In der 1. Klasse West lieferte sich ASK SAR Hausmening mit SG Ardagger/Neustadtl II ein enges 3:2-Duell. Die Gastgeber führten schon 2:0, ließen die Partie dann aber noch einmal völlig offen werden und brauchten am Ende das Tor in der Nachspielzeit. Trainer Cosmin Calin sprach danach von einem starken Beginn, sah aber auch klar, warum es trotz Überzahl noch einmal eng wurde.

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Hausmening war von Beginn an das aktivere Team und bekam genau den Start, den sich Calin vorgestellt hatte. Der Trainer sah seine Mannschaft vor allem in den ersten dreißig Minuten klar im Vorteil. „Wir haben sehr gut begonnen. Spielerisch waren wir richtig gut im Spiel“, sagte er nach dem Schlusspfiff. Dazu habe seine Elf die Räume zwischen den Linien gut genutzt und auch gegen den Ball den nötigen Zugriff gehabt. Genau diese Mischung aus Spielkontrolle und Aggressivität machte aus Sicht des Trainers den Unterschied in der Anfangsphase. Belohnt wurde das mit dem Doppelpack von Jakub Goga, der in Minute 24 und 33 auf 2:0 stellte. Für Calin war in dieser Phase sogar noch mehr drinnen: „Wir hatten die Riesenchance auf das 3:0, um das Spiel zu schließen.“ Weil dieses dritte Tor aber ausblieb, blieb die Tür für die Gäste offen.
Genau darin sah der Hausmeninger Coach im Nachhinein den Grund, warum die Partie noch einmal eine andere Richtung nahm. Marcel Tenschert verkürzte noch vor der Pause auf 2:1, und damit war der Vorsprung plötzlich nicht mehr so stabil, wie es nach einer halben Stunde noch ausgesehen hatte. Calin schilderte, dass Ardagger/Neustadtl II schon direkt nach dem Seitenwechsel gefährlich in den Strafraum kam, ohne daraus Kapital zu schlagen. Dann folgte in Minute 57 der Ausschluss von Florian Elser. Eigentlich sprach da vieles für die Gastgeber, doch genau diese Phase missfiel Calin. „Da haben wir diese Überzahl einfach nicht fertig gespielt“, sagte er. Hausmening blieb in dieser Zeit zu unkonzentriert, die Gäste gaben nicht auf und kamen durch Adrian Gruber in Minute 70 sogar noch zum 2:2. Calin formulierte es deutlich: „Die Überzahl hat eigentlich mehr gegen uns gespielt.“
Dass die Partie trotzdem noch auf die Hausmeninger Seite fiel, lag am letzten Drängen in der Offensive. Calin sagte selbst, dass seine Mannschaft nach dem Ausgleich noch einmal alles nach vorne warf. Als schon vieles auf ein Remis hinauslief, traf Elias Dorninger in der Nachspielzeit zum 3:2 und rettete damit einen Sieg, der lange viel klarer ausgesehen hatte. Der Trainer verschwieg nachher nicht, dass ihn der Verlauf beschäftigt hatte, ordnete das Spiel aber nüchtern ein. „Der Gegner war richtig gut und hat auch mit einem Mann weniger nicht aufgegeben“, sagte er über die Gäste. Gerade am Ball habe Ardagger/Neustadtl II Qualität und Tempo gezeigt, in der zweiten Halbzeit hätte die Partie laut Calin sogar auch in die andere Richtung kippen können. Umso klarer formulierte er, woran seine Mannschaft weiter arbeiten müsse: „Verbesserungspotenzial haben wir im Spielverständnis und in den Eins-gegen-eins-Situationen, vorne wie hinten.“ Der späte Sieg bringt Hausmening zwar drei Punkte, aus Trainersicht aber auch genug Hinweise, dass noch längst nicht alles gepasst hat.