Bereits in der 6. Minute konnten die Zuschauer dann auch schon jubeln. Ohler hatte zum 1:0 für Mistelbach verwandelt. Eine in Halbzeit eins ausgeglichene Partie entwickelte sich in Durchgang zwei zum Sturmlauf der Gäste. Sechs Minuten nach Wiederanpfiff konnte Zwierschitz zum 1:1 ausgleichen (57.). Nur elf Minuten später dann die heißeste Situation des Spiels. Schiedsrichter Kazanci pfeift nach angeblichem Foul im Sechzehner der Heimmannschaft auf Elfmeter für St. Pölten. Empörte Spieler und Zuschauer können beim folgenden Tor durch Becirovic (62.) zum 2:1 für die Gäste nur noch zuschauen. In der Folge war Mistelbach nicht in der Lage den Ausgleich zu erzielen. Auch nach dem Spiel tat man sich in Mistelbach schwer, diesmal jedoch standen die Ordner im Mittelpunkt, die alle Hände voll zu tun hatten, um den Schiedsrichter heil vom Sportplatz geleiten zu können.
Starker Beginn von Mistelbach
Nach nur sechs Minuten konnten die heimischen Zuschauer über das 1:0
ihrer Mistelbacher jubeln. Markus Ohler bewies Präzision und ließ
Gäste-Torwart Geschwindl bei seinem stark geschossenen Freistoss nicht
den Funken einer Chance. Im weiteren Verlauf der 1. Halbzeit
entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel. Beide Mannschaften kamen nur
zu wenigen Gelegenheiten, wobei insbesondere zwei Aufreger
erwähnenswert sind. St. Pöltens Sulzer hatte in der 35. Minute den
Ausgleich auf dem Fuß, schaffte es jedoch nicht den Ball aus fünf
Metern Entfernung über die Linie zu bringen. Auf der anderen Seite
konnte die Gästeabwehr einen Schuss gerade noch auf der Torlinie
klären.
St. Pölten schafft Wende
Nach der Halbzeitpause war es aber vorbei mit der Ausgeglichenheit. Die
spielbestimmende Mannschaft war nun St. Pölten. Die überlegene Hagl-Elf
wurde bereits in der 51. Minute belohnt, als Zwierschitz per Kopf zum
1:1 ausgleichen konnte. Die Angriffe der Gäste gingen weiter. Nachdem
einige Gelegenheiten ungenutzt blieben, kam es in der 67. Minute zu
einer sehr umstrittenen Aktion. Schiedsrichter Kazanci entschied nach
einer vermeintlichen Berührung im Sechzehnmeter-Raum auf Elfmeter.
Becirovic versenkte den Strafstoss sicher zur 2:1-Gästeführung. In
einer anschließend hitzigen Partie gelang es den Mistelbachern nicht
mehr wenigstens einen Punkt zu ergattern. Nach dem Schlusspfiff war die
Aufregung über den verhängten Elfmeter groß.
Manfred Reiskopf (Obmann FC Weinviertel Mistelbach):
"Eine katastrophale Schiedsrichter-Leistung. Der Schiedsrichter hat die
ganze Partie über gegen uns gepfiffen. Der Höhepunkt war dann in der
63. Minute, als er den Elfer für St. Pölten gegeben hat. Ich weiß
nicht, ob es einen Bonus der Landeshauptstadt gibt, aber die
Entscheidung war eine Katastrophe. Sogar die St. Pöltner selbst sind
der Meinung, dass es kein Elfer war. Auch der Linienrichter hatte
angezeigt, dass er kein Foul gesehen hatte. Man kommt aber gegen die
schwarze Mafia einfach nicht an."
Karl Taboga (Sportlicher Leiter SKNV St. Pölten Amateure):
"Der Sieg für meine Mannschaft geht in Ordnung. Insbesondere in der
zweiten Halbzeit waren wir überlegen, wobei auch die erste Halbzeit gut
war. Der Elfmeter war natürlich strittig. Insgesamt ist das Ergebnis
aber ok."
FC Weinviertel Mistelbach - SKNV St. Pölten Amateure 1:2 (1:0)
Sportplatz FC Mistelbach, 350, SR Nayim Kazanci
Torfolge:
1:0 Ohler (6.)
1:1 Zwierschitz (51.)
1:2 Becirovic (63., Elfmeter)
Gelbe Karten:
Böck, Ohler, Olschnegger
Becirovic, Setik, Kotynski, Fertl
Rote Karte:
Reiskopf (72.)
Aufstellungen:
FC Weinviertel Mistelbach
Smolak
Krückl - Hodulik - Zahnt (80. Weiszböck) - Ohler
Böck (58.
Möslinger) - Putz - Ohlschnegger - Reiskopf
Bestivna - Berthold
SKNV St. Pölten Amateure
Geschwindl
Shemo - Popp - Kotynski - Schütz
Schmircher - Becirovic (76.
Brandstetter) - Zwierschitz - Wegschaider (91. Starkl)
Fertl - Sulz
(86. Setik)