Spielberichte

„Wir waren für dieses Spiel nicht bereit“ – Valaitis zum 1:3 in Kematen

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ASK Kematen
TSV Grein

In der 1. Klasse West hat ASK Metran Kematen am Sonntag TSV Meisl Grein mit 3:1 geschlagen. Aus Sicht von Grein-Trainer Eimantas Valaitis war die Niederlage verdient, weil seine Mannschaft von Beginn an nicht in die Partie fand und in den entscheidenden Bereichen zu wenig Gegenwehr zeigte. „Wir waren für dieses Spiel nicht bereit“, brachte es der Coach nach der Auswärtsniederlage klar auf den Punkt.

Zwei Fußballspieler im Zweikampf

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Grein kommt von Beginn an nicht ins Spiel

Schon die Anfangsphase brachte die Gäste in eine Lage, aus der sie sich später nicht mehr ganz befreien konnten. Kematen nutzte die ersten Chancen konsequent und ging in der 8. Minute durch Lukas Schattleitner mit 1:0 in Führung. In der 14. Minute legte Lukas Fehringer das 2:0 nach, und damit war Grein früh unter Druck. Für Valaitis war genau dieser Start sinnbildlich für den gesamten Nachmittag. „Wir haben verdient verloren“, sagte der Trainer offen. Gleichzeitig nahm er sich selbst in die Pflicht und sprach nicht zuerst über seine Spieler. „Ich habe die Spieler nicht genug überzeugt, was uns in Kematen erwartet“, erklärte er. Damit meinte er vor allem, dass seine Mannschaft die Aufgabe von Beginn an nicht mit der nötigen Schärfe angenommen habe und viel zu spät in den Zweikämpfen angekommen sei.

Der Anschlusstreffer brachte kurz Hoffnung

Nach dem Seitenwechsel war zumindest für kurze Zeit wieder Leben im Spiel der Greiner. Maksym Maksymenko traf in der 47. Minute zum 2:1 und brachte seine Mannschaft damit gleich nach Wiederbeginn zurück. Valaitis schilderte diese Phase als den Moment, in dem seine Elf vielleicht doch noch hätte hineinfinden können. „Dann machen wir das 2:1, danach haben wir noch eine gute Chance, vielleicht kommen wir da ins Spiel“, sagte er. Genau dieser Ausgleich fiel aber nicht, weil laut dem Grein-Coach der Kematener Torhüter in dieser Situation zur Stelle war. Damit blieb es beim knappen Rückstand, und die Gäste konnten das Spiel nicht mehr wirklich drehen. In der 82. Minute machte Fehringer mit seinem zweiten Treffer an diesem Tag das 3:1 und damit auch den Endstand fix.

Zu viele Duelle verloren, zu viele zweite Bälle hergeschenkt

In der Analyse wurde Valaitis sehr deutlich, weil er die Ursachen nicht in komplizierten Dingen suchte. Für ihn war es kein Spiel, das an Taktik oder einzelnen Systemfragen entschieden wurde, sondern eines, in dem seine Mannschaft die Grundtugenden vermissen ließ. „Wir waren nicht aggressiv genug“, sagte der Trainer, und genau diesen Punkt zog er mehrmals hervor. Kematen sei in den Duellen besser gewesen, habe mehr Kopfbälle gewonnen und auch bei den zweiten Bällen klar die Nase vorne gehabt. „Der Gegner war motiviert und aggressiv“, sagte Valaitis. Dazu kam aus seiner Sicht noch ein weiterer Unterschied, der das Spiel fast über die gesamte Zeit bestimmt habe: „Kematen war überall einen Meter und eine Sekunde schneller, und das ist im Fußball ganz wichtig.“ Weil Grein dort zu wenig dagegenhielt, fand die Mannschaft nie zu ihrem eigenen Spiel.

Valaitis will keine Ausreden gelten lassen

Entsprechend nüchtern fiel auch der Blick nach vorne aus. Der Trainer wollte die Niederlage nicht schönreden und suchte auch keine Nebenschauplätze. „Es war kein taktisches Problem“, stellte er klar und machte deutlich, dass es diesmal um die Bereitschaft jedes Einzelnen gegangen sei. In seinen Augen war die Mannschaft als Ganzes nicht auf dem Level, das in so einer Partie notwendig ist. „Wir müssen das akzeptieren, daraus lernen und reagieren“, sagte Valaitis. Die Antwort auf dieses 1:3 erwartet er nun in der Trainingswoche und in der nächsten Runde. Nach einem Spiel, in dem Grein fast durchgehend hinterherlief und nur nach dem Anschlusstreffer kurz Hoffnung schöpfen konnte, soll nun vor allem eines passieren: eine klare Reaktion auf dem Platz.

1. Klasse West: Kematen : TSV Grein - 3:1 (2:0)

  • 82
    Lukas Fehringer 3:1
  • 47
    Maksym Maksymenko 2:1
  • 14
    Lukas Fehringer 2:0
  • 8
    Lukas Schattleitner 1:0