Spielberichte

„In der Halbzeit sehr ruhig analysiert“: Waldhausen/Gloxwald findet nach der Pause die richtige Antwort

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ÖTSU Steinakirchen
Waldhausen/Gloxwald

In der 1. Klasse West hat die ÖTSU Steinakirchen gegen die SG Waldhausen/Gloxwald mit 2:4 verloren. Aus Sicht von Waldhausen-Trainer Michael Naderer lag der Schlüssel nicht nur im frühen 0:1, sondern vor allem in der Pause: Beim Stand von 1:1 habe seine Mannschaft ruhig und sachlich nachgeschärft und danach ein ganz anderes Gesicht gezeigt. Vor der Pause lief bei den Gästen noch längst nicht alles zusammen.

Fußball auf Stadionrasen

Bild von Michal Jarmoluk auf Pixabay

Schwieriger Beginn auf tiefem Boden

Michael Naderer sprach von einem komplizierten Start auf einem Platz, der Ende Oktober tief und schmierig war. "Der Platz war sehr schlecht bespielbar", sagte der Trainer und machte keinen Hehl daraus, dass seine Mannschaft die Energie aus den vorherigen Partien nicht auf den Rasen brachte. "Wir haben leider die Energie von den letzten zwei Spielen nicht mitnehmen können", so Naderer. Trotzdem gingen die Gäste in der 20. Minute in Führung, als Ralf Rainbacher das 0:1 erzielte. Der Trainer ordnete diesen Treffer sogar als eher glücklich ein. Danach blieb Waldhausen aus seiner Sicht aber zu verlegen, machte nicht konsequent weiter und ließ Steinakirchen wieder ins Spiel kommen. In der 39. Minute fiel dann noch vor der Pause das 1:1 durch Clemens Teufel. Gerade die Arbeit gegen den Ball gefiel Naderer bis dahin nicht.

Nach dem 2:2 sofort wieder geantwortet

Genau deshalb wurde die Halbzeitpause für ihn zum entscheidenden Punkt des Nachmittags. "Die Halbzeitpause war für mich der ausschlaggebende Punkt", sagte Naderer. Viel Lautstärke habe es dafür nicht gebraucht. "Wir haben ganz ruhig und sachlich geredet. Jeder musste sich klar werden, wie man auftreten muss, wie man spielen muss, damit man ein Spiel gewinnt." Die Antwort seiner Mannschaft kam dann sofort. Mate Sebök brachte Waldhausen in der 48. Minute wieder mit 1:2 in Führung. Als Alexander Gruber in der 57. Minute auf 2:2 stellte, drohte die Partie neuerlich offen zu werden. Doch genau in dieser Phase gefiel Naderer die Reaktion seiner Elf besonders. Schon drei Minuten später traf erneut Sebök zum 2:3. "Nach dem 2:2 haben wir gleich wieder geantwortet", betonte der Trainer. In der 77. Minute machte Elias Sandhofer mit dem 2:4 alles klar. "Die zweite Halbzeit war ganz anders als die erste", fasste Naderer zusammen.

Lob für Steinakirchen, klare Worte zu Fair Play

Dass der Sieg am Ende deutlich ausfiel, wollte Naderer trotzdem nicht überhöhen. Er bescheinigte Steinakirchen vielmehr einen unangenehmen und kämpferisch starken Auftritt. "Sie haben alles probiert, im Heimspiel in jedem Zweikampf gekämpft und super Energie im Spiel gehabt", sagte er über die Gastgeber. Gleichzeitig strich er heraus, dass seine Mannschaft bei Standardsituationen stark geblieben sei und daraus in der zweiten Hälfte viel gezogen habe. Einen kritischen Punkt sprach der Trainer aber ebenfalls an. Nach seiner Ansicht hätte der Schiedsrichter in einigen Situationen früher Gelb zeigen müssen. Außerdem verwies Naderer auf eine Szene, in der aus seiner Sicht absichtlich auf den Fuß gestiegen wurde. "Fair Play ist das oberste Gebot im Fußball", sagte er dazu. Unterm Strich überwog für ihn jedoch klar das Positive. Wenn Waldhausen jene Energie, Leidenschaft und Arbeit gegen den Ball aus der zweiten Halbzeit konserviert, dann soll genau dieser Auftritt die Richtung für die nächsten Wochen vorgeben.

1. Klasse West: Steinakir. : Waldhausen/Gloxwald - 2:4 (1:1)

  • 77
    Elias Sandhofer 2:4
  • 60
    Mate Sebök 2:3
  • 57
    Alexander Gruber 2:2
  • 48
    Mate Sebök 1:2
  • 39
    Clemens Teufel 1:1
  • 20
    Ralf Rainbacher 0:1