Samstagnachmittag traf der SC Retz auf den SV Langenrohr. Der Erstgenannte war nach dem Abstieg in der Auftaktrunde zu einem Remis bei Wieselburg gekommen. Jetzt freute man sich, endlich auch vor dem eigenen Anhang loslegen zu dürfen. Dabei bekam es die Mannschaft mit dem Club zu tun, der die vergangene Saison direkt hinter den Top Three abgeschlossen und vor einer Woche beim Triumph über Wr. Neustadt gleich für ein Ausrufezeichen gesorgt hatte. Daran wollte er anschließen. Dieses Mal jedoch reichte es nicht für einen Punkt. Der Gegner behielt mit einem 1:0 die Oberhand.

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Rund 470 Zuschauer verfolgten das Geschehen vor Ort. Es ist davon auszugehen, dass die Hausherren im Vergleich mit der Konkurrenz sicher wieder zu den Publikumsmagneten gehören werden. Viele Besucher bedeuten, dass man auch etwas bieten muss. Den Umstand schienen sich die Weinstädter direkt zu Herzen zu nehmen. Sie fackelten nicht lange rum, sondern legten wunschgemäß los. Bereits nach einer Viertelstunde sorgte Georgi Marincheshki mit einem Schuss ins lange Eck für die vielumjubelte Führung. Eiskalt verwertete der junge Bulgare die aussichtsreiche Chance. Der Stimmungspegel auf der Tribüne nahm Fahrt auf. Dem Auswärtsteam gefiel der Spielverlauf natürlich so gar nicht. Immerhin verlor es in der Folge nicht die Nerven. Die Truppe atmete tief durch und konzentrierte sich dann auf ihren Job. So stellte sie sich bis zum Seitenwechsel bei sämtlichen weiteren Angriffsläufen auf ihr Tor erfolgreich in den Weg. Ohne weitere Treffer pfiff der Referee zur Pause.
Die Protagonisten kehrten gierig auf den Rasen zurück. Eine Entscheidung war da noch lange nicht gefallen. Alles schien noch möglich. Personelle Veränderungen nahm kein Team vor. Die beiden Coaches vertrauten weiterhin jeweils der Startelf. Erst im Laufe des Durchgangs betraten frische Kräfte das Feld. Bei den herrschenden Temperaten stellten die Wechsel sicher einen sinnvollen taktischen Kniff dar. Zunächst warf Langenrohr Niklas Hollerer sowie Alexander Murauer ins Rennen. In der Schlussphase zogen dann die Hausherren nach. Generell wurde die zweite Hälfte dadurch geprägt, dass die Gäste den Ausgleich erzielen wollten. Der Grundgedanke bedeutete klarerweise Räume für den Kontrahenten. So ergaben sich für ihn immer wieder aussichtsreiche Situationen. In Summe aber wollte das Runde nicht noch einmal ins Eckige. Weder hüben noch drüben. Hintenraus schlug der Schiedsrichter noch ein paar Minuten drauf. Dann beendete er das Match. Retz hält nach den beiden Runden bei vier Zählern. Man darf wohl davon ausgehen, dass die Weinstädter diese Saison nun wieder recht kräftig punkten.
Werner Mischling (Sektionsleiter SC Retz):
„Toll, vor den eigenen Fans sofort voll anzuschreiben. Der Kontrahent zeigte sich in der Verteidigung lästig über die komplette Spielzeit. Leider erhöhten wir nicht. So mussten wir stets auf der Hut sein. Wir hielten die Konzentration glücklicherweise bis zum Ende hoch und so stand hinten tatsächlich die Null. Es war ein fokussierter Auftritt, bei dem wir kaum etwas zuließen. Gerne nehmen wir die drei Punkte.“
Die Besten: Christian Karwas (Abwehr SC Retz), Yusuf Dogan (Abwehr SC Retz)