Freitagabend traf die SG Ortmann/Oed-Waldegg auf die SKN St. Pölten Amateure. Der Erstgenannte hatte zum Start durch ein 0:2 in Ybbs den Kürzeren gezogen. Nun sollte also unbedingt der Premierentreffer in der noch jungen Saison her, am besten in Kombination mit einem Triumph. Die Gäste andererseits wollten unbedingt an die Auftaktrunde anknüpfen. Da war ihnen mit dem Sieg über Ebreichsdorf unmittelbar ein Ausrufezeichen gelungen. Dieses Mal blieben sie hinter den Erwartungen zurück. Die Heimischen boten eine konzentrierte Leistung und setzten sich nicht unverdient durch.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Rund 170 Zuschauer fanden sich am Sportplatz ein. Die lokalen Fans freuten sich irrsinnig darauf, endlich wieder ihren Burschen im eigenen Wohnzimmer auf die Beine schauen zu dürfen. Die sachkundigen Besucher wussten natürlich ganz genau, dass da eine wahrlich hohe Hürde wartete. Immerhin schienen die Jungwölfe seit dem Frühling auf einer Erfolgswelle zu schwimmen. Die Heimischen ließen sich von dem Umstand nicht beirren, sondern begannen mutig. Im Vordergrund stand zunächst, den Hauptstädtern ja keine Räume zuzulassen. Diese würden sie mit ihren technischen Fähigkeiten ja sofort nutzen. Also erledigte man den Part absolut fokussiert. Knapp vor dem Seitenwechsel belohnte sich die Mannschaft so richtig und sorgte für den Führungstreffer. Patrick Häupl beförderte das Runde ins Eckige. Auf der Tribüne steppte der Bär. Auch Trainer Richard Windbichler zeigte sich erleichtert. Bald darauf folgte der Pausenpfiff.
Die SKN Amateure konnten nicht zufrieden sein. Gleichzeitig war noch nichts verloren. Das vergangene halbe Jahr hatte der Truppe das Selbstvertrauen beschert, auf die eigenen Fähigkeiten zu vertrauen und an eine Wende zu glauben. Mit der Einstellung kehrte das Team zumindest auf den Rasen zurück. Die Realität machte ihnen jedoch äußerst schnell einen Strich durch die Rechnung. Es dauerte lediglich wenige Momente, bis der Ball erneut in ihrem Kasten zappelte. Der Schütze des ersten Goals avancierte zum absoluten Spielverderber. Er scorte nämlich ein weiteres Mal. Sensationell! Damit machte sich die Sommerverpflichtung in einer herausragenden Manier vorstellig. Der Stürmer war ja erst im Juli von Union Mauer gekommen. Des einen Freud, des anderen Leid. Für die Hauptstädter bedeutete das Tor den Supergau. Man muss ihnen natürlich zugutehalten, dass sie durchaus kämpften, unterm Strich schaute aber selbst der Anschlusstreffer nicht raus. Ortmann spielte den Triumph heim und sendet sofort ein Signal an die Konkurrenz, dass es im Alpenstadion für niemanden einfach wird.
Stefan Hausmann (Obmann SG Ortmann/Oed-Waldegg):
„Sehr schön! Es war schon in Ybbs nicht alles so schlecht. Ganz besonders freut mich, dass unsere doch sehr junge Abwehr so einen fokussierten Job erledigte. Hervorheben möchte ich auch den Schützen. Für so einen jungen Mann ist es ganz wichtig, dass er netzt. Das tut ihm in seiner Entwicklung sicher äußerst gut.“
Der Beste: Patrick Häupl (Angriff SG Ortmann/Oed-Waldegg)