Befreiungsschlag. Nach einer Serie von sechs sieglosen Partien steht die Frühwirth-Elf nun auf einem beruhigenden zehnten Tabellenrang. Bereits in der 4. Spielminute brachte Stern die Gastgeber mit 1:0 in Führung. Güzel (13.) und Prinz (33.) steuerten die weiteren Tore zur 3:0-Pausenführung bei. Nach der Pause ging es munter weiter und Baranek erhöhte in Minute 57 zum 4:0. Der Anschlusstreffer durch Führlinger in der 70. Minute brachte nur kurz Aufbruchstimmung in die Herzogenburger Mannschaft. Nur zwei Minuten später stellte abermals Güzel (72.) auf 5:1. Der verwandelte Elfmeter durch Szabo (89.) zum 5:2 war nur noch Ergebniskorrektur.
Klare Pausenführung für Kottingbrunn
Es saßen noch nicht einmal alle der 150 Zuschauer auf ihren Sesseln, da
flog Gästetorwart Dietl bereits ein scharf geschossener Freistoss um
die Ohren. Der für seine Schussstärke bekannte Kottingbrunn-Akteur
Stern war Absender dieses 20-Meter-Hammers. Ein machtloser Dietl konnte
den Ball nur noch aus dem Netz holen. Somit stand es bereits nach vier
Minuten 1:0 für die Gastgeber. In dieser Tonart ging es auch weiter. In
der 13. Minute hatte Torjäger Güzel nach Stanglpass von Baranek keine
Mühe mit seinem sechsten Saisontor zum 2:0 zu erhöhen. Die einzige
gefährliche Aktion der Gäste - ein platzierter Freistoss - konnte
Torhüter Knotzer durch eine sehenswerte Parade zunichte machen. In der
33. Minute schnappte sich der flinke Güzel, nach einem Missverständnis
der Herzogenburger Abwehr den Ball, Pass zur Mitte und Prinz schließt
aus zehn Metern zum verdienten 3:0 Pausenstand ab.
Kottingbrunner Lässigkeit nicht mehr spielentscheidend
In der zweiten Halbzeit setzte die Heimmannschaft dort an, wo sie nach
45 Minuten aufgehört hatte. Die Belohnung folgte prompt, als der
technisch versierte Baranek (57.) mit einem Schlenzer von der
Strafraumgrenze zum 4:0 erhöhte. Eine Unachtsamkeit der heimischen
Abwehrreihe hatte zur Folge, dass Führlinger (70.) ebenfalls durch
einen gefühlvollen Heber über den Tormann zum 4:1 stellen konnte. Die
Antwort der Heimischen folgte nur zwei Minuten später. Güzel köpfelte
aus geringer Entfernung zum 5:1. Die punktgenaue Flanke war von Stern
gekommen. Ein Patzer des Kottingbrunner Liberos Zechner führte zum
Elfmeter für die Gästeelf. Szabo (89.) verwandelte zum 5:2, was auch
den Endstand bedeutete.
Jürgen Enzminger (Sektionsleiter ASK Kottingbrunn):
"Endlich wieder ein voller Erfolg. Dieser Sieg tut dem ganzen Verein
gut. Die lange Durststrecke ist nun endlich vorbei und wir können nach
vorne schauen."
Johannes Neumayer (Trainer SV Herzogenburg):
"Was soll ich sagen nach solch einer Klatsche? Nach einem
3:0-Pausenrückstand bist du einfach chancenlos. Wir wollten aus einer
gesicherten Defensive auf Konter spielen, haben aber selbst Tore aus
Kontern erhalten. Die Leistung der Mannschaft ist einfach inakzeptabel.
Wir sind im Moment Kanonenfutter für die anderen Mannschaften. Der Sieg
geht auch in dieser Höhe in Ordnung. Wir waren weit entfernt von einem
Punkt. Zurzeit ist Herzogenburg einfach keine Mannschaft. Wir müssen
uns bewusst machen, dass wir gegen den Abstieg kämpfen. Wir werden wohl
nicht um personelle Änderungen herum kommen."
ASK Kottingbrunn - SV Herzogenburg 5:2 (3:0)
Sportplatz ASK Kottingbrunn, 150, SR Günther Fuchs
Torfolge:
1:0 Stern (4.)
2:0 Güzel (13.)
3:0 Prinz (33.)
4:0 Baranek (57.)
4:1 Führlinger (70.)
5:1 Güzel (72.)
5:2 Szabo (89., Elfmeter)
Gelbe Karten:
Stern
Karner, Tunkl
Aufstellungen:
ASK Kottingbrunn
Knotzer
- Sengül - Zechner - Rakowitz
- Stern - Baranek (81. Mihaly) - Panzenböck - Konci (77. Lianos) - Jakits
- Güzel - Prinz
SV Herzogenburg
Dietl
- Dotter - Schippany (45. Tunkl) - Weiss - Brunner
- Hartl -
Führlinger - Szabo - Steinwendtner (71. Gruber) - Vermeulen (45.
Sailer) -
Karner