In der 1. Klasse West trennten sich SV Volksbank Haubi's Petzenkirchen-Bergland und Sportunion Leitner Allhartsberg mit 0:0. Für die Gastgeber war es ein Punkt, der zwei Seiten hatte: Robert Doppler sprach nach dem Spiel von einem insgesamt gerechten Remis, zugleich aber auch von „eher zwei verlorenen Punkten“. Der Grund dafür lag aus seiner Sicht klar auf der Hand: Petzenkirchen ließ gute Möglichkeiten ungenutzt, hielt dafür hinten endlich einmal die Null.

Der Spielverlauf war aus Sicht von Petzenkirchen schnell erklärt, auch wenn er sich nicht in wenigen Worten abhandeln ließ. „Es war in der ersten Halbzeit ein vorsichtiger Beginn von beiden Mannschaften“, sagte Sektionsleiter Robert Doppler und brachte damit den Charakter der Anfangsphase auf den Punkt. Beide Teams tasteten sich zunächst ab, große Risiken wollte vorerst niemand eingehen. Dass es mit einem 0:0 in die Pause ging, passte daher zu dieser ersten Hälfte. Nach dem Seitenwechsel blieb die Partie zwar ausgeglichen, ganz ohne Ausschläge war sie aber nicht mehr. Petzenkirchen hatte nun etwas mehr vom Spiel und kam auch zu den besseren Möglichkeiten. Deshalb fiel Dopplers Einordnung am Ende zweigeteilt aus: „Hinterher geht das Unentschieden schon in Ordnung, aber es fühlt sich eher wie zwei verlorene Punkte an.“
Warum sich das Remis für die Gastgeber nicht ganz rund anfühlte, machte Doppler im Gespräch sehr deutlich. „Von den Torchancen her hatten wir Vorteile“, sagte er und legte sich auch fest, wer für ihn der auffälligste Mann auf dem Feld war: „Der Torhüter von Allhartsberg war der beste Mann am Platz.“ Schon in der ersten Halbzeit musste der Gäste-Keeper bei einer guten Möglichkeit entscheidend eingreifen. Doppler sprach dabei sogar von einer Parade, die „sensationell“ gewesen sei. Auch nach der Pause blieb dieses Bild bestehen. Petzenkirchen fand immer wieder Wege zu Abschlüssen, belohnte sich dafür aber nicht. „In der zweiten Halbzeit haben wir auch noch ein paar Chancen gehabt, wo sich der Torhüter ausgezeichnet hat“, sagte Doppler. Dass es am Ende beim 0:0 blieb, führte er deshalb ohne Umschweife auf die fehlende Effizienz zurück: „Die Chancenauswertung von unserer Seite“ war für ihn der Hauptgrund dafür.
So sehr Petzenkirchen dem verpassten Sieg nachtrauerte, so klar war für Doppler auch, worauf vor dem Spiel ein besonderes Augenmerk gelegen hatte. „Das Wichtigste war, dass wir einmal zu null gespielt haben“, sagte er. Dieser Satz erklärt viel, denn in den vergangenen Runden hatte die Mannschaft aus seiner Sicht zu viele Gegentreffer hinnehmen müssen. „In den letzten Runden haben wir immer viele Treffer kassiert. Das Augenmerk lag deshalb auf der Null, dass wir einmal stabil in der Abwehr stehen“, erklärte Doppler. Genau das gelang diesmal. Auch den Gegner ordnete er mit Respekt ein. Man habe Allhartsberg keinen Raum geben dürfen. „Man durfte ihnen keinen Platz lassen, sonst konnten sie ihre Stärken ausspielen“, meinte Doppler. Dazu passte aus seiner Sicht auch die ruhige Leitung des Unparteiischen: „Die Schiedsrichterleistung war sehr okay.“ Unter dem Strich bleibt für Petzenkirchen daher ein Abend mit gemischten Gefühlen: hinten deutlich gefestigt, vorne ohne die nötige Belohnung. Auf dieser defensiven Basis lässt sich aufbauen, auch wenn diesmal mehr drinnen gewesen wäre.