv ordentlich stand, offensiv aber zu selten zwingend wurde. Der Treffer von Matus Jorik in der 23. Minute entschied eine Begegnung, in der laut Gruber am Ende Kleinigkeiten den Ausschlag gaben.

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Gruber beschrieb die Partie als Spiel, das von Anfang an sehr eng und ausgeglichen verlief. Vieles spielte sich zwischen den Strafräumen ab, dazu kamen laut dem Neumarkt-Trainer schwierige Platzbedingungen, die sauberen Fußball zusätzlich erschwerten. „Es war von Anfang an ein sehr ausgeglichenes Spiel, in dem es viel hin und her gegangen ist, aber eigentlich keine Mannschaft klare Torchancen herausspielen konnte“, sagte er. Beide Teams standen defensiv gut, ließen wenig zu und fanden sich immer wieder in vielen Zweikämpfen und hohen Bällen wieder. Die entscheidende Szene fiel dann in der 23. Minute, als Matus Jorik nach einem langen Out-Einwurf und einer unübersichtlichen Situation im Sechzehner zum 0:1 traf. Mit diesem Spielstand ging es auch in die Pause.
Was Gruber an seiner Mannschaft störte, lag weniger im Verhalten gegen den Ball als in den Aktionen nach vorne. Defensiv war er mit dem Auftritt durchaus einverstanden, im letzten Drittel sah er aber zu viele Ungenauigkeiten. „Wir haben im letzten Drittel einfach zu wenig Lösungen gefunden und waren oft im letzten Ball zu ungenau, damit wir wirklich zu großen Torchancen gekommen sind“, erklärte der Trainer. Genau darin lag für ihn der Hauptgrund, warum Neumarkt aus dieser engen Partie nichts mitnahm. Zwar sprach Gruber von „zwei, drei wirklich guten Möglichkeiten“, doch auch diese Situationen wurden aus seiner Sicht nicht konsequent genug zu Ende gespielt. „Wir waren einfach nicht zielstrebig genug, dass wir dann auch wirklich ein Tor erzielen können“, brachte er es auf den Punkt.
Aus Sicht des Neumarkt-Trainers machte der Gegner nach dem Führungstor genau das, was in so einem Spiel notwendig ist. Ferschnitz agierte aggressiv gegen den Ball, stand sehr kompakt und ließ nach dem 1:0 kaum mehr etwas zu. „Der Gegner war extrem aggressiv gegen den Ball, hat exzellent verteidigt und ist sehr kompakt gestanden, vor allem nach dem 1:0“, sagte Gruber. Besonders in der Entstehung des Treffers sah er einen kleinen, aber entscheidenden Unterschied: „Beim 1:0 hat der Gegner das Tor ein bissel mehr gewollt als wir, ein bissel mehr erzwungen und ist da besser nachgegangen.“ Nach der Führung sei dann vor allem der Kampf im Mittelpunkt gestanden, und genau diesen habe Ferschnitz laut Gruber gut angenommen und konsequent zu Ende verteidigt.
Diskussionsstoff rund um den Unparteiischen gab es nach dem Spiel laut Gruber nicht. „Es waren keine großen Fehlentscheidungen dabei. Die Schiedsrichterleistung war absolut in Ordnung“, stellte der Neumarkt-Coach klar und nahm damit gleich jeden Nebenschauplatz aus der Partie. Für ihn blieb es unterm Strich eine Begegnung, die keinen klaren spielerischen Unterschied zwischen beiden Mannschaften zeigte, sehr wohl aber einen im Detail. „Dass ein Team das Glück gehabt hat, bei einer unübersichtlichen Situation den Ball über die Linie zu drücken, und das andere Team nicht“, fasste er den Nachmittag zusammen. Neumarkt bleibt nach der Niederlage bei neun Punkten und steckt damit weiter im hinteren Tabellenbereich fest, während Ferschnitz mit nun 19 Zählern den zweiten Platz untermauert. Für die Gastgeber bleibt die Erkenntnis, dass die Basis mit einer stabilen Defensive vorhanden war, im letzten Drittel aber mehr kommen muss, wenn solche engen Spiele wieder auf die eigene Seite kippen sollen.