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„Uns hat die Erfahrung gefehlt“ – Euratsfeld gibt frühe Führung im Derby noch aus der Hand

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USV Ferschnitz
SCU Euratsfeld

Im Derby der 1. Klasse West setzte sich der USV Intersport Winninger Ferschnitz gegen den SCU Euratsfeld mit 3:1 durch, obwohl die Gäste früh vorgelegt hatten. Nach dem 1:1 zur Pause kippte die Partie im zweiten Abschnitt endgültig. Euratsfeld-Trainer Vitalis Stankevicius sprach von einem „schweren Spiel“, sah vor allem in der Defensive nach der Pause die Probleme und sagte offen: „Uns hat die Erfahrung gefehlt.“

Linienrichter mit Fahne steht an der Seitenauslinie

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Frühe Führung, dann dreht sich das Derby

Für Euratsfeld begann das Derby zunächst genau nach Wunsch. Schon in der 2. Minute brachte Florian Meznik die Gäste mit 1:0 in Führung und sorgte damit für einen Auftakt, der der Partie sofort Schärfe gab. Stankevicius erlebte danach das, was er selbst als klassisches Nachbarschaftsduell beschrieb. „Es war ein schweres Spiel, ein typisches Derby mit viel Laufarbeit und vielen Zweikämpfen“, sagte der Trainer. Lange konnte Euratsfeld den Vorsprung aber nicht in die Kabine retten. In der 42. Minute glich Vladyslav Marchuk für Ferschnitz zum 1:1 aus, mit diesem Stand ging es auch in die Pause. Nach dem Seitenwechsel bekam das Spiel dann seine entscheidende Richtung: Matus Jorik traf in der 70. Minute zum 2:1 und legte in der 84. Minute noch das 3:1 nach.

Die zweite Halbzeit blieb aus Sicht der Gäste das Problem

Gerade der Verlauf nach der Pause war es auch, der den Euratsfeld-Coach beschäftigte. Stankevicius sprach nicht davon, dass seiner Mannschaft der Wille gefehlt hätte, wohl aber davon, dass sie im entscheidenden Abschnitt nicht so verteidigte, wie es nötig gewesen wäre. „In der zweiten Halbzeit haben wir in der Defensive nicht das gemacht, was wir uns vorgestellt haben, und dann haben wir die Tore bekommen“, sagte er. Einen einzelnen Moment wollte er dabei nicht überbewerten, trotzdem blieb das 2:1 für ihn ein markanter Punkt in diesem Derby. „Schwer zu sagen, welche Szene entscheidend war. Aber ich glaube, das 2:1 war sicher wichtig“, meinte Stankevicius. Dass Ferschnitz daraus Kapital schlug, passte aus seiner Sicht zum Bild einer Partie, in der die Gastgeber ihre Möglichkeiten am Ende besser nützten.

Keine Vorwürfe an die Mannschaft, aber ein klarer Hinweis auf den Lernprozess

Trotz der Niederlage stellte sich Stankevicius nach dem Schlusspfiff klar vor seine Mannschaft. „Ich habe überhaupt keinen Vorwurf an die Mannschaft. Alle haben 100 Prozent gegeben“, sagte der Euratsfeld-Trainer. Dass es am Ende dennoch nicht reichte, erklärte er mit einem Punkt sehr direkt: „Erfahrung.“ Genau dort setzte er dann auch mit seinem positiven Aspekt an. „Die Spieler bekommen in der 1. Klasse ihre Möglichkeit. Sie geben immer Gas, und positiv ist, dass wir langsam Männer werden, nicht nur junge Buben“, sagte Stankevicius. Den Gegner ordnete er zugleich als „richtig gute Mannschaft“ ein, die im Zusammenspiel und in der individuellen Klasse viel mitbringe. Streitpunkte rund um den Unparteiischen wollte er keine aufmachen, auch da sei „alles gepasst“. Für Euratsfeld bleibt damit zwar nichts Zählbares aus diesem Derby, aus Sicht des Trainers aber sehr wohl die Erkenntnis, dass der Einsatz stimmt und die Entwicklung weitergehen muss.

1. Klasse West: USV Ferschnitz : Euratsfeld - 3:1 (1:1)

  • 84
    Matus Jorik 3:1
  • 70
    Matus Jorik 2:1
  • 42
    Vladyslav Marchuk 1:1
  • 2
    Florian Meznik 0:1