Spielberichte

„Nach dem 2:0 ist das sehr in unsere Richtung gegangen“ – Naderer über das 3:1

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Waldhausen/Gloxwald
SV Blindenmarkt

In der 1. Klasse West hat sich SG Waldhausen/Gloxwald im direkten Duell mit SV Union Raika Blindenmarkt mit 3:1 durchgesetzt und sich damit Luft verschafft. Die Wende kam nach gut 20 Minuten, kurz vor der Pause traf David Marx zur Führung, nach dem Wechsel legte Ralf Rainbacher zweimal nach. Trainer Michael Naderer sah vor allem die Souveränität seiner Mannschaft als Schlüssel.

Spieler in grünem Trikot führt den Ball

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Nach frühem Druck der Gäste übernimmt Waldhausen/Gloxwald

Blindenmarkt erwischte nach der Einschätzung von Michael Naderer zunächst den besseren Start. Die Gäste suchten in den ersten Minuten mit schnellem Umschalten und langen Bällen den Weg nach vorne und kamen dabei auch zu zwei guten Möglichkeiten. "Blindenmarkt ist besser ins Spiel gekommen und hat in den ersten Minuten mit schnellem Umschaltspiel und langen Bällen zwei gute Möglichkeiten vorgefunden", schilderte der Trainer. Danach änderte sich das Bild aber spürbar. "Ab der 15. Minute wurde das Spiel ausgeglichener, und ab Minute 20, 25 haben wir das Spiel übernommen", sagte Naderer. Von da an hatte seine Mannschaft deutlich mehr Ballbesitz, erspielte sich gute Chancen und ging in der 42. Minute in Führung. David Marx traf kurz vor der Pause nach einem Angriff über die Seite zum 1:0.

Nach dem 2:0 hatte der Gastgeber die Partie im Griff

Auch nach dem Seitenwechsel blieb Waldhausen/Gloxwald das aktivere Team. Naderer sprach von mehr Ballbesitz sowie von mehr und besseren Chancen, und auch der Spielstand passte aus seiner Sicht dazu. In der 61. Minute erhöhte Ralf Rainbacher auf 2:0, ehe Gabriel Hornyák für Blindenmarkt in der 67. Minute auf 2:1 verkürzte. Die Antwort der Hausherren ließ aber nicht lange auf sich warten, weil Rainbacher in der 83. Minute auch den Treffer zum 3:1-Endstand besorgte. Für Naderer war die entscheidende Phase trotzdem schon mit dem zweiten Tor erreicht. "Nach dem 2:0 ist das sehr in unsere Richtung gegangen. Blindenmarkt hat offensiv nur mehr kleine Nadelstiche setzen können. Wir sind defensiv echt gut gestanden und haben sonst alles gut wegverteidigt", sagte er. Genau diese Ruhe und Ordnung machten für ihn den Unterschied aus.

„Ganz souverän und sehr intelligent“

In seiner Einordnung nach dem Spiel stellte Naderer weniger das bloße Ergebnis als vielmehr die Art und Weise in den Vordergrund. "Unsere größte Stärke war die Souveränität", sagte der Trainer, und genau das war für ihn in diesem Duell besonders wichtig. "Wir haben das dieses Mal ganz souverän und sehr intelligent heruntergespielt." Dahinter steckt auch der Anspruch, den er an seine Mannschaft stellt. "Unser Anspruch ist nicht die Tabellensituation, in der wir stecken. Wir wollen mit den vorderen Mannschaften mitschwimmen", betonte Naderer. Gerade deshalb seien Heimspiele gegen direkte Gegner so wichtig. Umso mehr zählte für ihn, dass seine Mannschaft dieses Duell zu Hause "mit einer gewissen Souveränität" bestritt und am Ende auch verdient gewann. Dass das Ergebnis nicht noch deutlicher ausfiel, lag aus seiner Sicht auch am starken Blindenmarkter Tormann. "Der Torhüter hat sie sicher auch von einer höheren Niederlage bewahrt", meinte Naderer.

Elfmeter, Ärger über das Drumherum und der Blick auf Montag

Ein weiteres Thema waren die Strafraumszenen, die Naderer nach dem Schlusspfiff offen ansprach. Nach seiner Darstellung fiel das 2:0 nach einem Elfmeter, zudem gingen auch dem 2:1 und dem 3:1 Elfmetersituationen voraus. "Dass wir dieses Mal zwei Elfmeter bekommen haben, ist vielleicht auch ein bisschen das Glück, das wir in den letzten Wochen nicht gehabt haben", sagte er. Gleichzeitig kritisierte der Trainer die Leistung des Schiedsrichters deutlich und verwies unter anderem auf eine Szene um Julian Wurzer, in der aus seiner Sicht ein Strafstoß ausblieb. Noch mehr störte ihn aber, dass dadurch die Diskussion vom Wesentlichen weggeführt werde. "Nach so einem Spiel wird wieder mehr über den Schiedsrichter gesprochen als über die sehr gute Leistung meiner Mannschaft. Das ärgert mich massiv", sagte Naderer. Viel lieber richtete er den Blick schon auf die kommenden Aufgaben. Vor dem Cup-Spiel am Montag und drei weiteren Meisterschaftspartien gehe es jetzt vor allem darum, die Kräfte richtig einzuteilen. "Man muss aktuell mehr Energiemanagement betreiben", so Naderer, der mit einem möglichst kompletten Kader durch diese intensive Phase kommen will.

1. Klasse West: Waldhausen/Gloxwald : Blindenmarkt - 3:1 (1:0)

  • 83
    Ralf Rainbacher 3:1
  • 67
    Gabriel Hornyák 2:1
  • 61
    Ralf Rainbacher 2:0
  • 42
    David Marx 1:0