Freitagabend empfing die SG Ardagger/Neustadtl den SC Retz. Der Erstgenannte ging mit einem Punkt auf seinem Konto in das Match. Den hatte er direkt zum Auftakt den Admira Wacker Amateuren abgerungen. Die Gäste verfügten da bereits über drei Zähler mehr. In der vergangenen Runde waren sie defensiv sehr sicher aufgetreten und so im Duell mit Langenrohr zu einem verdienten Sieg gekommen. Ihr Vorhaben lautete, daran unbedingt anzuknüpfen. Das klappte. Der Absteiger setzte sich final klar durch und übernahm zumindest vorläufig die Tabellenspitze.

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Knapp 400 Zuschauer fanden sich am Sportplatz ein. Die lokalen Fans freuten sich irrsinnig darauf, ihren Jungs ein weiteres Mal auf die Beine schauen zu dürfen. Die Bilanz soweit gestaltete sich sicher nicht überragend, andererseits zeigte das errungene Remis gegen die Südstädter, dass die Burschen mit den Topteams absolut mithalten können. Ein leidenschaftlicher Auftritt musste her, dann sollte auch jetzt etwas drinnen sein. Genau mit der Ausstrahlung betraten die Hausherren den Rasen. Sie starteten unmittelbar ambitioniert hinein. Es gelang ihnen zunächst, in der Abwehr recht sicher zu stehen. Mit dem Wissen trauten sie sich auch vorne etwas zu. In Summe verfügten sie bis zur 25. Minute wohl über mehr Spielanteile. Dann kam schön langsam auch der Kontrahent immer besser rein. Dank einer beeindruckend starken Effizienz führten die Angriffsbemühungen nun rasch zum Torerfolg. Georgi Marincheshki netzte humorlos und ließ sich feiern. Mit dem Stand von 0:1 pfiff der Referee zur Pause.
Ardagger nutzte die Zeit in der Pause, um die bereits absolvierte Hälfte ausgiebig zu analysieren. Mit einem klaren Plan kehrte die Mannschaft auf den Rasen zurück. Man verfolgte das Ziel, so schnell wie möglich, den Ausgleich zu erzielen und so der Partie echt vielleicht noch eine Wende zu geben. Tatsächlich dauerte es nicht lange, bis das Team den Rückstand egalisierte. Das Goal ging auf die Kappe von Martin Grubhofer. Der Neuzugang stellte seine Qualitäten unter Beweis und untermauerte, warum er vor der Sommerpause sogar noch in Österreichs zweithöchster Klasse bei Amstetten aktiv war. Spannende Situation, wie würde nun die Auswärtstruppe reagieren? Interessanterweise wirkte sie gar nicht angeschlagen. Es tat ihr sicher ganz besonders gut, einen Routinier wie Fatlum Kreka in den Reihen zu haben. Der Routinier ließ sich nicht aus der Reserve locken und brachte das Schiff wieder auf Kurs. Bereits Momente später brachte er seine Farben erneut in Front. Zehn Minuten später vollendete er sogar einen Doppelpack. Das sieht man, wie wichtig Routine im Kader ist. Den Vorsprung spielten die Retzer schließlich trocken heim. Zufrieden traten sie die Rückreise an.
Werner Mischling (Sektionsleiter SC Retz):
„Bei Ardagger ist es immer besonders schwer. Jeder müht sich hier in der Landesliga ab. Umso höher bewerte ich den Triumph. Die Burschen lieferten echt eine sehr konzentrierte Leistung ab. Speziell nach dem Seitenwechsel dominierten wir. Bis jetzt bin ich mit unserer Ausbeute absolut einverstanden.“
Die Besten: Yusuf Dogan (Abwehr SC Retz), Fatlum Kreka (Mittelfeld SC Retz)