In der 1. Klasse West hat SV Volksbank Haubi's Petzenkirchen-Bergland am Samstag gegen SCU Günther St.Georgen/Y mit 3:0 gewonnen. Aus Sicht von Co-Trainer Markus Vondrak war das Ergebnis nachvollziehbar, weil seine Mannschaft zu harmlos blieb und im Vergleich zum Gegner zu wenig Willen auf den Platz brachte. Vor allem nach vorne fehlte St. Georgen über weite Strecken die nötige Gefahr.

Der Spielverlauf war aus Sicht der Gäste schnell in eine unangenehme Richtung gekippt. In der 24. Minute brachte Andrei-Florin Dronca Petzenkirchen mit 1:0 in Führung, und genau dieses Gegentor störte Vondrak besonders. „Das erste Tor hätten wir besser verteidigen müssen. Es war ein langer Ball, das muss man besser verteidigen“, sagte der Co-Trainer. Mit dem Rückstand im Rücken fand St. Georgen in der ersten Halbzeit offensiv kaum Antworten. Vondrak sprach von einer zu harmlosen Vorstellung nach vorne, und das deckte sich auch mit dem Spielstand zur Pause, als die Gastgeber mit 1:0 vorne lagen. Nach dem Seitenwechsel kam St. Georgen laut Vondrak zwar besser aus der Kabine und hatte eine große Chance auf den Ausgleich, viel mehr brachte der Auftritt nach vorne aber nicht hervor. Statt eines möglichen 1:1 fielen in der Schlussphase die weiteren Treffer für Petzenkirchen: David Schroll erhöhte in der 70. Minute auf 2:0 und legte nur sechs Minuten später noch das 3:0 nach.
Vondrak suchte nach dem Schlusspfiff keine komplizierten Erklärungen, sondern sprach den entscheidenden Punkt sehr direkt an. „Petzenkirchen wollte mehr, ist mehr gelaufen und hat den Sieg mehr gewollt als wir“, sagte er. Gerade dieser Vergleich mit dem Gegner zieht sich durch seine gesamte Einordnung der Partie. Aus seiner Sicht lag der Unterschied nicht nur in einzelnen Aktionen, sondern in der Grundhaltung über 90 Minuten. „Da muss man sich schon hinterfragen, warum wir nicht unser Spiel gespielt haben“, meinte er weiter. Damit beschrieb er eine Niederlage, die für ihn nicht allein durch die drei Gegentore erklärbar ist, sondern durch das, was davor und dazwischen fehlte. Petzenkirchen nutzte die Fehler der Gäste, blieb konsequent und spielte die Situationen, die sich boten, gut aus. St. Georgen dagegen schaffte es nie, längere Druckphasen zu erzeugen oder das Spiel in eine Richtung zu drehen, in der noch einmal Spannung hätte aufkommen können.
Interessant war dabei, dass Vondrak die eigene Mannschaft nicht in allen Bereichen schlecht sah. „Wir haben schon Ballbesitz in den eigenen Reihen. Die Defensive ist nicht so schlecht gestanden, aber wir haben momentan Probleme im Offensivspiel“, sagte er. Genau darin lag für ihn der Kern der Niederlage. St. Georgen hatte zwar Phasen, in denen der Ball in den eigenen Reihen lief, doch daraus entstand zu wenig. „Wir kreieren zu wenige Torchancen und wir sind nicht gefährlich vor dem Tor“, brachte es der Co-Trainer auf den Punkt. Noch deutlicher wurde er bei der Frage nach der Einstellung: „Es fehlen momentan 20 bis 30 Prozent an Willen und Einstellung.“ Das ist ein Satz, der über dieses Spiel hinausweist und die Lage bei den Gästen ziemlich offen beschreibt. Zumindest suchte Vondrak die Ursachen klar bei seiner Mannschaft und nicht rundherum. Über den Unparteiischen gab es von ihm keine Kritik, im Gegenteil: „Der Schiedsrichter war sehr gut.“ Für St. Georgen bleibt damit nach dem 0:3 vor allem die Aufgabe, im Offensivspiel wieder mehr Durchschlagskraft zu entwickeln und in der Grundhaltung ein anderes Bild abzugeben.