In der 1. Klasse West musste sich TSV Meisl Grein am Freitagabend bei FCU SOP Winklarn mit 1:3 geschlagen geben. Trainer Eimantas Valaitis sah nach einer guten Anfangsphase und der Führung seiner Mannschaft vor allem die Defensivarbeit als Knackpunkt. „Ein Match gewinnt man defensiv, nicht offensiv“, sagte der Grein-Coach nach einer Partie, in der seine Elf nach dem 1:0 den Faden verlor und Winklarn das Spiel noch vor der Pause drehte.

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Valaitis konnte der Niederlage trotzdem eine ordentliche Anfangsphase abgewinnen. „Wir hatten eine gute erste halbe Stunde. Unser Plan hat funktioniert, die Spieler haben das offensiv und defensiv sehr gut gemacht“, sagte der Trainer. Grein war in dieser Phase gut in der Partie und belohnte sich in der 30. Minute auch mit der Führung, als Dmytro Kyrychenko das 0:1 erzielte. Für den Grein-Coach war das genau jene Phase, in der seine Mannschaft vieles von dem auf den Platz brachte, was sie sich vorgenommen hatte. Umso mehr ärgerte ihn, dass nach diesem Treffer nicht die nötige Ruhe blieb, sondern das Spiel recht schnell eine andere Richtung bekam.
Der Bruch kam aus Sicht des Trainers unmittelbar nach dem eigenen Vorsprung. Winklarn glich in der 41. Minute durch Zoran Milutinovic zum 1:1 aus, und genau ab diesem Zeitpunkt sah Valaitis seine Mannschaft nicht mehr so stabil wie davor. „Das 1:1 war noch kein Problem. Wir hätten wieder unser Spiel und unseren Plan spielen müssen“, meinte er. Stattdessen sei Grein zu hektisch geworden. „Wir haben zu viel offensiv gedacht und defensiv vergessen. Wenn du zu gestresst bist, dann kommen Fehler.“ Vor der Pause drehte Milutinovic die Partie noch auf 2:1. Valaitis sprach in dieser Phase von einem „geschenkten“ und aus seiner Sicht „billigen“ Gegentor, durch das Winklarn zusätzliches Selbstvertrauen bekommen habe.
Nach dem Seitenwechsel bekam Grein das Spiel nicht mehr so zurück, wie es sich der Trainer erhofft hatte. Valaitis betonte zwar, dass seine Mannschaft im Vergleich zur letzten Heimrunde ein anderes Gesicht gezeigt habe. „Diesmal war es eine ganz andere Mannschaft. Da war Energie, da war Motivation, die Mannschaft hat gut funktioniert“, sagte er. Gleichzeitig sprach er aber auch die Mängel klar an. „Von unserer Seite waren es zu viele Passfehler und zu viele schlechte Entscheidungen.“ Gegen einen Gegner mit Qualität wog das doppelt schwer. „Wenn wir Fehler machen, dann hat so eine Mannschaft genug Qualität, diese Fehler zu nutzen.“ In der Nachspielzeit machte Milutinovic mit seinem dritten Treffer zum 3:1 schließlich alles klar.
Deshalb richtete Valaitis den Blick unmittelbar nach dem Abpfiff schon wieder nach vorne. Der Trainer wollte die Niederlage nicht schönreden, aber auch nicht größer machen, als sie für seine Mannschaft sein soll. „Man muss immer positiv bleiben. Das ist nur Fußball. Im Training und im nächsten Spiel ist wieder alles anders“, sagte er. Grein müsse diese Partie nun abhaken und aus den einfachen Gegentoren lernen. Gerade der defensive Umgang mit Führungen blieb für ihn die wichtigste Lehre aus dem Abend in Winklarn. „Zwei Spiele noch, alles ist in unserer Hand. Wir können nur uns selbst kontrollieren, also Kopf hoch und weiter.“