In der 1. Klasse West hat SU Weise Raika Aschbach das Heimspiel gegen ASK Metran Kematen mit 2:1 gewonnen und sich damit weiter in der Spitzengruppe festgesetzt. Trainer Frane Zefi sah seine Mannschaft trotz großer Personalsorgen von Beginn an auf Kurs. Zwei Treffer von Julian Andreas Neudorfhofer machten am Ende den Unterschied, nachdem die Gäste zwischenzeitlich noch zum Ausgleich gekommen waren.

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Für Zefi begann der Nachmittag genau so, wie er es schon vor dem Anpfiff erwartet hatte. „Ich hatte von der ersten Minute an das Gefühl, dass wir dieses Spiel gewinnen“, sagte der Aschbach-Coach nach dem Schlusspfiff. Gerade deshalb war ihm dieser Sieg wichtig, weil seine Mannschaft personell deutlich geschwächt in die Partie gegangen war. Zefi sprach von sechs fehlenden Stammspielern, dazu kamen weitere Ausfälle im Kader. Umso höher bewertete er den Auftritt seiner Elf. Nach zehn Minuten brachte Julian Andreas Neudorfhofer die Gastgeber mit 1:0 in Führung. Zefi hob dabei vor allem die Vorarbeit hervor: „Das war ein super Pass in die Tiefe.“ Gemeint war das Zusammenspiel mit Niklas Neudorfhofer, das den frühen Treffer einleitete. Danach, so schilderte es der Trainer, habe Aschbach das Spiel über weite Strecken kontrolliert. „Wir haben das über 90 Minuten bewiesen“, meinte er, und auch die Pausenführung entsprach aus seiner Sicht klar dem Verlauf. Mit dem 1:0 zur Halbzeit, sagte Zefi, habe man sich für einen konzentrierten und intensiven Beginn belohnt.
Dass die Partie trotzdem noch einmal offen wurde, lag aus Zefis Sicht nicht an einem Bruch im eigenen Spiel, sondern an der Entstehung des Ausgleichs. In der 74. Minute stellte Martin Janecka auf 1:1, doch mit der Vorgeschichte dieser Szene war der Aschbach-Trainer überhaupt nicht einverstanden. Er wollte den Unparteiischen zwar nicht grundsätzlich an den Pranger stellen und sagte auch: „Der Schiedsrichter ist allein, er muss alles allein entscheiden.“ Trotzdem machte er keinen Hehl daraus, dass ihn genau diese Aktion ärgerte. „Für mich war das kein Foul, kein Eckball und kein Elfmeter“, sagte Zefi über die Szene, die aus seiner Sicht zum Gegentor führte. Entscheidend war für ihn aber vor allem die Reaktion seiner Mannschaft. Aschbach verlor nach dem Ausgleich nicht den Faden, sondern blieb im Spiel. Zehn Minuten vor Schluss schlugen die Gastgeber dann doch noch zu. In der 84. Minute traf erneut Julian Andreas Neudorfhofer zum 2:1. Zefi schilderte auch dieses Tor als Folge einer Standardsituation mit einem gefährlichen Ball auf die zweite Stange. Dass seine Mannschaft nach dem Rückschlag noch einmal antwortete, passte zu dem Bild, das er über die gesamte Partie zeichnete.
Am meisten gefiel Zefi, dass seine Mannschaft trotz der angespannten Personallage in fast allen Bereichen die aktivere und stabilere Elf war. „Wir waren defensiv unglaublich kompakt, sehr gut organisiert und in jeder Linie stark“, sagte der Trainer. Dazu kam, dass Aschbach nach seiner Einschätzung nicht nur gegen den Ball ordentlich arbeitete, sondern auch mit Ball viel richtig machte. „Wir haben von hinten gut rausgespielt, wir haben Chancen kreiert und uns mit unserer Spielweise belohnt“, fasste er zusammen. Immer wieder sprach Zefi von Präsenz, von gewonnenen zweiten Bällen, von sauberem Pressing und davon, dass seine Mannschaft in den entscheidenden Momenten wacher gewesen sei als der Gegner. Auch deshalb fiel sein Lob nach dem Spiel deutlich aus. „Ich kann den Jungs nur gratulieren. Das war eine richtige geschlossene Teamleistung“, sagte er. Ein Sonderlob gab es für Doppelpacker Julian Andreas Neudorfhofer, der beide Treffer erzielte. Mit dem 2:1-Erfolg hält Aschbach nach elf Runden bei 20 Punkten und bleibt auf Platz zwei. Für Zefi war dieser Sieg deshalb mehr als nur ein Ergebnis: Er war der Beleg, dass seine Mannschaft auch mit vielen fehlenden Kräften ein Spiel kontrollieren und gewinnen kann.