In der 1. Klasse West hat der TSV Meisl Grein am Samstag gegen die SU Weise Raika Aschbach mit 0:3 verloren. Nach dem 0:1 zur Pause brachten zwei weitere Gegentreffer nach dem Seitenwechsel die Gastgeber endgültig auf die Verliererstraße. Grein-Trainer Eimantas Valaitis fand danach sehr klare Worte, entschuldigte sich bei den eigenen Zuschauern und sah vor allem bei Wille, Energie und Miteinander große Defizite.

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Für Grein lief die Partie von Beginn an in die falsche Richtung. Schon nach elf Minuten brachte Julian Andreas Neudorfhofer die Gäste mit 1:0 in Führung, und genau dieses Bild bestätigte später auch Valaitis in seiner Analyse. „Von der ersten Minute an war der Gegner motivierter“, sagte der Trainer und legte nach: „Aschbach war einen Zentimeter schneller im Duell, hat schneller gedacht und schneller Lösungen gefunden. Wir waren zu langsam.“ Mit dem 0:1 ging es in die Pause, ehe Aschbach nach dem Wechsel weiter nachlegte. In der 55. Minute erhöhte Leandro Morina auf 2:0, zehn Minuten später stellte Denis Sirbu auf 3:0. Valaitis erklärte, dass der ursprüngliche Matchplan nicht aufgegangen sei: „Wir hatten vor dem Spiel einen Plan, aber der hat nicht funktioniert. Nach den Toren haben wir umgestellt, dann war es ein bisschen besser.“ Trotzdem blieb sein Gesamturteil klar: „Generell hat heute nichts funktioniert.“
Deutlich wurde der Grein-Coach vor allem dann, als es um den Auftritt seiner Mannschaft im eigenen Stadion ging. Er rückte nach dem Schlusspfiff nicht Taktik oder einzelne Szenen in den Vordergrund, sondern stellte die Gesamtleistung klar in Frage. „Ich muss mich im Namen des Trainers und der ganzen Mannschaft bei unseren Fans entschuldigen“, sagte Valaitis. „Wer heute ein Ticket bezahlt hat und an uns glaubt, bei dem will ich mich für diese Leistung entschuldigen.“ Für ihn war nicht nur das Ergebnis das Problem, sondern das Auftreten seiner Mannschaft über die gesamten 90 Minuten. „Heute war das nicht die Mannschaft, die wir sehen wollen“, meinte er, und genau dieser Satz zog sich durch seine ganze Einordnung. Besonders schmerzhaft war für ihn, dass diese Niederlage auf eigener Anlage passierte. „Zu Hause dürfen wir nicht so spielen. Für mich als Trainer ist das sehr schmerzhaft“, sagte Valaitis. Viel Schonung für sein Team gab es dabei nicht, weil er den Auftritt insgesamt als klar ungenügend bewertete.
Auch bei der Frage, worin der Unterschied zwischen beiden Mannschaften gelegen habe, musste Valaitis nicht lange überlegen. Seine Antwort fiel hart, aber eindeutig aus: „Wille, Motivation, Energie, Power.“ Dazu kam aus seiner Sicht, dass Grein als Mannschaft zu wenig gemeinsam auftrat. „Als Team waren wir nicht genug zusammen. Wir haben zu wenig geredet, zu wenig miteinander gearbeitet, wir waren heute zu leise“, sagte der Trainer. Dass Aschbach am Ende als verdienter Sieger vom Platz ging, stellte er ebenfalls nicht in Frage. „Der Gegner war überall besser“, so Valaitis. „Jede Position, jedes Duell, ob der Ball hoch war oder am Boden, sie haben überall bessere Lösungen gefunden.“ Diskussionen über andere Umstände wollte er gar nicht erst aufmachen, auch zur Leistung des Schiedsrichters sagte er nur knapp: „Es ist alles gut.“ Damit blieb als Kern dieser Heimniederlage vor allem eines stehen: Grein verlor nicht wegen eines einzelnen Moments, sondern weil aus Sicht des Trainers fast alles fehlte, was seine Mannschaft sonst ausmachen soll. Vor dem nächsten Auftritt wird es für die Gastgeber also vor allem darum gehen, genau diese Punkte wieder auf den Platz zu bringen.