In der 1. Klasse West hat SCU Günther St.Georgen/Y gegen ÖTSU Steinakirchen mit 1:3 verloren. Aus Sicht von Steinakirchen-Trainer Daniel Lehner lag der Unterschied nicht in einer klaren Überlegenheit, sondern in den entscheidenden Szenen: die frühe Führung, die schnelle Antwort auf das 1:1 und das späte 3:1. Dazwischen entwickelte sich eine enge Kampfpartie, in der beide Seiten ihre Momente hatten.

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Lehner machte nach dem Schlusspfiff keinen Hehl daraus, was seiner Mannschaft gleich zu Beginn in die Karten spielte. „Die schnelle 1:0-Führung und das 2:1 nach dem Gegentreffer waren mit Sicherheit die wichtigsten zwei Momente im Spiel“, sagte der Trainer. Schon in der 3. Minute ging Steinakirchen durch Damian Bogacz in Führung, und laut Lehner entstand dieses Tor nach einem Strafstoß. „Der Pass von unserem Stürmer zu einem Mitspieler wurde mit der Hand abgeblockt, und der Elfmeter wurde sauber verwandelt“, schilderte er die Szene. Danach hatte sein Team die Partie aber nicht komplett im Griff. Lehner sprach von einer echten „Kampfpartie“, in der St. Georgen immer wieder mit langen Bällen und Diagonalbällen gefährlich geworden sei. Steinakirchen sei nach der Führung etwas zurückgefallen, der Gastgeber habe mehr Ballbesitz gehabt und immer wieder Druck aufgebaut. „Wir haben zwar nicht recht viele Großchancen zugelassen in der ersten Hälfte, aber trotzdem hat der Gegner immer wieder für Gefahr gesorgt“, ordnete Lehner die Phase bis zur Pause ein, sodass seine Mannschaft mit einem knappen 1:0-Vorsprung in die Kabine ging.
Nach dem Seitenwechsel blieb es nicht lange beim knappen Vorsprung. In der 53. Minute kam St. Georgen durch Stefan Rafetzeder zum 1:1, und auch dazu lieferte Lehner eine klare Beschreibung. „Das 1:1 war ein Eckball mit einem Kopfball zentral vorm Tor“, sagte er. Aus seiner Sicht wurde die Partie danach noch offener, weil nun beide Mannschaften verstärkt zu ihren Möglichkeiten kamen. „Nach dem 1:1 ist das Spiel offener geworden. Der Gegner hatte einige gefährliche Momente, wir sind aber auch immer wieder im Umschalten gefährlich geworden“, erklärte der Steinakirchner Trainer. Genau über so eine Umschaltsituation holten sich die Gäste in der 65. Minute die Führung zurück. Wieder war Damian Bogacz der Torschütze. „Wir haben einen Konter sehr gut fertig gespielt. Clemens Heindl hat dem Damian Bogacz den Lauf super gespielt, und er musste den Ball nur mehr am Tormann vorbeischieben“, sagte Lehner. Dieses 1:2 war für ihn einer der spielentscheidenden Punkte, weil sich seine Mannschaft danach wieder stärker auf das Verteidigen konzentrieren konnte.
Ganz entschieden war die Partie mit dem zweiten Steinakirchner Treffer aber noch nicht. Lehner beschrieb eine Schlussphase, in der das Spiel in beide Richtungen kippen hätte können. „Wir hatten Chancen auf die Vorentscheidung zum 3:1, der Gegner hatte aber auch zwei, drei Möglichkeiten zum Ausgleich. Das hätte genauso 2:2 wie 3:1 werden können“, sagte er offen. Erst in der Nachspielzeit fiel die endgültige Entscheidung. Beim 1:3 in der 96. Minute spielte laut Lehner wieder Clemens Heindl eine wichtige Rolle. „Das 3:1 war ganz am Ende. Nach einem Freistoß legt Clemens Heindl den Ball sicher ab, und Nico Prankl hat dann aus spitzem Winkel ins kurze Eck hoch abgeschlossen“, so der Trainer. Den Ausschlag gab für ihn am Ende nicht nur die Effizienz, sondern auch die Haltung seiner Mannschaft. „Die Teamleistung und die Einstellung waren wieder sehr gut“, lobte Lehner. Gleichzeitig sieht er weiter Luft nach oben, „vor allem beim Verteidigen der hohen Bälle und bei Standardsituationen“. Den Unterschied zwischen den beiden Teams fasste er schließlich so zusammen: „Wir hatten in den entscheidenden Momenten das Spielglück ein wenig auf unserer Seite, und der Gegner konnte aus seinen Möglichkeiten weniger Kapital schlagen als wir.“ Mit dem Auswärtssieg hält Steinakirchen nach zwölf Spielen bei 13 Punkten und ist damit in der Tabelle vor St. Georgen gereiht.