Spielberichte

Stockerauer Stimme zum Premierenpunkt im neuen Jahr

Samstagnachmittag empfing der SV Stockerau den ASK Bau Pöchhacker Ybbs. Von der Tabellensituation her durfte man definitiv einen Triumph der Gäste erwarten. Immerhin traf der Vorletzte auf den Zweiten des Klassements. Die Heimischen ließen sich davon nicht beirren und zeigten, was mit einer konzentrierten Vorbereitung und dem Glauben an sich selbst alles drinnen ist. Sie rangen dem Favoriten ein Remis ab. Der Ausgleich fiel zwar erst in der Nachspielzeit, war aber absolut verdient. Ligaportal unterhielt sich mit Sascha Pichler, dem Co-Trainer des siegreichen Teams.

Welches Fazit zieht man nach der Partie?

Sascha Pichler: „Wir starteten toll hinein und bereits die erste Hälfte gehörte uns. Die Jungs gaben den Ton an und auf dem Feld konnte man definitiv nicht erkennen, dass der Kontrahent in der Meisterschaft klar vor uns steht. Leider scheiterten wir doppelt am Gebälk. So ging die Auswärtsmannschaft unmittelbar vor der Pause in Führung. Der Referee entschied auf Elfmeter und Tomas Malec verwertete. Damit ging es für uns mit einem knappen Rückstand in die Kabine. Nach dem Seitenwechsel riskierten wir noch mehr. So lösten wir im Laufe des Matches die Viererkette auf und stellten einen Verteidiger zusätzlich in den Sturm. Schön, wenn die taktischen Überlegungen etwas bewirken. Das Last-Minute-Goal verdienten sich unsere Burschen. Ich denke, bei der Performance hätte vielleicht sogar mehr rausschauen müssen. Mit dem Auftritt können wir aber echt sehr zuversichtlich die nächsten Aufgaben in Angriff nehmen.“

Wer avancierte zum „Akteur des Matches“?

Sascha Pichler: „Ich sah eine geschlossen starke Leistung. Wenn ich mich festlegen soll, dann möchte ich unseren Schützen nennen. Stefan Pacher überzeugte im defensiven Mittelfeld. Zur Krönung netzte er schließlich auch noch und bescherte uns den Zähler. Julian Velisek agierte ebenfalls äußerst auffällig. Ein Abschluss von ihm landete an der Stange, bedauerlicherweise nicht im Kasten. Knapp vor dem 1:1 packte er einen sehenswerten Freistoß aus. Der Keeper parierte sensationell. Und final führe ich Philip Holzer an. Der Abwehrspezialist verstärkte die Offensive, als wir die Brechstange auspackten. Er sorgte für Unruhe im gegnerischen Sechzehner.“

Wie schaut die Situation im Kampf um den Ligaverbleib aus?

Sascha Pichler: „Es geht jetzt darum, das Glücksgefühl mitzunehmen. Wir hängen in der Tabelle hinten drinnen. Die Abstiegsgefahr besteht. Wir versuchen das jedoch so gut wie möglich auszublenden. Alle fokussieren sich auf die kommenden Aufgaben. Nächsten Freitag wartet ein wahres Highlight auf uns. Wir reisen zum Derby nach Korneuburg. Wenn das Team an die Partie von diesem Wochenende anknüpft, bin ich sehr zuversichtlich.“