In der 1. Klasse West hat sich USV Intersport Winninger Ferschnitz gegen ASK SAR Hausmening mit 1:0 durchgesetzt. Trainer Marco Talir sprach danach offen von einem glücklichen Sieg, der seiner Mannschaft vor allem nach einer schwachen ersten Halbzeit viel Arbeit abverlangte. Den entscheidenden Treffer erzielte Vladyslav Marchuk noch vor der Pause, ehe Ferschnitz den knappen Vorsprung mit einer Umstellung und viel Einsatz über die Zeit brachte.

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Ferschnitz hatte von Beginn an Probleme, in die Partie zu finden. Talir schilderte einen Start, in dem die Gäste klar den Ton angaben. „Hausmening war tonangebend. Hausmening hat sehr guten Ballbesitz gehabt“, sagte der Trainer. Seine Mannschaft sei in der ersten Halbzeit „gar nicht in die Zweikämpfe gekommen“ und habe dem Gegner viel zu viel Raum gelassen. Dass es trotzdem mit einem 0:0 in die Schlussphase der ersten Hälfte ging, hatte aus Sicht des Trainers auch mit dem nötigen Glück zu tun. Ein verschossener Elfmeter bewahrte Ferschnitz zunächst vor dem Rückstand, obwohl der Gegner seine spielerische Qualität schon früh auf den Platz brachte.
Erst gegen Ende der ersten Halbzeit bekam Ferschnitz das Spiel etwas besser auf seine Seite. Talir sprach von „zwei, drei Umschaltsituationen“, die seiner Mannschaft in dieser Phase etwas Luft verschafften. In der 41. Minute fiel dann auch das einzige Tor des Nachmittags. Vladyslav Marchuk brachte die Gastgeber nach einem Einwurf mit 1:0 in Führung. Der Trainer beschrieb die Szene als sauber ausgespielt: „Wir sichern in der Mitte den Ball super, verlegen noch einmal und dann kommt der Superabschluss von Marchuk zum 1:0.“ Genau dieser Treffer sei später auch der entscheidende Moment gewesen. „Das Siegtor von Marchuk war natürlich sehr schön“, sagte Talir.
Zur Pause griff der Ferschnitzer Trainer ein und stellte um. „Ich habe in der Halbzeit einiges verändert, das System verändert und gesagt, wir müssen kompakter sein“, erklärte Talir. Vor allem gegen die temporeichen Spieler der Gäste sollte seine Mannschaft enger stehen und die Abstände besser halten. Nach seiner Einschätzung gelang das zumindest deutlich besser als vor der Pause. „Im Spiel gegen den Ball haben die Abstände in der ersten Halbzeit überhaupt nicht funktioniert. Wir waren immer einen Schritt zu spät und haben keinen Zugriff bekommen“, sagte er. In der zweiten Halbzeit sei dieser Bereich „in Ordnung“ gewesen, auch wenn noch nicht alles so lief, wie er es sich wünsche. Gleichzeitig unterstrich Talir, dass Hausmening „richtig gute Qualität“ in seinen Reihen habe und man das über 90 Minuten deutlich gesehen habe.
Ganz ruhig verlief die Schlussphase dennoch nicht. Talir berichtete von weiteren guten Möglichkeiten für Hausmening, darunter einem Lattenschuss und einer Eins-gegen-eins-Situation, die der Ferschnitzer Torhüter stark entschärfte. Auf der anderen Seite hatte auch Ferschnitz nach Umschalten Gelegenheiten, das 2:0 nachzulegen, spielte diese Angriffe aber nicht sauber zu Ende. So blieb die Partie bis zum Schlusspfiff offen. Der Trainer ordnete das Ergebnis deshalb klar ein: „Wir nehmen die drei Punkte, aber wir wissen, dass das heute ein glücklicher Sieg war.“ Den kleinen Unterschied sah er in der Entschlossenheit. „Wahrscheinlich wollten wir den Sieg um ein paar Prozent mehr“, meinte Talir. Mit 22 Punkten liegt Ferschnitz nach elf Runden auf Rang zwei der Tabelle.