In der 1. Klasse West hat ÖTSU Steinakirchen am Samstag gegen SCU Euratsfeld einen klaren 4:1-Heimsieg gefeiert. Trainer Daniel Lehner machte nach dem Schlusspfiff vor allem drei Momente als Schlüssel aus: den Blitzstart, das 2:1 kurz vor der Pause und das schnelle 3:1 nach Wiederbeginn. Genau diese Phasen gaben den Gastgebern laut Lehner jenes Selbstvertrauen, mit dem die Partie nach schwierigen Minuten doch noch deutlich wurde.

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"Es war für uns ein super Start", sagte Lehner, weil seine Mannschaft gleich mit der ersten Offensivaktion in Führung ging. In der 1. Minute brachte Moritz Dammerer Steinakirchen mit dem 1:0 früh auf Kurs. Der Trainer schilderte danach aber keine ruhige erste Halbzeit, sondern eine Phase, in der Euratsfeld gut im Spiel war und den Hausherren Probleme bereitete. "Danach hatten wir zu Beginn und Mitte der ersten Hälfte ziemliche Probleme mit der Spielweise des Gegners", erklärte Lehner. Steinakirchen bekam in dieser Phase laut seinem Trainer "nicht so viel Zugriff" in der eigenen Hälfte, während die Gäste das taktisch gut machten und über weite Strecken den Ton angaben. Der Ausgleich durch Peter Sladek in der 25. Minute fiel nach einem Elfmeter, den Lehner als fragwürdig bezeichnete. Umso wichtiger war für die Heimischen, dass sie vor der Pause wieder besser ins Spiel fanden. In der 39. Minute stellte Jonas Gruber nach einer Flanke von rechts und einer Brustablage auf 2:1. Damit ging Steinakirchen trotz einer schwierigen ersten Halbzeit mit einem Vorsprung in die Kabine.
In der Halbzeit reagierte Steinakirchen laut Lehner auch taktisch. "Wir haben ein paar Dinge umgestellt. Das hat in der zweiten Hälfte besser gewirkt", sagte der Trainer. Genau das zeigte sich schnell auf dem Platz. Die Gastgeber bekamen deutlich mehr Zugriff, konnten die Führung besser verwalten und fanden mit dem Raum, der sich nun in der gegnerischen Hälfte auftat, immer wieder Lösungen nach vorne. Vor allem in den Umschaltmomenten bekam Euratsfeld nun Probleme. Schon in der 50. Minute erhöhte Damian Bogacz auf 3:1, nur drei Minuten später legte er mit dem 4:1 nach und machte den Doppelpack perfekt. Für Lehner war genau diese Phase spielentscheidend. "Die frühe Führung, das 2:1 vor der Pause und dann das schnelle 3:1 haben uns Selbstvertrauen gegeben", sagte er. Gleichzeitig sei der Gegner dadurch immer unsicherer geworden. "Dann konnten sie sich auch nicht mehr aufbäumen, und wir hatten das Spiel in der zweiten Hälfte immer besser im Griff."
Dass Steinakirchen am Ende so deutlich gewann, führte Lehner nicht nur auf die Tore, sondern auch auf das Auftreten der gesamten Mannschaft zurück. "Der Siegeswille und das Teamgefüge waren richtig gut. Es haben alle den Beitrag geliefert, um zum Sieg zu kommen", sagte der Trainer. Auch in seiner Einschätzung des Gegners blieb er differenziert. Euratsfeld habe in der ersten Hälfte "wirklich gut" gespielt, mit dem 3:1 nach Seitenwechsel aber "ein bisschen den Faden verloren". Auch das gehört für den Steinakirchen-Coach zur Erklärung dieses 4:1. Die Gastgeber wurden nach dem Wiederbeginn aktiver, direkter und gefährlicher, während die Gäste Schritt für Schritt zurückfielen. Selbst bei den Diskussionen um einzelne Entscheidungen wollte Lehner kein großes Thema aufmachen. Es habe zwar die eine oder andere fragwürdige Szene gegeben, "aber nicht so, dass es auf einer Seite mehr gewesen wäre". Unterm Strich stand für ihn deshalb ein klarer Befund: Steinakirchen baute die Führung verdient aus und hätte das Spiel nach seiner Einschätzung sogar "noch höher gewinnen können".